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Der Gartenkünstler: Ein Fürst-Pückler-Roman
 
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Der Gartenkünstler: Ein Fürst-Pückler-Roman [Gebundene Ausgabe]

Ralf Günther
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: List Hardcover (2. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471350241
  • ISBN-13: 978-3471350249
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 417.666 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ralf Günther
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Günther lässt den Fürsten als Ich-Erzähler auftreten, und dabei gelingt es ihm, den Ton und die romantisch-ironische Geisteshaltung des Originals zu treffen.« FAZ, 28.09.10 »Wunderbar harmoniert die Sprache mit jener Zeit. Elegant, blumig, wirkt sie aber nie lächerlich.« Ostthüringer Zeitung, Christiane Kneisel, 08.05.10 »Amüsant, elegant und teils beißend ironisch« Rheinische Post, Heike Strate, 27.05.10

Kurzbeschreibung

Im Jahr 1826 steht der geniale Gartenarchitekt Hermann Fürst Pückler finanziell am Abgrund. Gemeinsam mit seiner geliebten Frau Lucie beschließt er, sich scheiden zu lassen und nach England zu reisen. Dort, im Land des wohlhabenden Adels, will er eine neue Gattin mit üppiger Mitgift suchen. Doch das Unternehmen steht unter keinem guten Stern. Die erste Dame, die dem Fürsten Hoffnungen macht, wird bei einem Pferderennen ermordet, die zweite – eine Theaterbekanntschaft – stirbt ebenfalls einen gewaltsamen Tod. Ist jede Frau, die sich mit Fürst Pückler einlässt, in Lebensgefahr?

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Geschichte mal ein bisschen anders, 1. April 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Gartenkünstler: Ein Fürst-Pückler-Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Gartenkünstler von Ralf Günther ist ein unterhaltsamer historischer Roman, der alles mal ein bisschen anders macht als die üblichen historischen Romane.

Kurz zum Inhalt: Hermann Fürst Pückler, der für seine zauberhaften Parkanlagen bekannt ist, geht das Geld aus. Zusammen mit seiner Herzensdame Lucie ersinnt er einen Plan um an Geld zu kommen. Pückler, schon immer als Frauenschwarm bekannt, soll sich auf nach England machen, um dort eine heiratswillige, gut betuchte Dame zu finden. Und mit ihr und somit einer Menge Geld nach Muskau zurückzukehren, um seine Parkpläne endlich zur Vollendung zu bringen.

Was er nicht einkalkuliert ist, dass sein Ruf ihm vorauseilt, und alle in Frage kommenden Mädchen gut unter Verschluss gehalten werden.

Gesagt getan, und so beginnt ein spannendes Abenteuer im England des 19. Jahrhunderts. Zu allem Überfluss scheint seine Reise unter keinem guten Stern zu stehen, kaum kommt Pückler in England an, liegt schon die erste Frau tot im Hafenbecken, und es soll nicht die einzige bleiben..

Verpackt ist diese spannende Geschichte in die Gegenwart, in der der Ich-Erzäler bei Nachforschungen zu Fürst Pückler auf diesen höchstpersönlich trifft, der ihn dann zu den vergrabenen Originalbriefen führt, die bis dato noch völlig unbekannt waren. Die Briefe werden gefunden, und der Ich-Erzähler macht sich sogleich daran, Pücklers wahre Geschichte aufzuschreiben, natürlich originalgetreu in Briefform.

Ralf Günther scheint die ganze Zeit mit einem Augenzwinkern zu schreiben. Die Geschichte nimmt sich selbst nicht ganz ernst, und das macht das Buch zu einem Lesevergnügen der etwas anderen Art.

Der Leser erfährt nach und nach, was Fürst Pückler auf seiner Reise wiederfährt, aber auch, was seine geliebte Lucie zuhause für ein Leben führt.

Dazu kommen noch viele bekannte Namen, wie zum Beispiel Holmes, der Pücklers Privatdiener im fernen Engnd wird, und nur Karos trägt und Pfeife raucht, oder auch Charles Dickens, der als frecher Zeitungsjournalist Pückler um den Verstand bringt.

Die Sprache des Romans ist einfach, aber trotzdem im Stande, den Leser den Qualm im England der neu entdeckten Dampfmaschine zu riechen, und den dicken Londoner Nebel zu sehen.

In den Briefen Pücklers und seiner Schnucke, ist die Sprache an die Zeit des 19. Jahrhunderts angepasst, was den Roman authentisch wirken lässt.

Von mir also 4 Sterne, für ein gut gemachtes Buch, dass versucht Geschichte mal etwas anders rüberzubringen, was auch gelingt. Ein bisschen kürzer hätte dem Roman aber nicht schlecht getan, sodass im letzten Drittel die Spannung etwas abnahm, und vieles wiederholt wurde.

Trotzdem würde ich auch weitere Bücher von Ralf Günther lesen, denn es war ein erfrischendes Buch, in einer Zeit von zahllosen Mittelalterromanen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Heirate nie des Geldes wegen, du leihst es billiger!, 24. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Gartenkünstler: Ein Fürst-Pückler-Roman (Gebundene Ausgabe)
Ob dieses schottische Sprichwort dem Fürsten Pückler bekannt war, als er seine Reise zur Wiedervermählung und damit Geldbeschaffung nach England unternahm, ist nicht bekannt. Nach seinem Scheitern dürfte es ihm jedoch ins Bewusstsein gelangt sein.

Viel ist bereits über seine schillernde Persönlichkeit verfasst worden, um nur auf den hervorragenden Lebensroman von Heinz Ohff "Der grüne Fürst" hinzuweisen. Auch seine eigenen Briefe sind ein wahres Lesevergnügen. Kann dies alles noch um einen Lesegenuss erweitert werden?

Es kann. Dem Autoren Ralf Günther ist ein fantasievoller Wurf gelungen. Wüsste der Leser nicht, dass die Begebenheiten teilweise erfunden sind, könnte er sie durchaus alle für wahr halten. Die akribische Recherche, die in jedem Satz zu spüren ist, vermittelt eine Authentizität, die nur durch die Konstruktion der Begegnung von Sherlock Holmes und Hermann Pückler wieder ins gerade Licht gerückt wird.

Erzählt werden die Ereignisse anlässlich Pücklers zweiter Englandreise, die ausschließlich dem Zweck diente, seine leeren Kassen zu füllen. In Absprache mit seiner geliebten Frau Lucie hatten sich beide zuvor scheiden lassen, um den Weg zur neuen Mitgift zu ermöglichen. Wie in den Originalbriefen nachzulesen ist, erfuhr der Fürst eine wahre Achterbahnfahrt, nicht nur der Gefühle, sondern auch der Behandlung durch die englische Society. Begegnungen mit Rothschild, Dickens und dem König werden vom Autoren in leichter Abwandlung geschickt in den eigenen Plot eingewoben. Die Liebschaft mit der berühmten Sängerin Henriette Sontag und die einseitige Verehrung der Nichte Napoleons, Laetitia Wyse, sind exemplarisch für seine emotionalen Verstrickungen ausgewählt worden.

Als Stilmittel verwendet der Autor fiktionale Briefe des Fürsten an seine Lucie, die zu Hause ebenfalls nicht untätig bleibt und sich in einen Pfarrerssohn verliebt. Diese kommt auch zu Wort und kommentiert als Empfängerin der Briefe das Geschehen. Der Sprachstil ist so gut getroffen, dass die Fiktion nicht ersichtlich ist und nur beim genauen Nachsehen sichtbar wird. Aber wer will das schon so genau wissen! Die humorvolle und stilechte Schilderung des "Prince Pickle", der keiner Blamage entgeht und auch noch für einen Mörder gehalten wird, ist ein grandioses Lesevergnügen. Um mit Ralf Günther zu sprechen "Soll er doch ewig leben, der alte Kauz!"
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die wahre Geschichte über Fürst Pücklers Englandreise, 2. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Gartenkünstler: Ein Fürst-Pückler-Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein sowohl hinsichtlich seiner Handlung als auch der Sprache ungewöhnliches Buch mit Humor und Charme!

Fürst Pückler, aufgrund seiner Leidenschaft für Gartengestaltung verarmt, lässt sich von seiner geliebten Frau Lucie einvernehmlich scheiden und sucht sein Glück in England, will heißen: eine mit reichem Mitgift gesegnete neue Ehefrau. Das Buch berichtet über dieses Vorhaben in zwei verschiedenen Erzählsträngen. Zum einen werden Pücklers Erlebnisse auf der Insel anhand seiner Briefe an Lucie abgehandelt, zum anderen wird aber auch über die daheimgebliebene Lucie berichtet.

Schnell wird beim Lesen klar, dass so genial Pücklers Vorhaben auch sein mag, es sich dennoch schwierig gestaltet. Pücklers Ansinnen scheint der Englischen Gesellschaft bereits bei seiner Ankunft bekannt zu sein und so halten sich alle Damen im heiratsfähigen Alter zunächst von ihm fern. Gleichzeitig erschüttert auch eine Mordserie an jungen Frauen die Insel. Unglücklicherweise gerät Pückler in Tatverdacht, da es stets jene Damen trifft, mit denen Pückler zuvor bekannt gemacht wurde.

Erzählt wird dies alles in einem leichten Plauderton, der Pücklers naives, aber gleichzeitig auch gutmütiges Wesen offenbart. Sprachlich ist das Buch sehr gut verständlich und unterhaltsam zu lesen. Der Schreibstil ist mitunter gewöhnungsbedürftig und wird aus diesem Grund manch einen Leser irritieren.

Der Autor bringt in seiner wohl größtenteils fikitven Geschichte an einigen Stellen bekannte Namen unter. Beispielsweise begegnet er Charles Dickens, der als Journalist reißerisch über Pückler berichtet. Sherlock Holmes taucht im Buch als Pücklers neuer Bediensteter auf und sorgt durch seine Kombinationsgabe beim Leser für Erheiterung.

Die Figuren werden anhand ihrer Handlungen und innerer Monologe feinsinnig beschrieben und charakterisiert. Trotz eines spannenden Themas ist dies eher ein Roman der leisen Töne ohne große Spannungsmomente. Daher ist es besonders empfehlenswert für Leser, die neben einer ungewöhnlichen Geschichte auch das sprachliche Gespür eines Autors zu schätzen wissen.
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