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Zu Gast bei Monet: Der große Impressionist als Gourmet 180 Originalrezepte
 
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Zu Gast bei Monet: Der große Impressionist als Gourmet 180 Originalrezepte [Gebundene Ausgabe]

Claire Joyes , JeanBernard Naudin , Ingrid Ickler
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Edition Styria; Auflage: 1., Erstauflage (30. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3990110187
  • ISBN-13: 978-3990110188
  • Größe und/oder Gewicht: 27,7 x 21,5 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 313.211 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Claire Joyes gibt in diesem Buch Einblick in die private Welt des Malers und präsentiert 180 Lieblingsrezepte Monets aus seinen sechs Carnets de cuisine, die noch heute in Familienbesitz sind. Diese kulinarische Biografie ist weit mehr als (auch) ein Kochbuch. Sie lenkt den Blick auf die sinnenfrohen Facetten eines Künstlerlebens. Der Leser lernt die vielfältigen Tafelgenüsse der Familie kennen. In dem berühmten gelben Salon seines Hauses und in dem Garten mit den Seerosenteichen bewirteten die Monets unzählige Gäste mit ihrer gutbürgerlichen Küche. Derlei Mahlzeiten im Kreise der Familie oder mit Freunden nahmen im Laufe der Jahre die Form eines festgefügten Rituals an. Ein Buch der besonderen Art, das nicht nur denjenigen Vergnügen bereiten wird, die Monet als Maler lieben. Auch diejenigen, die sich für kulinarische Dokumente begeistern, werden an diesem Buch große Freude haben.

Über den Autor

Claire Joyes ist die Ehefrau des Urenkels von Monets zweiter Frau Alice.Jean-Bernard Naudin, geboren 1935, arbeitet für verschiedene Lifestyle-Magazine. Er lebt in Paris.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sinnliche Reise 26. November 2010
Eine wundervolle Reise durch einen wundervollen Garten, der nicht nur Künstler-Garten, sondern auch Genuss-Garten war.
Edition, Ausstattung und Bebilderung sind excellent, der Begleittext (aufgeteilt in einen allgemeinen Teil und einen Rezeptteil) ist nicht nur liebevoll gestaltet, sondern auch überaus lesenswert.
Monet ist mein Lieblingsmaler, und in diesem Buch konnte ich noch eine ganz andere Seite von ihm kennenlernen. Ein herausragendes Table-Book und ein ausgesuchtes Geschenk für alle, die die Themen Garten, Kunst und (Ess-)Kultur lieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Dieses beeindruckende Buch widmet sich dem Impressionisten Claude Monet einmal von einer ganz anderen Seite. Obwohl etliche seiner in seinem Haus und Garten in Giverny entstandenen Bilder abgedruckt sind, geht es in dem Buch von Claire Joyes nicht um den Maler Monet, sondern um den Gourmet, der er zeit seines Lebens war.

Insgesamt 180 Originalrezepte aus seinem von Claire Joyes entdeckten Rezeptbuch sind hier in einer überarbeiteten Version abgedruckt und warten auf die Umsetzung durch jene Hobbyköche, die dieses Buch kaufen oder geschenkt bekommen.

Denn das farbenprächtige Buch lässt einem beim Betrachten förmlich das Wasser im Mund zusammenlaufen und eignet sich ganz hervorragend als Geschenk sowohl für Kunstfreunde als auch für Gourmets.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Dieses Buch ist dem Maler Claude Oscar Monet (1840- 1926) gewidmet. Es beschäftigt sich allerdings nicht mit seiner Malerei, sondern primär mit seinen kulinarischen Vorlieben und seinem Leben in seinem Haus und in seinem zauberhaften Garten in Giverny.

Der bedeutende französische Maler, der einst dem Impressionismus zum Durchbruch verhalf, überlebte diesen um eine ganze Generation. Gemeinsam mit seiner zweiten Frau,- Madame Hoschedé war in erster Ehe mit einem Kunstmäzen verehelicht- gestaltete er sein Anwesen in Giverny zu jenem traumhaften Refugium, das man im Buch aufgrund vieler imposanter Fotos bewundern kann. Wer die Bilder des Malers kennt, weiß, dass viele davon in seinem Garten entstanden sind und freut sich dieses kleine Paradies im Hier und Heute mit den künstlerischen Eindrücken Monets vergleichen zu können. Die Wohnideen der Eheleute waren geprägt von einem einfachen und natürlichen Lebensstil. Die Monets lebten auf dem Lande, aber sie waren - wohlgemerkt- nicht provinziell.

Monet schätzte, wie die meisten Franzosen sehr gutes Essen, allerdings kochte er im Gegensatz zu anderen Künstlern nicht selbst. Viele Rezepte, die in der Küche des Hauses zubereitet wurden, hatte das Ehepaar von Restaurantbesuchen mitgebracht oder von Freunden, zumeist Schriftstellern, Sammlern, Malern und Schauspielern empfohlen bekommen.(vgl.:S.18)

Das Personal "werkelte" in der Küche und im Garten und sorgte dafür, dass die "Herrschaft" zufriedengestellt wurde. In Giverny gab es einen Gemüsegarten, auch einen Geflügelhof. Diese Gegebenheiten wirkten sich natürlich sehr positiv auf die kulinarische Bandbreite der Speisen aus, die täglich frisch zubereitet wurden.

Der Maler soll von seinen Reisen nicht selten Samen und Pflanzen mitgebracht und sich sogar mit der Zucht empfindlicher Pflanzen versucht haben. Er besaß Gartenkataloge und agierte mit Glashauben, um empfindliche Pflanzen über den Winter zu bringen.(vgl.: S. 46)

Interessant ist es über die häuslichen Pflichten seiner Gattin - sie hieß übrigens Alice- nachzulesen. Zu diesen Pflichten gehörte auch die Überwachung des Vorratsschrankes. Nicht alle Zutaten zu den Gourmetspeisen wurden in Giverny hergestellt. Tee, Gewürze und auch das Olivenöl bezog man von einem Pariser Händler.

Man legte Wert auf gutes Porzellan sowie auf einen schön gedeckten Tisch und achtete auf stilistische Besonderheiten. Daneben gab es auch Eigenwilligkeiten, die Tafelbeobachtern nicht entgangen sind und das waren Monets kulinarische Vorlieben. Über diese berichtet die Autorin kurzweilig. Der Künstler schätzte, so liest man weiter, gute Weine und reichte nach dem Essen selbstgebrannten Pflaumenschnaps in aus Norwegen mitgebrachten runden Gläschen.(vgl.:S. 60).

Picknicks und Festessen der Monets werden thematisiert. Dieses Kapitel wird von schönen Gartenfotos und auch zwei Gemäldeablichtungen begleitet. Die beiden Bilder habe ich vor 2 Jahren im Musée d Orsay in Paris im Original bewundert. Die Farben kommen auf den Ablichtungen recht gut zur Geltung, obschon das Weiß bei dem Gemälde "Frühstück im Freien" im Original noch einen Touch strahlender ist.

Die Gäste, so erfährt man, wurden in Giverny von einem Blütenmeer erwartet."Das Haus war von wildem Wein und Kletterrosen überwuchert und im Garten lösten sich je nach Jahreszeit farblich genau aufeinander abgestimmte Blumenrabatten ab: vom durch weiße und rosa Farbtupfer abgemilderten Feuerrot des Frühjahrs bis zu den sanften Farben des Herbstes."(Zitat: S.100)

Empfangen wurden im Refugium u.a. alte Malerfreunde, wie etwa Renoir, Sisley, Pissaro und Cèzanne, aber auch ausgewählte Künster der amerikanischen Kolonie, die Künstlerin Berthe Morisot und Edgar Degas, sowie ungezählte Künstlerpersönlichkeiten mehr. Sie alle wurden mit vorzüglichen Speisen bewirtet, deren Rezeptur man im 2. Teil des Buches nachlesen kann. 180 Originalrezepte warten darauf, neugierig in Augenschein genommen zu werden. Der Rezeptaufbau unterscheidet sich von heutiger Rezeptgestaltung ein wenig, weil zumeist die Zutaten nicht gesondert aufgelistet sind. Dennoch kann man die Speisen problemlos nachkochen, sofern man etwas Ahnung vom Kochen hat.

Untergliedert sind die Rezepte in: Suppen und Eintöpfe, Eiergerichte, Saucen, Vorspeisen, Geflügel, Fleisch, Wild, Fischgerichte, Nachspeisen, Kuchen zum Tee, Konfitüren und Konserven. Im Vergleich mit alten Rezeptbüchern aus Deutschland kann man festhalten, dass bei den Monets weitaus neuzeitlicher, feiner und eleganter gekocht wurde. Monet war ein moderner Gourmet. Eindeutig. Die 180 Rezepte lassen keinen anderen Schluss zu.

Am Wochenende werde ich die "Muscheln in Kräutersud" nach dem im Buch enthaltenen Rezept zubereiten. Ich gebe das Rezept hier wieder, damit Sie einen Eindruck haben, was Sie im Rezeptteil erwartet:

"Moules au Vert- Muschel in Kräutersud"

Die Muscheln gut reinigen und mit stets frischem Wasser mehrmals waschen. Grob gehackte Zwiebeln und Staudensellerie in einer Kasserolle in Butter anschwitzen. Pfefferkörner, Salz und Muscheln dazugeben. Bei starker Hitze kochen, dabei mehrmals umrühren. Sobald die Muscheln gar sind, durch ein Sieb schütten, den Sud auffangen. Kerbel, ein wenig Sauerampfer, Petersilie und Estragon fein hacken, in Butter anschwitzen, mit Kochflüssigkeit und Weißwein auffüllen. Die Sauce zum Kochen bringen, mit Stärkemehl binden und die Muscheln darin erhitzen. Soll es feiner zugehen, die Muscheln nach dem Garen aus den Schalen lösen."

Das Stärkemehl werde ich weglassen und stattdessen einen Teelöffel eiskalter Butter dazugeben. Das sorgt auch für Bindung, schmeckt aber noch besser.

Die vielen schönen Fotos im Buch wurden von Jean-Bernard Naudin realisiert. Die Originalrezepte betreute der französische Dreisternekoch Joel Robuchon, für die Texte zeichnet Claire Joyes, die Frau eines Urenkels von Alice Hoschedé. Die alten Fotos wurden aus dem Familienbesitz beigesteuert. Die Speisen wurden so originalgetreu wie nur möglich zubereitet und auch präsentiert.

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