Sorry, aber was Herr Berndorf und der Piper-Verlag sich da geleistet haben, ist eine Unverschämtheit. Teilweise ist die "Gebrauchsanweisung für die Eifel" mehr oder weniger wortwörtlich abgeschrieben und höchstens ein wenig umformuliert und simplifiziert. Hier nur ein einziges unter unzähligen möglichen Beispielen (zur Kasselburg in der Nähe von Gerolstein):
DAS ORIGINAL: Walter Pippke, Ida Leinberger: Die Eifel. DuMont Kunstreiseführer. 5. Aufl. 2006, S.232
"Die Berühmtheit der Kasselburg beruht jedoch auf dem großen Doppelturm, der mit 37 m Höhe die Ruinen überragt und das ganze Landschaftsbild beherrscht. Dies ist einer der bedeutendsten Türme der deutschen Burgenarchitektur. [...] Nachdem seine ursprüngliche Funktion als Torturm aufgegeben und das Portal vermauert worden war, wurde er auf neun Geschosse aufgestockt und als Wohnturm großzügig ausgebaut..."
UND HIER DAS PLAGIAT VON HERRN BERNDORF: Gebrauchsanweisung für die Eifel", Piper 2008, S. 182
"Das Glanzstück ist der große Doppelturm, der mit 37 Metern die Ruine heute noch überragt und das Landschaftsbild beherrscht. Der Turm ist einer der bedeutendsten Türme der deutschen Burgenarchitektur, wurde auf neun Geschosse aufgestockt und als Wohnturm großzügig ausgebaut..."
Wenn man unzählige Einträge in beiden Büchern parallel zueinander liest (so etwa die Erläuterungen zum Nerother Kopf, zum Wasserfall bei Dreimühlen), merkt man schnell, daß Berndorfs Studium der Eifel sich offensichtlich vor allem auf die Lektüre des hervorragenden DuMont-Kunstreiseführers zu beschränken scheint, die er für sein "Buch" durch ein paar belanglose Anekdötchen angereichert hat.
Ich empfehle: Gleich das Original kaufen, dann wirft man kein Geld aus dem Fenster hinaus und hat, da es sich bei dem DuMont Kunstreiseführer um ein gut recherchiertes, klar gegliedertes, aufwendig bebildertes Buch mit Register handelt, wesentlich mehr fürs Geld. Und Herr Berndorf sollte villeicht lieber bei seinen Leisten bleiben und weiterhin belanglose Altherrenkrimis schreiben.