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Der Garten der Lüste. Ein Roman aus der Zeit von Hieronymus Bosch.
 
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Der Garten der Lüste. Ein Roman aus der Zeit von Hieronymus Bosch. [Broschiert]

Nicholas Salaman
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 639 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: N.-A. (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257229690
  • ISBN-13: 978-3257229691
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,2 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.047.330 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Der Garten der Lüste handelt von zwei Themen: Von der Geschichte des gleichnamigen Bildes von Bosch und in viel größerem Umfang vom Münster unter den Wiedertäufern in den Jahren 1535/36. Fakten und Fiktionen werden glaubhaft miteinander vermischt und mit einer Lebensgeschichte des Helden Julius verbunden. Lesevergnügen mit fesselnder Dramaturgie und Geschichtsvermittlung.
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Im Nachwort schreibt Salaman, bei einem historischen Roman gehe es nicht darum, allzu exakt mit der Vergangenheit umzuspringen; ein Autor müsse nur solche Fehler vermeiden, die selbst ungebildeten Lesern auffallen könnten, etwa Dampfmaschinen im 16. Jahrhundert.
Das Positive: Dampfmaschinen tauchen im "Garten der Lüste" tatsächlich nicht auf. Aber ansonsten stimmt nichts. Salaman hat sich weder damit beschäftigt, wie Menschen im 16. Jahrhundert so dachten oder "tickten", noch mit dem Schauplatz Münster (immerhin hat er seinen Roman in ein fiktives "Rensburg" verlegt, so dass er sich nicht die Mühe machen musste, mal nach Westfalen zu fahren). Vielleicht ist es auch logisch, dass er sich mit dem Menschen der Frühen Neuzeit nicht auseinander gesetzt hat, denn anscheinend macht er sich insgesamt nicht viel aus der Spezies Mensch; seine Figuren jedenfalls sind so eindimensional, so platt, dass man eigentlich jede mit einem einzigen Adjektiv vollständig beschreiben kann. Kurz: Als Roman schwach, als Historischer Roman ein Fiasko. Ich wage es kaum zu sagen, aber: Das einzig gelungene fand ich ein paar erotische Szenen. Vielleicht wäre das eher das Genre für Nicholas Salaman, wenn ihm seine Berufe (Werbung und Marmeladenfabrikation) zu eng sind - aber von der lieben Frau Historia möge er doch lieber die Finger lassen.
So, und als Tipp für Menschen, die einen Roman mit ähnlicher Kulisse wie das Wiedertäuferreich von Münster suchen: Andrzej Szczypiorski, Eine Messe für die Stadt Arras.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lesender
Vor dem realgeschichtlichen Hintergrund der Machtaneignung durch Johann von Leiden und seiner Sekte, den sogenannten "Wiedertäufern" in der Stadt Münster, Anfang des 16. Jahrhunderts (im Roman Rensburg genannt), lässt er die Hauptfigur Julius, als Lehrling von Hieronymus Bosch, das Triptychon "Der Garten der Lüste", für den inzwischen verstorbenen Meister vollenden.
Neben der fiktiven Lebensgeschichte des Julius, in der uns das Wirken seines Meisters Bosch indirekt nähergebracht wird, breitet der Autor das zerstörerische Wüten einer hochdogmatischen Sekte, im damalig liberal anmutenden Münster, vor dem Leser aus. Die apokalyptische Veränderung einer bis dahin gut funktionierenden Stadt wird plastisch, gespickt mit Einzelschicksalen, verwoben.
Wer gerne historische Romane liest, erotische Betrachtungen liebt und Interesse an Kunstgeschichte besitzt, ist mit diesem Roman bestens unterhalten.
Im Übrigen: Der Roman "Der Garten der Lüste" von Nicolas Salaman ist nicht identisch mit dem gleichnamigen Roman von John Vermeulen.
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