... ganz eindeutig nicht so unterhaltsam wie Almut und Ivo ...
Eine Woche habe ich für dieses Buch gebraucht, die 5 Almut Bände gingen mir wesentlich leichter von der Hand!
Kurz zur Handlung: über 24 Jahre sind ins Land gegangen ...
Alyss, die 24 jährige Tochter Almuts und Zwillingsschwster Marians, verheiratet mit Arnd van Doorne und selbst erfolgreiche Weinhändlerin, kämpt an vielen Fronten... da ist der englische Besucher ihres Schwagers Robert, die jugendliche Rasselbande, die sie beherbergt, ein weißer GErfalke und ein Toter..., ein Bruder der die Hebammenkunst erlernen will, um nur einiges zu nennen. Alyss sieht sich unversehens in einem Strudel aus üblen Machenschaften verwickelt, auch ihre Ehe ist nicht glücklich... Als ihr Schwager ermordet wird, macht sie isch na die Aufklärung....
Meine Meinug: Almut ist gegenüber ihrer emanzipierten Tochter klar im Vorteil.
Nett ist, dass Almut und Ivo einige kurze Auftritte haben... Das wars im großen und ganzen aber auch...
Fer Fall ist teilweise zu "verwickelt", dann aber auch wieder vorhersehbar... Die Sprache ist etwas schwülstig überzogen...
Gar nicht gefallen hat mir das laufende "Schwesterlieb, lieb Schwesterlein, Bruderlieb"... Meine Güte das war ja Almuts "Ei wei" noch besser(das taucht leider auch noch ab und zu auf). Ein Glossar wäre auch von Vorteil gewesen.
Weiterhin merkwürdige Wortschöpfungen wie "Knurpselchen"- wems gefällt, ich mags nicht- Ergo: sprachlich lässt der Roman einiges zu wünschen übrig. Inhaltlich auch!!
Dementsprechend tendiere ich zu 3.5* mit gutem Willen und Almut Bonus!!
Anscheinend will Fr. Schacht auch hier eine mehrteilige Serie entwickeln, so lässt jedenfalls das Ende vermuten.
Nur für wirkl. sehr eingefleischte Almut Fans ein Genuss. Ich habe alle Almut Teile mit großem Vergnügen gelesen, aber das ist nicht vergleichbar. Besticht Almut durch ihre Gewitztheit, ist Alyss und v.a. Marian mit ihren "Fähigkeiten" ein schacher Abklatsch. Amüsiert man sich über das
Das Werk der Teufelin,
Die Sünde aber gebiert den Tod oder
Das brennende Gewand über die spritzigen Wortduelle Ivos und Almuts, kann man hier nur müde lächeln oder gähnen. Gepflegte Langeweile ...
Mein Tipp Fr. Schacht: wie wäre es mit den fehlenden Jahren ;))
Und auch die vielen alten Bekannten wie Mechthild, Pitter und die Adler Wirtin können nicht wirklich überzeugen, sie sind blasse Randfiguren, denen die alte Raffinesse fehlt.
Für alle Fans anspruchsvoller historischer Romane- Hände weg das ist kein Roman für Gable & Co Fans.
Wie die cozy Krimis würde ich dies als cozy historischen Krimi der etwas anderen Art bezeichnen, während Almut einen aber köstlich ein paar leicht-heitere Lesestunden beschert kann dies Alyss nicht- SCHADE!
**Eingeschränkt empfehlenswert**