Pressestimmen
Buchnotiz zu : Die Zeit, 30.11.2000
Enttäuschend wie die meisten Bücher dieser Art findet Hermann Weber die "Rechtfertigungsmemoiren" Werner Eberleins. Ein "ungewöhnlicher Lebensweg" zwar, räumt Weber ein. Und im Verbund mit den Darstellungen des stalinistischen Terrors, werde auch das klare Negativurteil des Sohnes des KPD Mitbegründers Hugo Eberlein über Stalin plausibel. Allein die Reflexion über das Leben im Kommunismus hat gleich mehrere Haken: "Oberflächlich und farblos", so Weber, seien die Ausführungen zur SED-Herrschaft, weder Einblicke in den Apparat noch in die Mechnismen der Diktatur vermittele der Autor. Schlimm allerdings, das lässt der Rezensent durchblicken, wird es erst bei der Schuldfrage: Ohne das typische "aber" oder den Hinweis auf die "Schuld" des Westens komme Eberleins Kritik am System nicht aus.
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Über den Autor
Werner Eberlein (1919 2002), Sohn des KPD-Mitbegründers Hugo Eberlein, der 1941 im Moskauer Exil erschossen wurde, kehrte 1948 nach Deutschland zurück. Er war als Chefdolmetscher unter Walter Ulbricht bekannt (»Chruschtschows Stimme«). Ab 1960 war er Mitarbeiter im ZK.