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Gauner muss man Gauner nennen: Von der Sehnsucht nach verlässlichen Werten
 
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Gauner muss man Gauner nennen: Von der Sehnsucht nach verlässlichen Werten [Taschenbuch]

Ulrich Wickert
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 7 (Juli 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492252087
  • ISBN-13: 978-3492252089
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 38.935 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrich Wickert
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gauner muss man Gauner nennen, meint Ulrich Wickert, der schon mit seinem Buch Der Ehrliche ist der Dumme seinem Unmut darüber Luft verschafft hatte, dass moralische Werte im täglichen Miteinander nicht mehr allzu viel zählen. Über kleinere (und auch manche größere) Gaunerei, mokierte sich der Autor damals, sähen viele allzu gern großzügig hinweg, weil so etwas für das persönliche Wohlleben oder den beruflichen "Erfolg" hin und wieder halt nötig sei.

Gegen diese moralische Gleichgültigkeit setzt der Autor auch diesmal seine "Sehnsucht nach verlässlichen Werten" und diagnostiziert erfreut, dass er damit nicht mehr ganz allein ist: "Der Kult des Individuellen, die Egogesellschaft samt ihren spaßkulturellen Ausprägungen geraten mehr und mehr unter Druck." Als Ursache für die Rückbesinnung auf verlässliche Werte identifiziert er die von immer mehr Menschen angesichts kollabierender Sozialsysteme oder der wachsenden religiösen Fundamentalisierung in der globalisierten Welt tief empfundene Verunsicherung. Die Sehnsucht nach Verlässlichkeit und Geborgenheit bringe es dabei notwendig mit sich, so der Autor weiter, dass die Menschen sich auch nach so etwas wie Selbstbewusstsein sehnten. Denn nur wer wisse, wer er ist, und sich selbst annehme, könne "Verlässlichkeit finden und selbst verlässlich sein". Auch vor der Erörterung von Begriffen wie "Heimat" oder "Nation" scheut Wickert in diesem Zusammenhang nicht zurück und benennt auch moralische Defizite in der internationalen Politik, gegen die sich ebenfalls nur eine selbstbewusste Politik klar abgrenzen könne.

Bei all dem geht es dem Autor vor allem um seine "Vision" von einem "humanen Zusammenleben". Nur wer sich seiner selbst gewiss ist, kann auch gegen Widerstände einen klaren Standpunkt beziehen, kann einen Gauner auch einen Gauner nennen. Beim bloßen Benennen, das weiß auch Wickert, darf es freilich nicht bleiben: "Wer sich nach verlässlichen Werten sehnt", resümiert er am Ende des in der von ihm gewohnten Gefälligkeit geschriebenen Bandes, "muss letztlich über das bloße Benennen hinausgehen, er muss die Kraft und den Mut aufbringen, selber im Sinne der Gemeinschaft zu handeln". Um dieses Thema also, so darf gemutmaßt werden, wird sich Autor in seinem nächsten Buch noch ausführlicher kümmern… -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»Ulrich Wickert nimmt kein Blatt vor den Mund. Fordert Verantwortung, Solidarität, Respekt und Ehrlichkeit im Denken – und nennt die Namen einiger Gauner, die es zu ächten gelte.« Berliner Morgenpost • »Den Ruf nach verlässlichen und gelebten Werten illustriert Wickert mit plastischen Beispielen und macht das Buch zur kurzweiligen Lektüre.« Wiener Zeitung • »Mit diesem neuen Buch zeigt sich Wickert in Hochform.« Ostsee-Zeitung • »Wickert denkt über die Sinnsuche einer Gesellschaft nach, die unter sozialen Problemen, Globalisierung und religiösem Fundamentalismus leidet.« Frau im Spiegel

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Da ist er ja wieder! 14. April 2007
Von Insulaner
Format:Gebundene Ausgabe
Da ist er ja wieder! Ulrich Wickert  der einstige Mister Tagesthemen mit dem tröstlichen Lächeln, der mir wie kein anderer eine geruuuhsame Nacht gewünscht hat  trotz aller globalen Katastrophen. Er geht mir wirklich ab, doch, wie gesagt, er ist ja wieder/immer noch da.

In seinem neuen Buch geht es wieder um Werte. Was ist uns eigentlich wichtig? Wer sich nun der Meinung anschließt, die ewige Diskussion um die so arg abstrakten Werte sei abgefrühstückt und praxisfern, irrt: wer sich in unserer heutigen Gesellschaft nicht immer und immer wieder bemüht, sich die Fundamente des humanum, Grundstock jeder staatlichen und sozialen Gemeinschaft, vor Augen zu führen  Gerechtigkeit, Identität, Würde und Achtung des anderen, Toleranz  läuft Gefahr, sich vom Wohlstand sättigen zu lassen. Wer sich nicht mehr nach verlässlichen Werten sehnt, sollte sich Gedanken machen! Denn wie ein gerechtes Miteinander gestalten? Wir gehen viel zu leichtfertig mit unseren Werten um. Wie leicht kommen sie abhanden. Historische Beispiele dafür gibt es zuhauf, müßig, die menschlichen Versäumnisse in Gegenwart und Vergangenheit aufzuzählen. Und dabei wirkt Wickert nicht so moralinsauer wie der Kollege Hahne. Wickert ist ein Mann von Welt, man merkt seinem Stil seine Erfahrungen im Ausland an. Ohne ins Plaudern oder gar ins Labern zu kommen, schreibt er leichtfüßig, mit witzigen Beispielen und kleinen Geschichten. Motto: Ernsthaft, aber nicht langweilig. Großes Thema in seinem Buch ist die Einwanderungsgesellschaft, wobei Wickert bei seiner Diskussion über die Identität der Deutschen nicht ungemütlich konservativ wird. Und es tut auch gut, dass mal einer sagt, dass man Gauner ruhig Gauner nennen darf. Denn nichts ist bedrückender, als die Scheu, Kritik zu üben, die Angst, anzuecken. Und nichts ist freier, willensfreier, als als Mitglied einer Demokratie selbstbewusst auftreten zu können. Wickerts Buch macht Mut, denn schließlich wollen wir alle nicht enden wie Kafkas Herr K.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sinas
Format:Audio CD
Hallo

Sehr gut gesprochen, sehr gute Stimmmodulation.
Keine nervige Stimme, wie ich es schon bei anderen Vorlesbüchern" erlebte.

Obwohl ja eher ein sachliches Thema, sehr spannend und anregend. Und aktueller denn je.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wertesystem im Wandel 9. August 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wirklich sehr gutes Buch ueber Hintergruende und Vision eines Deutschlands im Wertewandel.

Ich verstehe Leute nicht, die eine schlechte Rezension abgeben, nur weil Sie vom Titel etwas anderes erwartet haben. Wer die Zusammenfassung liesst, weiss dass hier keiner an den Pranger gestellt wird, sondern Anregungen gegeben werden, wie sich ein Deutschland fuer einen positiven Fortbestand wandeln kann. Das ganze faengt bei der Erziehung der Kinder an, die heute keine verlaesslichen Werte mehr auf den Weg bekommen, weder von den Eltern noch von den Bildungseinrichtungen. Dies ist fuer mich einer der wichtigsten Punkte fuer die Gesellschaft. Und das gilt nicht nur fuer Deutschland.

Das Buch bringt sehr gut die Zusammenhaenge auf den Tisch, wie wir zu der heutigen "wertelosen" Gesellschaft heranwachsen konnten. Zeigt Beispiele aus anderen Laender (auf Grund der Historie von Wickert, oft als Konterpart Frankreich), geschichtliche Wurzeln, Herausforderungen durch die wirtschaftliche Umverteilung in der Welt, Herausforderungen fuer Deutschland als Einwanderungsland.

Wer dem Buch offen gegenuebersteht und Ideen aufnimmt und umsetzt, kann unsere Gesellschaft weiter zum Positiven veraendern. Deutschland wird immer staerker ein Land in den sich die meisten nur noch als Opfer sehen (was einen Schuldigen impliziert) und nichtstuend wehklagen, statt selber den Besen in die Hand zu nehmen. Es liegt nicht nur an einzelnen Personen, Politikern, Schulen, etc, die heute ein Jedermann gerne anklagt, sondern an der Gesellschaft - dass heisst an uns selber - neue Wege zu gehen und alte Mauern einzureissen. Ich freue mich ueber jeden der seinen Teil dazu beitraegt.

Einen Stern habe ich dem Buch weniger gegeben, da ich die Wiederholungen zu den Wurzeln des Nationalsozialismus schon etwas ermuedend fand. Klar es gehoert zu unserer Geschichte, aber ich habe hier eventuell schon einen groesseren Abstand, da ich zu einer anderen Generation gehoere.
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Ein muss für alle
Dieses Buch sollte von allen, aber allen voran von unseren Politikern und Wirtschaftsbossen gelesen werden. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von K. Bestler veröffentlicht
Buch von Ulrich Wickert - Gauner muss man Gauner nennen
Gauner muss man Gauner nennen: Von der Sehnsucht nach verlässlichen Werten

Ich habe mir das Buch etwas anders vorgestellt, etwa etwas humorvoller geschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Inge Hendel veröffentlicht
Klartext!
Beneidenswert! Ulrich Wickert kann es sich erlauben, ein Buch gegen den Mainstream zu schreiben. Man liest erfrischenden Klartext, Wickert stellt Zusammenhänge her, formuliert... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Januar 2010 von Lesefreund
Deutschuntericht ab der 7. Klasse empfehlenswert
Ich bin 1937 geboren. Habe schlechte u. gute Zeiten erlebt.
Dieses Buch wäre 1950 genauso aktuell gewesen, wie heute.heute mehr
denn je. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Mai 2009 von Hans Motz
immer wieder interessant
es ist doch immer wieder interessant wie der "Normalbürger" und Steuerzahler verschaukelt wird. Auch wenn einiges schon bekannt ist, was Wickert uns hier beschreibt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. März 2009 von trollinger
Ein erster Blick hinter die Kulissen - von einem Nutznießer
Als Arzt muß ich mich deshalb mit der Sehnsucht aller Menschen nach verläßlichen Werten beschäftigen, weil dies ein wichtiger Teil jeder Therapie ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. August 2008 von Dr. Roman Machens
Geld ist nicht alles
Ulrich Wickert hebt den Zeigefinger und das zu recht.
Kurz: Geld ist nicht alles, und doch dreht es sich (immer mehr) darum. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juli 2008 von Reiner Schindler
Falscher Buchtitel
Der Titel des Buches macht neugierig. Vor allem dann, wenn das Buch von Ulrich Wickert geschrieben wurde denn dann kann man davon ausgehen, dass der Inhalt des Buches "Hand und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juli 2008 von The
Substanzarm und oberflächlich
Dieses Buch kann man sich sparen. Da reicht es, wenn man am Ende eines jeden Jahres einen Kalender von der Apotheke oder Bank geschenkt bekommt, der mit Allerweltsweisheiten und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2008 von F. Hansen
Ganz schön oberflächlich.
Ullrich Wickert verteht es die Welt zu beschreiben, genauso, wie man es von einem Journalisten erwartet. Er bemängelt die fehlenden Werte in der Gesellschaft - Oben wie Unten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. August 2007 von Matthias Aschenbach
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