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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
"Gastmahl ..." - leider kein (literarischer) Leckerbissen, 3. März 2003
Nach "Schäbels Frau", "Polski Blues" (superklasse!) u.a. schmeckte mir das "Gastmahl auf Gomera" nicht besondes... Ich habe über zwei Sterne nachgedacht, dann aber drei gegeben. Ersters wäre vielleicht etwas zu arg gegeizt, ich fand aber Janoschs Buch für den *Roman seines Lebens* nicht gehaltvoll genug und leider auch etwas langweilig... Zwei geniale Stellen gab es jedoch mindestens: "Nichts ist so dämlich wie ein weiches Sofa in einer überheizten Wohnung mit geregelten Eltern." und "... befrage nie einen Maler über Kunst oder Malerei, er weiß darüber soviel wie ein Vogel über Ornithologie." ;-) Humor und Selbstironie wirkten meist fade, etwas Überheblichkeit - oder ist es Müdigkeit? - taucht auf und wieder ab. Das Gastmahl wird im Prolog als veritabel bezeichnet (finde ich nicht...) und das Buch wird im Klappentext für Insel- und Gomerabesucher (-auswanderer) nachdrücklich empfohlen (Naturbeschreibungen etc.?), was ich leider auch nicht ganz nachvollziehen kann, schade. Dennoch einen (!) Rotwein auf Janoschs Wohl!
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
anders, amateurhaft und ehrlich, 6. September 2001
Von Ein Kunde
Ich wurde durch Zufall auf dieses Buch aufmerksam, auch eher durch den Autorennamen, wofür Janosch mich jetzt ein bißchen hassen würde. Dass alle wahren Lebenskünstler Versager sind, oder alle wahren Versager Lebenskünstler sein müssen, lernt man in diesem Buch. Es ist Janoschs Geschichte auf so selbstironische, resignierte und auch liebevoll-amateurhafte Weise, dass man beim Lesen teilweise laut loslachen muss und manchmal auch ganz schön nachdenklich und traurig wird..... Es ist ein Buch, das mich lehrte, Selbstkritik zu üben, und dass Janosch ein einzigartiger Autor ist, doch nichts, schon gar nicht er, in irgeneiner Weise, absolut ist. Und es ist ein verschobener Urlaubsroman über eher zufällig zusammengetroffene Menschen, die im Grunde nichts gemeinsam haben und..... lesen Sie's doch einfach selber! "....Ich nahm mir vor, zu lügen. Interviews müssen dazu genutzt werden, sich zu verbergen. Wer einen Autor kennen will, soll seine Bücher lesen. Denn darin kann der Autor, so sehr er sich auch bemühen mag, nichts verbergen; nur der Leser kann blind und taub sein."(Janosch, Gastmahl auf Gomera)
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3.0 von 5 Sternen
Enttäuschend, 6. Januar 2012
Janosch wird in seinem Domizil auf Teneriffa von dem (fiktiven) Journalisten Skral kontaktiert. Dieser soll im Auftrag von Janoschs Verlags eine Biographie über ihn verfassen. Eigentlich jedem Personenkult abgeneigt, stimmt Janosch schließlich zu und fährt mit Skral auf die Nachbarinsel Gomera, wo er sich mit diesem über sein Leben unterhält und mit zufälligen Weggefährten ein Gastmahl feiert. Die kurze Erzählung liest sich leicht und auch stellenweise unterhaltsam, krankt jedoch daran, dass nie wirklich klar wird, was Janosch mit diesem Buch erreichen möchte. Ist es eine Satire auf Biographien, wozu durchaus der Beginn des Buches passen würde? Dem widerspricht aber der Buchrücken, der vom "Roman seines Lebens" spricht. - Ist es reine Selbstironie? Dies trifft wohl am ehesten zu, doch fällt es schwer, diesen Ansatz mit Passagen aus Janoschs schwerer Kindheit in Einklang zu bringen. - Ist es eine tatsächliche Autobiographie, wie ich es mir erhofft hatte? Dies am allerwenigsten, denn Janosch baut in die Geschichte zwar immer mal wieder kurze Anspielungen auf seine Vergangenheit ein. Diese sind jedoch nicht chronologisch geordnet und ergeben kein Gesamtbild. Außerdem bleibt aufgrund des ironischen Untertons unklar, wieviel von diesen Passagen der Wahrheit entspricht. Neben diesen Unstimmigkeiten bleibt leider auch zu bemängeln, dass die Selbstironie immer wieder auf die gleichen Themen hinausläuft (Misserfolg bei Frauen; fehlendes Talent als Maler) und sehr schnell nur noch fade wirkt. Auch das Gastmahl an sich gestaltet sich langweilig, seine Teilnehmer bleiben farblos. So bleibt ein leicht lesbares Büchlein, das einen kleinen Einblick in Janoschs Vergangenheit und Charakter liefert - so es denn nicht komplett der Ironie und Phantasie des Autors entsprungen ist.
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