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Geboren mit Sand in den Augen: Die Autobiographie des Führers der Tuareg-Rebellen
 
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Geboren mit Sand in den Augen: Die Autobiographie des Führers der Tuareg-Rebellen [Taschenbuch]

Mano Dayak , Sigrid Köppen
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Genau kann die Mutter von Mano Dayak sein Geburtsjahr nicht angeben, "Du bist zwischen dem Jahr der großen Trockenheit und dem der Heuschreckenplage geboren".

Tage, Monate oder Jahre spielen keine Rolle, wichtiger ist für das Nomadenvolk der Tuareg die Stunde der Geburt, denn nur die Stunden des Tages zählen. Noch dazu haben die Tuaregs eine Aversion gegen das Zählen. "Zählen ist sparen, betrügen, werten, beurteilen. Zählen bedeutet, das Falsche aufzuwerten."

Auf sehr poetische Weise erzählt Mano Dayak, der spätere Führer der Tuareg-Rebellen, von seiner Kindheit in der Wüste und den Gepflogenheiten der Nomaden. Er schwelgt in seinem unbeschwerten Aufwachsen im Zelt seiner Mutter. Sie lehrt ihn die Buchstaben des Alphabets in der Sprache seines Volkes. "Von meiner Mutter behütet, hatte ich die Welt mit den Worten eingeatmet, die sie sang oder in den Sand malte."

Der Vater bringt ihm schon als kleiner Junge bei, wie er als guter Karawanenführer jederzeit seinen Weg in der Wüste findet. Das alles endet für Mano abrupt im Alter von neun Jahren, als er gegen seinen Wunsch und den seiner Eltern von der französischen Regierung gezwungen wird, eine Schule zu besuchen. Auch wenn er am Anfang zusammen mit seinen Mitschülern dem Lehrer immer wieder ein Schnippchen schlägt und nach Hause flüchtet, wird Mano ein guter Schüler und erhält eine exzellente Ausbildung, die er später durch ein Studium in den USA und in Paris abrundet.

Er kehrt wieder in seine Heimat zurück, denn er hat vor, mit seinem Wissen seinem Volk zu helfen, das durch Hunger und Trockenheit bedroht ist und von der Regierung des Niger rigoros bekämpft wird. "Der angebliche Wunsch, die Nomaden zu unterrichten, sie zu bilden, ist nichts als Bluff. Diese Scheinunterweisung der Nomaden dient nur dazu, der Welt weiszumachen, die Republik Niger kümmere sich um die Tuareg. Ich habe den Eindruck, man will unsere Unwissenheit nur vergrößern, indem man uns von unseren Wurzeln abtrennt und uns zu einem Volk macht, das zwischen zwei Welten umherirrt."

Eindringlich schildert er den schier ausweglosen Kampf, den die Tuareg um das Überleben ihres Stammes führen. Er war der Vorkämpfer für den Friedensvertrag, der am 24. April 1995 von der Regierung des Niger und den Tuareg-Rebellen unterzeichnet wird. Niemand ahnt, als er am 15. Dezember 1995 das Flugzeug besteigt, um mit dem nigerischen Premierminister die Umsetzung des Friedensvertrages in die Wege zu leiten, daß es beim Start explodieren wird und er mit 45 Jahren stirbt. Mit seiner spannend zu lesenden Autobiographie vermittelt er ein wenig von seiner eigenen Faszination "vom Königreich des Sandes". --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

»Jedes Mal, wenn ich der Wüste gegenüberstehe, führt sie mich auf die erregende Reise in mein eigenes Ich, in dem wehmütige Erinnerungen, Befürchtungen und Hoffnungen des Lebens miteinander streiten. Wer in der Wüste überleben will, muß sie verstehen, ihr zuhören. Denn sie wird immer stärker sein als der Mensch. Man muß, um hier zu leben, ebensoviel Bescheidenheit wie Mut aufbringen. Die Wüste scheint ihrem Bewohner ewig, und sie schenkt diese Ewigkeit dem Menschen, der sich ihr verbunden fühlt.« Mano Dayak

Über den Autor

Mano Dayak war Tuareg, Angehöriger eines Stammes jener Nomaden, die unermeßliche Wüstengebite Nordafrikas bewohnen, die sich von Marokko und Algerien bis Mali und Niger erstreckten.Während Jahrhunderten hatten sich die Tuareg gegenüber den gewaltvollen Angriffen der Kolonialmächte zur Wehr gesetzt und ihre unabhängige und stolze Lebensweise bewahrt. Mano wuchs in der Wüste auf. Seine Mutter erzählte ihm die Mythen seiner Vorfahren, sein Vater machte ihn mit den Bräuchen vertraut. Org. Vlg.txt 27.05.2009 Winkelmann N.de (1)

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Jedes Mal, wenn ich der Wüste gegenüberstehe, führt sie mich auf die erregende Reise in mein eigenes Ich, in dem wehmütige Erinnerungen, Befürchtungen und Hoffnungen des Lebens miteinander ringen. Wer in der Wüste überleben will, muß sie verstehen, ihr zuhören. Denn sie wird immer stärker sein als der Mensch."
Die Autobiographie des Führers der Tuareg-Rebellen: Eine Kindheit im Zauber der Sahara und ein Leben für die Würde der Nomaden.
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