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Gebannt. Unter fremdem Himmel [Gebundene Ausgabe]

Veronica Rossi , Franca Fritz , Heinrich Koop
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (96 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

März 2012
Getrennt durch zwei Welten, geeint im Überlebenskampf, verbunden in unendlicher Liebe. Die siebzehnjährige Aria lebt in einer Welt, die perfekter ist als die Realität. Perry kommt aus einer Wildnis, die realer ist als jede Perfektion und in der wilde Stürme das Leben bedrohen. Als Aria in seine Welt verstoßen wird, rettet Perry ihr das Leben. Trotz ihrer Fremdheit verbindet die beiden die Verzweiflung und Sorge um die, die sie lieben. Aria will ihre verschollene Mutter wiederfinden, Perry ist auf der Suche nach seinem Neffen, an dessen Entführung er sich die Schuld gibt. Aria versucht, vor Perry zu verbergen, dass ihre Gefühle ihm gegenüber sich wandeln. Doch Perry hat dies längst schon entdeckt, aber nicht nur bei Aria, auch bei sich selbst. In diesem ersten Band ihrer Trilogie schreibt Autorin Veronica Rossi über große Gefühle und tödliche Abenteuer, über Mut und Sinnlichkeit und über eine Heldin, die ihre Stärke entdeckt. Dieses Buch ist zutiefst romantisch und packend und so aufregend, dass man es nur schwer aus der Hand legen kann vor Ungeduld, zu erfahren, wie es auf der nächsten Seite weitergeht!

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Gebannt. Unter fremdem Himmel + Getrieben. Durch ewige Nacht + Geborgen. In unendlicher Weite
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Oetinger (März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 378914620X
  • ISBN-13: 978-3789146206
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Originaltitel: Under the Never Sky
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 16 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (96 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.665 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Veronica Rossi, in Rio de Janeiro/Brasilien geboren, zog in ihrer Kindheit oft um und lebte in Mexiko, Venezuela, an der Ostküste der USA und schließlich in Kalifornien. Hier besuchte sie die Universität und studierte Schöne Künste am Californian College of the Arts in San Francisco. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Norden Kaliforniens und arbeitet als freie Autorin. Sie schreibt vor allem futuristische Romane für junge Erwachsene. Erste Ehren erwarb sie mit bisher unveröffentlichten Manuskripten auf amerikanischen Autoren-Wettbewerben, wo sie  in der Kategorie Fantasy und Science Fiction auf den vordersten Plätzen rangierte. GEBANNT - UNTER FREMDEM HIMMEL, eine Liebesgeschichte in postapokalyptischen Zeiten, ist ihre erste Buchveröffentlichung und der erste Teil einer Trilogie.


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein viel versprechender dystopischer Auftakt 29. August 2012
Von Sarah O. TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Gebannt - Unter fremdem Himmel" von Veronica Rossi ist der Auftakt einer dystopischen Science-Fiction-Trilogie im Jugendbuchsektor. Mich mich war dieser erste Band sehr überzeugend und mehr als vielversprechend.

Inhalt: Aria, Tochter einer Wissenschaftlerin und ausgestattet mit einer wundervollen Gesangsstimme, lebt in einer Biosphäre: Ein abgeschotteter Lebenraum mit hohen technischen Standards, dessen Bewohner sich fast ausschließlich in den so genannten "Welten", wie sie die virtuellen Realitäten nennen, aufhalten. Doch plötzlich gerät Arias heile Welt aus den Fugen: Ihre Mutter, die sich in einer anderen Biospäre aufhält, ist nicht mehr zu erreichen, und Aria steckt in Schwierigkeiten, die zu ihrer Verbannung aus der geschützten Umgebung führen.
Die Welt außerhalb ist gefährlich, doch Aria findet Hilfe. Der "Außenseiter" Perry, der in einem Dorf in der Wildnis lebt, findet sie und rettet ihr das Leben. Gemeinsame Interessen binden das ungleiche Paar aneinander, denn Perry braucht Aria, um seinen Neffen Talon aus einer Biosphäree zu befreien, und Aria braucht Perrys Hilfe, um ihre Mutter zu finden und in der Wildnis zu überleben. Mit der Zeit verändern sich die Gefühle der beiden für einander, während ihre Reise einige Überraschungen bereithält...

Eigentlich klingt "Gebannt - Unter fremdem Himmel" wie eine unter vielen Dystopien, die gerade vor allem unter den Jugendbüchern und besonders gerne als Trilogien den Buchmarkt bevölkern. Für mich sind es allerdings besonders zwei Dinge, die diese Geschichte wirklich aus der Masse herausstechen lassen und sie besonders lesenswert macht.

Zum Einen ist das die Welt, welche die Autorin mit viel Liebe zum Detail erdacht hat. Das ganze ist recht weit in der Zukunft angesiedelt, die Menschheit hat sich vollständig verändert, wie auch ihr Lebensraum. Die Siedler in den geschützten Lebensräumen kennen keine Gefahren, keine Schmerzen und keine Angst. Ihr Leben findet nicht in der Realität sondern in Scheinwelten statt und sie werden schon vor ihrer Geburt genetisch manipuliert und optimiert. Die Menschen in der Wildnis führen ein einfacheres Leben, doch auch sie haben sich verändert. Bei einigen haben sich Sinne, wie das Sehen, das Hören oder das Riechen, so stark verbessert, dass einige unter ihnen, so wie Perry, sogar Gefühle riechen können. Das Leben in der Wildnis ist hart und von strengen Regeln und Kämpfen dominiert. Eine Besonderheit in dieser Zukunftsvision stellt der Himmel dar, denn die Luft über den Köpfen der Menschen selbst ist zur größten Lebensgefahr geworden. Der "Äther", wie es genannt wird, tobt und in wilden Stürmen schießen tödliche Blitze so Boden. Die Gegensätze dieser Welt, die vermeintlich sicheren Biosphären, die ebenso Zufluchtsort wie Gefängnis für die Menschen sind, auf der einen und die Wildnis voller Gefahren auf der anderen Seite, bilden ein sehr faszinierendes und vor allem auch gut durchdachtes und spannendes Gesamtbild.

Das zweite herausstechende Merkmal dieses Romans sind seine Protagonisten und die Liebesgeschichte, die sich zwischen Perry und Aria entwickelt. Beide, sowohl Aria als auch Perry, sind eigenständige Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, die diesem Roman viel Abwechslung und den Charakteren selbst auch Tiefe geben. Die Liebesgeschichte entwickelt sich zudem langsam und sanft, ohne Kitsch oder überzogene Gefühlsbekundungen nach wenigen Minuten Bekanntschaft. Stattdessen ist sie glaubhaft, sehr romantisch und gelungen.

Auch der Schreibstil und der Aufbau des Romans konnten mich überzeugen. Die Kapitel werden entweder aus der Sicht von Aria oder von Perry, jeweils in der dritten Person, erzählt. Die Sprache selbst liest sich flüssig und vermittelt eine gefährliche, teilweise unheimliche und spannungsgeladene Atmosphäre, die mich als Leser mit den Figuren richtig mitfiebern ließ. Die schöne Gestaltung des Covers soll natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, denn der dunkle Hintergrund mit den verschnörkelten, farbigen Akzenten ist ein wahrer Eye-Catcher.

Fazit: Sehr lesenswerte Zukunftsvision. Dunkel und gefährlich, mit einer schönen Liebesgeschichte, überzeugenden Charakteren und einer gut durchdachten Handlung. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. 5 Sterne
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dystopie die sich wie Fantasy liest 29. Februar 2012
Von Nina Decker VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Inhalt:
Aria lebt in einer nahezu perfekten Welt. Zwar ist ihr Lebensraum in Reverie sehr eingeschränkt, denn Platz ist in der von der Außenwelt abgeschotteten Stadt rar. Dafür gibt es aber die Realms, virtuelle Welten, bei denen es keine Grenzen gibt und durch die Aria und die anderen Bewohner von Reverie alles erleben können, was sie nur wollen. Gefühle, Gerüche, Berührungen, all das ist in den Realms besser als in der Wirklichkeit, denn die Bewohner der Pods (so werden diese versiegelten Städte genannt) kennen keine Schmerzen, Angst oder Krankheiten, weswegen die Menschen auch weit über hundert Jahre alt werden.
Perrys Welt ist das genaue Gegenteil. Er lebt in der Außenwelt in der harten Realität und schlägt sich zusammen mit seinem Stamm durch Hungersnöte und Krankheiten. Zwar gibt es ein paar wenige unter ihnen wie Perry, die besondere Kräfte entwickelt haben, wie besonders scharfe Augen oder Geruchssinn, die meisten sind den rauen Bedienungen aber schutzlos ausgeliefert. Auch Perrys Neffe Talon ist todkrank. Auf der Suche nach Medikamenten für ihn bricht Perry in einen beschädigten Teil der Dweller-Stadt Reverie ein und stolpert dort über Aria. Denn Aria und ihre Freunde sind ebenfalls in den kontaminierten Teil eingestiegen. Die Dinge geraten allerdings schnell außer Kontrolle und ein Brand bricht aus, woraufhin Perry Aria das Leben rettet.
Doch Perrys Einbruch bleibt nicht lange unentdeckt und er wird, als er zurück bei seinem Stamm ist, von den Dwellern angegriffen. Perry selbst kommt zwar davon, ausgerechnet Talon wird aber entführt. Perry weiß es ist seine Schuld und er setzt alles daran ihn zu retten. Auch wenn das bedeutet, sich mit einem der verhassten Dweller zu verbünden.
Denn ausgerechnet Aria läuft ihm in der Wildnis über den Weg. Sie wurde ausgesetzt und damit ihrem sicheren Tod überlassen, um den wahren Schuldigen an dem Feuer in Reverie zu decken. Nun will Aria ihre Mutter finden, die in einer anderen Stadt als Wissenschaftlerin arbeitet. Perry sieht in ihre seine einzige Chance an Informationen über Talon zu kommen. Beide brauchen den anderen und so beginnen die sie gemeinsam eine Reise, die die unvereinbaren Welten der beiden auf den Kopf stellt.

Meine Meinung:
Gebannt. Unter fremdem Himmel von Veronica Rossi war eines der Bücher, die mich wirklich zu überraschen wussten. Denn am Anfang hatte ich so meine Probleme mit dem Buch. Man wird mit Eigennamen und Erfindungen bombardiert, die zunächst einfach nur verwirrend waren. Doch als man nach und nach Arias Welt zu begreifen lernt, siegt doch die Faszination. Die Vorstellung der Realms ist gleichzeitig erschreckend und phantastisch. Besonders wenn dann aber Perrys Welt als krasser Kontrast dazu vorgestellt wird, wird es richtig spannend, denn Hunger, Krankheiten und der Kampf ums Überleben sind dort an der Tagesordnung und die Dweller wirken schnell furchtbar oberflächlich.
Es ist also kein Wunder, dass bei Perry und Aria Aggressionen vorprogrammiert sind, denn hier kollidieren sprichwörtlich zwei Welten. Doch genau so lernt man beide Charaktere richtig kennen. Und beide sind richtig gut gelungen, gerade weil ich eine ganze Weile gebraucht habe, bis ich sie tatsächlich mochte. Sowohl Aria als auch Perry sind keine perfekten Charaktere und vor allem Perry, der durch sein hartes Leben extrem viel Gepäck mit sich herumträgt, ist mir schnell ans Herz gewachsen. Durch die Freundschaft und Gefühle, die in den beiden füreinander aufblühen und durch die sie ihren 'Feind' mit ganz anderen Augen sehen, entwickeln sich auch ihre Figuren ganz automatisch mit riesigen Sprüngen.
Ich tu' mich allerdings ein bisschen schwer damit, die Geschichte einem konkreten Genre zuzuordnnen. Offensichtlich und in erster Linie ist es natürlich eine Dystopie. An mehr als einer Stelle wird klar, dass diese Welt vor langer Zeit einmal unsere war. Aber je länger man sich in der Wildnis herumschlägt und Perry und Seinesgleichen mit den besonderen Fähigkeiten kennenlernt, liest es sich mehr und mehr wie Fantasy. Normalerweise mag ich den Mix von Science Fiction und Fantasy nur bedingt, in diesem Fall funktioniert es aber ziemlich gut.
Ich habe trotz des etwas verwirrenden Anfangs eigentlich nichts an Under the Never Sky/ Gebannt: Unter fremdem Himmel auszusetzen. Es gab zwar zu Beginn ein, zwei Details, die mir etwas zu ungereimt gewirkt hatten, aber auch diese wurden im weiteren Verlauf der Geschichte logisch aufgeklärt. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass der ständige und krasse Kontrast zwischen den Figuren und ihrer Welten nicht unbedingt etwas für jeden Leser ist.

Fazit:
Trotzdem ist Gebannt. Unter fremdem Himmel von Veronica Rossi ein Buch, dass ich beruhigt weiterempfehlen kann. Nach einem etwas wirren Start wurde die Geschichte von Seite zu Seite besser und spannender und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Zwar wartet am Ende kein gemeiner Cliffhanger, trotzdem hat die Autorin die letzten Seiten doch so geschickt und gemein gestaltet, dass ich den nächsten Teil am liebsten sofort lesen möchte.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von sandireni VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Man kann es nicht oft genug erwähnen: Dystopien sowie Endzeitromane sind derzeit einfach der Renner auf dem Buchmarkt. Es wird futuristisch, befremdlich und zumeist (höchst) romantisch. Veronica Rossi schließt sich mit ihrem Debütroman, einer Verschmelzung aus Science-Fiction und High Fantasy Elementen, diesem etwas anderen Phantastik-Boom an und erschafft unterdessen ihre ganz eigene Welt unter dem stürmenden Niemalshimmel, inklusive einfallsreicher Ideen und guter Ansätze. DOCH, stellt sich bei mir langsam eine dystopische Müdigkeit ein oder konnte mich "Gebannt. Unter fremdem Himmel" wirklich nicht so stark begeistern, wie ich es eingangs geglaubt habe? Unter folgenden Worten hoffe ich nun selbst eine Antwort zu finden. Alles andere als ein Kinderspiel!

Passend zum Buchtitel blieb ich anfangs tatsächlich Gebannt an den Seiten hängen und mir gefiel, was ich dort las. Die futuristisch-phantastische Lovestory um eine Siedlerin und einen Außenseiter beginnt äußerst spannend, bedrohlich und nicht minder interessant. Durch die wechselnden Erzählperspektiven in der 3. Person findet man sich rasch zurecht. Sofort fühlte ich mich Willkommen in den Welten zweier fremder Gesellschaften/Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich in einigen Belangen dann doch ähneln. Die Kombination aus virtuellen Welten à la "Matrix" (mit einem weitaus bequemeren Cyber-Anschluss) und einer gefährlich-brachialen Wildnis, hat durchaus ihren Reiz, insbesondere weil beide Gesellschaftsformen von einem gemeinsamen Feind bedroht werden. Nämlich dem Äther, einem flammenden Sturm am Himmel, der langsam die komplette Welt zu verschlingen droht und im Handlungsverlauf stets präsent ist.

Der von der Natur geborene Feind ist jedoch nicht das einzige Problem! Under the Never Sky (Originaltitel) lebt es sich halt sehr gefährlich und dafür sorgen manch unschöne Begegnungen aus der modernen wie wilden Welt. Man könnte also annehmen, dass die bald verstoßene Aria und der barbarische Peregrin/Perry (nein, er ist nicht Mittelerde entstiegen) allerhand aufregende Abenteuer unter fremdem Himmel erleben werden. Nicht ganz! Die Natur macht ihnen zwar des Öfteren einen Strich durch die Rechnung und auch mit blutrünstigen Krähen ist nicht zu spaßen, allerdings hätte man daraus weitaus mehr machen können. Während die ersten Kapitel gelegentlich etwas stolpern, dafür aber an Fahrt aufnehmen, geht es im zweiten Drittel sehr gemächlich zu, wenn die frisch Verbündeten nur wiederwillig ein gemeinsames Ziel verfolgen und sich langsam näher kommen. Leichte Erinnerungen an Ally Condies Cassia & Ky. Die Flucht kamen auf, zumindest was das Tempo im Mittelteil betrifft. Die letzten Kapitel geben zwar wieder ordentlich Gas, wenn es plötzlich sehr rasant, romantisch und teilweise aufklärend wird, für mich reichte das aber leider nicht aus.

Mein Problem: die Art des Erzählens. Erst dachte ich, es könnte vielleicht an der Übersetzung von Franca Fritz und Heinrich Koop liegen. Irgendwann schloss ich das jedoch aus - die von ihnen übersetzten Chroniken der Unterwelt sprechen da eine gekonnte Sprache. Es liegt eher daran, dass Veronica Rossi für mich manche Ereignisse sowie Gefühle nicht spürbar transportieren konnte. Etliche Spannungsmomente, Schlüsselfiguren sowie Erklärungen hätten weitaus mehr Pfeffer und Tiefgang vertragen. Einige Konflikte werden auf eine simple/konstruierte Art gelöst (z. B. ein schwerwiegender Angriff auf Aria oder ein mysteriöser Reisegefährte). Entweder spielen sie später noch eine tragende Rolle oder das vorhandene Potenzial wird in entscheidenden Situationen einfach nicht komplett ausgeschöpft. Was spannend sein könnte, langweilt zunehmend, trotzdessen Rossi einfallsreiche Ideen (z. B. Perrys empfindliche Begabung) mit einstreut und vor allem auf den letzten Seiten zu verzaubern vermag. Reichlich Fragen in Bezug auf die selbst kreierte Zukunftsvision bleiben unterdessen offen bzw. werden unzureichend erklärt ... bis zum Ende, das nicht jeden Glücklich stimmen dürfte, weil auch hier einfach Klärungsbedarf besteht. Hier werden der Phantasie wahrlich keine Grenzen gesetzt!

Und die Liebesgeschichte? Die konnte mich zunächst nicht berühren. "Getrennt durch zwei Welten, geeint im Überlebenskampf, verbunden in unendlicher Liebe" ... das verspricht die Kurzbeschreibung des Verlages und das bekommt man irgendwie auch. Allerdings hätten die feindlichen Dialoge zwischen den beiden für mich zuweilen mehr Biss haben können und mitunter hatte ich das Gefühl, ähnliche Situationen bereits in anderen Büchern gelesen zu haben (sicherlich keine Seltenheit), nur eben weitaus besser!

Aria & Perry sind schon ein nettes Gespann. Ihre verwirrten/unerwünschten Gefühle füreinander reifen während der gemeinsamen Erlebnisse, kommen nicht zu kitschig daher und besonders zum Ende hin gibt es viele schöne Momente mit den beiden zu bewundern. Der verliebte Funke wollte jedoch nicht gänzlich auf mich überspringen. Ich denke das liegt einfach daran, dass ich mit Rossis Art des Schreibens einfach nicht warm wurde und Aria für mich erst ziemlich spät greifbar wurde. Während man von Beginn an einen guten Einblick in Perrys Umfeld und seinen Charakter (raue Schale, weicher Kern) bekommt, schaut es bei Aria etwas anders aus. Sie bleibt lange Zeit über Gast in Perrys mittelalterlich wirkender Welt, die nach dem Motto: "draufhauen oder gefressen werden" funktioniert. Anfangs ist sie dieses typische Mädchen, das in eine fremde Umgebung hineingeworfen wird, ordentlich die Zähne zusammen beißen muss und während ihrer Abenteuer erwachsener wird. Infos über ihre Heimat, die Biosphäre, sind eher spärlich gesät und bekommt man eher nebenher. Dabei wäre gerade das interessant gewesen. An diesen Schwachstellen darf Rossi in den Fortsetzungen Getrieben. Durch ewige Nacht (März 2013) sowie Geborgen. In unendlicher Weite (März 2014) gerne ansetzen und ordentlich aufräumen. Ich bitte drum!

Kurz gesagt:

Gebannt begann ich die ersten Seiten zu lesen ... um mich kurz darauf unter befremdlichem Himmel wiederzufinden. Veronica Rossi konnte mich mit dem Auftakt iher "Aria & Perry"-Trilogie leider nicht durchweg fesseln - frischer Ideen, sympathischer Charaktere und actionreicher Momente zum Trotz. Viele offene Fragen und eine mittelmäßige Umsetzung trübten leider mein Lesevergnügen. Da konnte mich das rasante und höchst romantische letzte Drittel leider nicht mehr drüber hinwegtrösten. Das ist sicherlich Geschmackssache, für mich gibt es allerdings weitaus bessere Geschichten dieses Genres. Bedingt empfehlenswert!
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Getrennt durch zwei Welten, geeint im Überlebenskampf, verbunden in unendlicher Liebe. Lesen Sie weiter...
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