8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Helden aus einem anderen Blickwinkel, 22. April 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: GeBorgte Identität (Taschenbuch)
Andrea zur Nieden blickt vielleicht in die "Abgründe" von Star Trek, dass sie auch Fan ist, kann und will sie jedoch nicht verhehlen. Ihr Buch setzt sich mit den Werkzeugen der kritischen Theorie hochpolitisch mit Star Trek auseianander, wobei sie insbesondere das Phänomen der Borg in den Blick nimmt. Für Kulturwissenschaftler absolut interessant, und für jeden Trekkie ein spaßiger und erhellender Blick über den Tellerrand. Nur ihre Hausaufgaben hätte die Autorin ein bisschen besser machen können - einen Haufen Star-Trek-Worte (Wie die "Faser") schreibt sie einfach falsch, und auch von der Serie Deep Space Nine hat sie offenbar wenig Ahnung. das mindert die Qualität des Buchs jedoch nicht nennenswert.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Cyborgisierung, 29. November 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: GeBorgte Identität (Taschenbuch)
Die Autorin setzt sich mit Gesellschaftspolitik in Star Trek auseinander und kommt zu dem Schluss, dass Star Trek keine Utopien imaginiert. Das westlich-demokratische System wird als beste aller Welten dargestellt. Hauptthema ist Cyborgisierung. Technik ist in Star Trek gut und hält Menschen am Leben. Doch wo hört das Individuum auf, wo beginnt die Maschine? Die Abgrenzung erfolgt über den weiblichen Körper. Maschine ist nicht gleich MAschine, dazwischen steht das Geschlecht. Die Borgfrau ist dei Verkörperung einer Angstvision, des Verlustes der PErsönlichkeit. Hauptfeind der Menschheit sind die in einem totalitären Kollektiv organisierten Borg, die von einer verführerischen Königin vertreten werden. Sie will Picard und Data ins Kollektiv holen, assimilieren. Im Kollektiv gibt es keine Individuen außer der Königin. Die Technik raubt dem Subjekt jede Identität. Die verweiblichte Technik wird bekämpft, die Männer behaupten ihre Identität und töten die Königin. Überlebt eine Maschinenfrau und ist Heldin wie Seven of Nine, dann nur, weil sie in die traditionelle Rolle zurückkehrt und heiratet. Der Mann beherrscht die Technik, das patriarchale System bestätigt seine Identität.
Wer keine Kritik an Star Trek verträgt, sollte dieses Buch nicht lesen. Doch GeBorgte Identität ist ein interessanter Beitrag zur Gesellschaftskritik.
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17 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Neid auf den Erfolg anderer?, 17. April 2003
Rezension bezieht sich auf: GeBorgte Identität (Taschenbuch)
Ein Ausflug in die Abgründe, oh ja. Ein sehr sehr einseitig gehaltenes Buch. Allerdings wird der Klappentext dem Inhalt des Buches bei Weitem nicht gerecht. Das Buch selbst geht noch ein paar Schritte weiter und ist ein Schlag unter die Gürtellinie aller Star Trek-Fans.
Ich war wirklich erstaunt, was man so alles in Star Trek hineininterpretieren kann, wenn man nur will. In Punkto Antimeinungsmache steht dieses Buch in Nichts dem Buch von Alexandra Rainer "Gefährliche Planetengirls" hinterher, es wird ja auch oft genug daraus zitiert, wie auch oft genug das "böse Weibliche" erwähnt wird, das es zu vernichten gilt, aus Angst der Männer vor dem Verlust der eigenen Potenz als Begründung (daß rund 50% der Star Trek-Fans weiblich sind, so schreibt es die Autorin selbst, findet hier keine Berücksichtigung).
Ich wehre mich einfach dagegen, daß ich als Mann Star Trek nur deswegen ansehe, weil in TOS leichtbekleidete Frauen umhertanzen, weil in TNG der Ausschnitt von Troi so häufig zu sehen ist, weil in VOY Seven als "Barbie" mit entsprechender Oberweite auftritt und so weiter.
Mag sein, daß sich die Autorin mit Star Trek beschäftigt hat, aber offensichtlich nicht gut genug. Es sind nunmal keine Faser (gemeint sind die Phaser), die Überwacherrasse des Dominion heißt auch nicht Wortar (sondern Vorta) und Tom Paris wird auch nicht aus dem Rehabilitierungslager befreit (sondern auf Bewährung entlassen), um nur einige Beispiele zu nennen.
Das Buch ist sicher insofern interessant, um Argumente von (scheinbaren) Star Trek-Antifans kennenzulernen, zu mehr taugt es aber auch nicht.
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