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Geboren im Schatten der Angst: Ich überlebte die Colonia Dignidad
 
 
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Geboren im Schatten der Angst: Ich überlebte die Colonia Dignidad [Gebundene Ausgabe]

Klaus Schnellenkamp
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 250 Seiten
  • Verlag: Herbig; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3776625058
  • ISBN-13: 978-3776625059
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 196.723 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kurzbeschreibung

Er schaffte den Absprung: Der Schicksalsbericht eines jungen Mannes, der seine Kindheit im totalitären System der Sekte verbrachte und sich vom Psychoterror befreien konnte.

Klappentext

Die deutsche Sekte Colonia Dignidad in Chile sorgte jahrzehntelang für Schlagzeilen. Seit 1996 auf der Flucht, konnte ihr Gründer Paul Schäfer erst 2005 verhaftet werden. 2006 wurde er wegen sexuellen Missbrauchs an Kindern und illegalem Waffenhandel zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Die "Kolonie der Würde", organisiert nach totalitärem System, war ein Staat im Staate, geschützt von der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet. Dessen Geheimdienst stellte sie ihre Bunkeranlagen zur Verfügung - zu Folterung an Oppositionellen. Die Sekte war ein Mikrokosmos, der von Angst und Misstrauen lebte, von Schuldgefühlen, gegenseitigen Bespitzelungen und ständiger Demütigungen durch drastische Strafmaßnahmen. Und vom alles überschattenden Zorn eines strafenden Gottes, als dessen Stellvertreter sich Paul Schäfer sah. Ohne Tabu berichtet Klaus Schnellenkamp über seine Kindheit ohne Eltern, von Zwangsarbeit, Strafwillkür und eisener Erziehungsdisziplin, von Psychoterror und Folter. Sein schonungsloser Bericht ist ein mutiges Zeugnis und der sprachlich eindrucksvolle Versuch, die Schrecken einer Jugend unter Gewaltherrschaft aufzuverarbeiten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein mutiges Buch 4. April 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Klaus Schnellenkamp ist Jahrgang 1972. Während ich sein Buch las, musste ich daran denken, welch großartige Jugendjahre ich und sicher viele andere unseres Jahrganges in denselben Jahren in Deutschland hatten, mit allem, was ein Mensch zum Leben braucht: Elternliebe, Fürsorge, ein Zuhause, Ausbildung, Reisen, von so grundlegenden Dingen wie Essen und Trinken einmal ganz abgesehen. Und selbst wenn man zugeben muss, dass auch wir einem Reglement unterlagen, haben wir doch ein Maß an Freiheit genossen - Freiheit in der Wahl unserer Freunde, unserer Lektüren, unserer Bewegung, unserer Interessen -, von denen Klaus Schnellenkamp nicht einmal träumen konnte. Ich möchte jedem, der sein eigenes Leben mit prüfendem Blick betrachtet, dieses Buch ans Herz legen. Die Geschichte von Klaus Schnellenkamp und die eindrückliche Art, in der sie erzählt wird, zeigt, wie ein Mensch auch in einem unmenschlichen System Mensch sein kann. Ein großes Lob für den Mut des Autors - er hat ein Buch des Lebensmutes geschrieben, das viele Leser finden möge.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch von Klaus Schnellenkamp liest sich wie ein einziger Horror Thriller. Wäre diese Geschichte nicht schon Jahrzehnte zuvor durch internationale Schlagzeilen bekannt geworden, so könnte man den Verfasser leicht für einen phantastischen Drehbuchautor halten. Doch die Autobiographie von Klaus Schnellenkamp ist alles andere als Fiktion. Sie ist grausame und bittere Realität! Ich persönlich habe die Geschichte dieser nazideutschen Sekte Colonia Dignidad in Chile jahrelang aufmerksam verfolgt. Dieses Buch aber sprengt nun wirklich alles zuvor Bekanntgewordene. Es ist unfassbar, wie Menschen sich völlig willenlos einem perversen Sektenhäuptling hinopfern und sich dabei gegenseitig das Leben zur Hölle machen. Es ist auch unerklärlich, was solche Menschen auf ihrer Suche nach Göttlicher Liebe umtreibt. Wie sie in ihrem Glaubensfanatismus einen selbsternannten Messias regelrecht anbeten, der doch bloß aus krankhaftem Größenwahn und pädophiliem Sadismus zusammengesetzt ist. Es ist erschreckend, wie eilfertig diese Menschen ihre Freiheit und Würde an ihren "Führer" abtreten. Mehr aber noch, wie sie ihre eigenen Kinder sogar begeistert zur Serienvergewaltigung freigeben und unterdes mit sittenstrenger Christlichkeit kokettieren.

Was mich aber viel tiefer berührt hat, das ist die einmalige Rolle des Autors - des Überlebenden, der inmitten dieses Wahnsinnssystems hineingeboren wurde. Klaus Schnellenkamp hat eine unfassbare Hölle siegreich überlebt. Er entging mehreren Mordanschlägen, wurde über Jahre hinweg übelst gefoltert. Und hat schließlich doch seine Freiheit und Würde vollständig zurückerobert. Klaus Schnellenkamp beschreibt in seinem Buch sehr anschaulich, wie man inmitten eines abscheulichen Terrorsystems dennoch Größe und Haltung bewahren kann. Er stellt sich weder als Opfer dar, noch klingt in seinem Buch ein Bedürfnis nach Rache an. Vielmehr - so fühlt der Lesende stark mit - lässt ihn dieses Martyrium immer stärker erscheinen. Man hat sogar das Gefühl: je mehr dieses Schreckensregime versucht, Klaus Schnellenkamp zu brechen, desto mehr wird er zu einer Art uneinnehmbaren Festung. Uneinnehmbar gegenüber Despoten, Irrlehrern und Demagogen. Uneinnehmbar aber auch gegen jede Art von Gewalt, Macht und Machtmissbrauch, gegen Bosheit, Angst - und Terror.

Ich selber bin noch ein wenig jünger als Klaus. Bin wohlbehütet aufgewachsen und schon sehr früh in den Genuss von Freiheit und Wohlstand gekommen. Freilich gibt es in meinem wie in wohl jedermanns Leben allerlei Alltagsquereelen, Enttäuschungen und Kummer. Aber gemessen an dem Leben dieses ehrenvollen Menschen kann ich nur eines sagen: mein allergrößter Respekt! Meine Hochachtung Ihnen, Herr Schnellenkamp! Ihr Beispiel verdient Anerkennung und Nachahmung.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Buchprofi
Format:Gebundene Ausgabe
Eine sehr mutige Geschichte, die Klaus Schnellenkamp hier offen legt. Das hätte sich die Kolonie der Versuchskinder während der Diktatur und Leitung durch den mittlerweile verurteilten Verbrecher Paul Schäfer nie gefallen lassen. Beinahe wäre die Geschichte dieser gequälten Menschen in Vergessenheit geraten. Warum konnte 60 Jahre lang niemand diesen Menschen helfen. Wer hatte hier noch seine Finger im Spiel? Das Buch beschreibt sehr interessant einesteils die Geschichte der Kolonie und sehr beeindruckend die Geschichte eines Revoluzzers.

Für mich ist das Buch die Aufarbeitung eines Traumas und die Abrechnung mit allen die Täter waren.

Ich empfehle das Buch, als geschichtliches Zeugnis aber auch vielen, die in einer verzweifelten Situation sind und aus dem erfolgreichen Überlebenskampf von Klaus Schnellenkamp Hoffnung und Kraft für eine Verbesserung der eigenen Situation schöpfen können.

Ich wünsche dem Autor viel Erfolg und glückliche Jahre in seiner neuen Heimat. Zeigen wir ihm, dass sein Überlebenskampf nicht vergebens war.
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