Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Auf gewohnt hohem Niveau, 30. Januar 2004
Der Gault-Millau-Weinführer Deutschland ist mittlerweile das Referenzwerk für deutsche Tropfen. Das hat seinen Grund nicht nur in der Tradition, die das jährlich neu aufgelegte Buch bereits hat. Es liegt auch an der fachlichen Kompetenz der Autoren: Man fällt eigentlich nicht rein, wenn man ihren Tipps für gute Produzenten und Weine folgt. Der Führer ist schön gegliedert in regionale Kapitel, die mit einer Einleitung versehen sind. Kapiteln Die einzelnen Winzer werden alphabetisch aufgeführt, versehen mit einer Betriebsbewertung von 1 bis 5 Weintrauben und ausgesuchten Weinen des letzten oder vorletzten Jahrgangs. Jedem Winzer widmen die Autoren ingesamt meist eine Seite; bei herausragenden Betrieben können es auch mal zwei sein. Die "zweite Garde", die es (noch) nicht in die Bestenliste geschafft hat, wird auch nicht vergessen und am Ende der jeweiligen Kapitel abgehandelt. Das Buch enthält zudem eine Hitliste der besten deutschen Weine des Jahrgangs, geordnet nach Rebsorte, sowie besondere Auszeichnungen für einzelne Winzer ("Winzer des Jahres", "Aufsteiger des Jahres"). All wunderbar also? Nicht ganz. Es fehlt eine Beschreibung der verkosteten Weine, stattdessen werden nur Noten verteilt (auf der Parker-Skala von maximal 100 Punkten) für die 5 bis 15 besten Weine der Kollektion eines Winzers. Wer den Führer regelmäßig kauft, dem fällt auch auf, dass die Betriebsbeschreibungen bis auf ein, zwei Absätze jedes Jahr gleich sind; auch hier würde sich mancher Leser freuen, mal etwas Neues von einem Winzer zu erfahren. Schließlich haben die Autoren für meinen Geschmack zu sehr die Tendenz, sich bevorzugt mit den (zugegebenermaßen leckeren) edelsüßen Auslesen, Beerenauslesen, Eisweinen und Trockenbeerenauslesen zu beschäftigen, die meist bei 50 Euro pro Flasche und mehr angesiedelt sind und in kleinen Mengen produziert werden. Viele interessante andere Weine eines Winzers werden deswegen oft gar nicht gelistet, obwohl sie es verdient hätten und ein breiteres Publikum ansprechen. Vielleicht wäre es möglich, dem Weinguide 2005 ein paar Seiten mehr zu verpassen, damit Platz ist für Degustationsnotizen und mehr Weine. Alles in allem: Wer den deutschen Wein (wieder-) entdecken möchte, dem sei der Gault-Millau-Führer wärmstens empfohlen!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Klassiker, 4. Dezember 2003
Alle Jahre wieder und jedes Jahr ein kleines bisschen besser und zuverlässiger. Ob die acht Weingüter, die mit fünf Trauben ausgezeichnet sind, nun wirklich die deutsche Weltklasse repräsentieren oder doch nicht, darüber liesse sich sicher trefflich streiten. Ich persönlich halte die Hälfte davon für überflüssig und sehe vier andere an ihrer Stelle. Aber da sich diese alle im zweiten Glied der exzellenten Betriebe mit vier Trauben befinden, mag ich nicht hadern und buche dies unter "man kann es auch so sehen". Wichtiger ist die weitgehende Vollständigkeit. Kaum ein nennenswerter Betrieb fehlt. Der eine oder andere Erzeuger muss ein bisschen (zu)lange schmoren, bis ihm der Traubenlorbeer zuteil wird, aber eine gewisse konservative Haltung hat einem solchen Guide andererseits noch nie geschadet.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jedes Jahr aufs Neue ein Muss für Weinliebhaber! , 21. März 2008
Auf die neueste Ausgabe des Gault Millau "Wein Guide Deutschland" freue ich mich jedes Jahr aufs Neue. In meinen Augen ist er ein Muss für jeden kultivierten Weintrinker, weil man sich auf die Beschreibungen der Weine in der Regel verlassen kann und bei Wein-Bestellungen selten böse Überraschungen erlebt. Die besten 855 Weinerzeuger des Landes werden vorgestellt und 6.569 Weine, die vorab verkostet wurden, werden hier bewertet.
Armin Diel und Joel Brian Payne sind die Hauptautoren dieses Weinführers. Über ihre Vita liest man gleich zu Beginn Essentielles.
Anschließend erfährt man, wer vom WeinGuide zum Winzer des Jahres gekürt worden ist. Diesmal ist es Bernhard Huber vom Weingut Bernhard Huber in Malterdingen , Baden.
Man erfährt, dass er die deutsche Rotweinrevolution stark inspiriert hat und seinen Vorbildern aus Burgund seit Jahren schon gerecht wird, diese nicht selten sogar übertroffen hat.
Aufsteiger des Jahres sind Frank und Marc Adeneuer vom Weingut J.J. Adeneuer - Ahrweiler, Ahr . Auch Sie gingen mit delikaten Spätburgundern auf die Überholspur. (Ich teste jährlich auf der VDP - Weinverkostung in Bad Kreuznach deren Weine und finde übrigens schon seit langem, dass sie Meyer - Näkel durchaus das Wasser reichen können).
Die Entdeckung des Jahres ist Michael Trenz, vom Weingut Trenz in Geisenheim-Johannisberg, Rheingau. Gutsverwalter des Jahres ist Karl-Heinz Rebitzer vom Fürstlich Castelschen Domänenamt, Castell Franken. Stephane Thuriot vom Hotel -Restaurant Königshof , München, ein charmanter Franzose von der Loire, wurde zum Sommelier des Jahres gekürt . Die interessanteste Weinkarte des Jahres besitzt Josef Laufer vom Hotel -Restaurant Zum Krug, Eltville- Hattenheim. Übrigens, ein sehr schönes Lokal, das sich nicht nur der Weinkarte wegen aufzusuchen lohnt.
Die Stars der deutschen Weinszene lernt man dann in der Folge fotographisch kennen. Anschließend wird der Leser über die dreizehn Anbaugebiete in Deutschland und die wichtigsten Rebsorten aufgeklärt.
Man erfährt ausführlich, wie man den WeinGuide lesen soll.
Die Klassifizierung der Erzeuger, die Benotung der Weine und die Auflistung der besten Weingüter , auch die Sieger des Jahres werden dem Leser gut nachvollziehbar präsentiert, die Lieblingssekte und Siegersekte der Vorjahre genannt, Siegerweine und die Spitzenreiter im Rotwein- und Weißweinbereich ( nach Traubensorten differenziert) sind aufgelistet, auch auf Schnäppchen wird im Vorfeld hingewiesen.
Es folgt der WeinGuide. Hier erfährt man alles Wesentliche über die Regionen, die Erzeuger und ihre Weine.
Man erhält jeweils die Anschrift des einzelnen Weingutes, eine kurze Erklärung, wie man zum Weingut hingelangt, erfährt die Verkaufszeiten, die Historie und wird auf Sehenswertes hingewiesen. Rebfläche, Jahresproduktion, beste Lagen, Rebsorten, Durchschnittsertrag sind für den Leser kein Geheimnis mehr. Auch erfährt man, wie die besten Weine eines Weingutes schmecken und was man dafür bezahlen muss.
In kleinen Aufsätzen liest man Wissenswertes über die einzelnen Weinregionen im beschriebenen Jahr , mit Kopfzeilen, wie etwa Sachsen: Duett an der Spitze ( Schloss Proschwitz und Zimmerling stehen ungefährdet vorne) oder aber Mosel: Das Auslese-Jahr ( Oliver Haag in Brauneberg stellt eine fantastische Kollektion vor).
Für mich ist es immer wieder interessant die Bücher der unterschiedlichen Jahre textlich zu vergleichen, die Beurteilungen zu studieren, Weine zu ordern und zu testen, ob die Aussagen stimmen. Erfreulicherweise treffen sie tatsächlich meistens zu.
Deshalb auch liebe ich den Gaullt Millau WeinGuide, den ich bei Ausflügen in Deutschlands pittoreske Weingegenden immer bei mir trage und dies bislang noch nie bereut habe.
Sehr empfehlenswert!
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