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Gebärmutterentfernung und alternative Operationsmethoden zur Organerhaltung [Taschenbuch]

Heidelberg Frauengesundheitszentrum


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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1. Zur Bedeutung der Gebärmutter

Die Energie der Gebärmutter fließt langsamer als die der Eierstöcke. Diebiologische Reifungsphase des Foetus beträgt neun Mond-Monate, die des Eis einen Mond-Monat. Man kann sich die Gebärmutter symbolisch oder biologisch als fruchtbaren Boden vorstellen, in dem die kreativen Samen der Eierstöcke mit der Zeit heranreifen (Northrup 1996).

Was die Gebärmutter für die jeweilige Frau bedeutet, ist sehr unterschiedlich.Während manche Frauen sich mit einer - sofern nötigen - Gebärmutterentfernung leicht anfreunden können und den Verlust nicht allzu sehr bedauern, ist es für andere sehr wichtig, für den Erhalt ihrer Gebärmutter nichts unversucht zu lassen. Erfahrungsgemäß haben jedoch die meisten Frauen Bedenken, der Entfernung ihrer Gebärmutter vorbehaltlos zuzustimmen. Sie empfinden die Gebärmutter als einen Teil ihrer selbst, den sie nicht ohne weiteres verlieren möchten. Manche der Frauen stehen darüber hinaus in einem liebevollen Verhältnis zu ihrem weiblichen Organ, das sie sehr schätzen. Sie erfahren es als ihre Mitte, das Zentrum ihrer Weiblichkeit. Selbst diejenigen, die sich bisher weniger stark in Kontakt mit ihrer Gebärmutter befanden, reagieren empört und gekränkt, wenn Ärzte mit abwertenden Worten ihrem weiblichen Organ gegenüber sie zu einer Operation überreden wollen.

Die Gebärmutter wird im medizinischen Sprachgebrauch mit dem lateinischen Wort uterus, früher übersetzt mit Fruchthalter der Frau, bezeichnet. Das griechische Wort für Gebärmutter lautet hystera, wovon sich das Wort Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) ableitet. Gleichzeitig kommt von hystera der Begriff Hysterie, der einen nicht klar definierten Zustand der Erregung bezeichnet, den die antiken Ärzte Griechenlands auf die im Körper der Frau herumwandernde Gebärmutter zurückführten.
Ein solcher Zustand wird heute noch als nur den Frauen zugehörig betrachtet und oft in herabsetzender Weise definiert. Das deutsche Wort Gebärmutter verweist auf zweierlei Funktionen des Organs, zum einen auf die Gebärfähigkeit und zum anderen auf das Muttersein. Aus medizinischer Sicht ist die Gebärmutter nach wie vor nicht mehr als ein Fruchthalter, der nach Ausübung seiner Funktion zu einem nutzlosen, potentiell krebsanfälligen Organ degeneriere.

Immer wieder erzählen Frauen von ihrer Erfahrung, dass Gynäkologen und Gynäkologinnen ihnen zu einer Hysterektomie geraten hätten mit den Worten: "Stellen Sie sich doch nicht so an, Sie brauchen das Ding doch sowieso nicht mehr!" Oder dass die Ärzte und Ärztinnen mit extrem schockierenden und beängstigenden Vorstellungen argumentierten, zum Beispiel, dass eine Geschwulsterkrankung der Gebärmutter (Myom!) sich wie eine Zeitbombe im Bauch verhalte, die es möglichst schnell zu entfernen gelte.

Weitere Vorstellungen, die aus wissenschaftlicher Sicht den Frauen vermittelt werden, sind, dass dieses zentrale weibliche Organ mit dem Ende der fruchtbaren Jahre übermäßige Blutungen produzieren und sich senken könne und schließlich einem Degenerations- und Schrumpfungsprozess (Atrophie) anheimfalle. Die Entfernung eines solchen wertlosen und noch dazu Probleme bereitenden Organs biete sich also geradezu an, um darüber hinaus die Vorteile einer leichter durchführbaren und risikoärmeren Hormonbehandlung genießen zu können. Eine solche entwertende Sichtweise schadet allen Frauen, auch denjenigen, die aufgrund starker Beschwerden eine Entfernung ihrer Gebärmutter herbeisehnen und diese als Erlösung und Heilung erleben. Ihre Unzufriedenheit damit artikulieren Frauen in den letzten zwanzig bis dreißig Jahren, indem sie über das ärztliche Gespräch hinaus nach Beratung suchen, die ihre persönlichen Fragen, Ängste und Wünsche berücksichtigt, indem sie nach neuen Sichtweisen zu den!
Wechseljahren verlangen und indem auch viele Frauen auf kreative Weise einen individuellen und selbstbestimmten Kontakt zu ihren weiblichen Organen suchen. Die in der Nachsorge operierter Frauen spezialisierte Gynäkologin Barbara Ehret-Wagener bezieht aufgrund vielfacher Erfahrung zur Bedeutsamkeit der Gebärmutter deutlich Stellung: Im Grunde genommen haben die Frauen wohl ein tiefes Wissen um den Wert ihrer Gebärmutter. Dieses Wissen ist nur scheinbar verloren gegangen in einer Kultur, in der die Gebärmutter im Wesentlichen als manipulierbares Reproduktionsorgan in Ansehen steht. Erst nach der Hysterektomie merken viele Frauen, dass sie etwas Wesentliches verloren haben (Ehret-Wagener 1994).


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