Es geht um vier unterschiedliche Frauen, die sich über zehn Jahre regelmässig treffen, ihre großen und kleinen Probleme besprechen und ihre Geheimnisse teilen. Jede dieser Frauen hat Schwierigkeiten, die sie überwinden muss: Kinderlosigkeit, die Liebe zu einem verheirateten Mann, eine Krebserkrankung und einen überaus dominanter Ehemann. Gemeinsam überwinden sie jedoch alles und jeden und alles wird gut.
Die Grundlage der Geschichte ist auch gleichzeitig ihre Schwäche: die Probleme sind so klar abgegrenzt und 'typisch', dass es einfach unglaubwürdig klingt, dass in einer Gruppe von vier Frauen diese Probleme gleichzeitig und vehement auftreten. Und es ist sehr schnell abzusehen, dass am Ende jede Frau das bekommt, was ihr gefehlt hat und dass alle Probleme gelöst werden. Das Schicksal hält keine Überraschungen bereit und man weiß von Anfang an, woran man ist. Zwei Dinge machen das Buch aber doch absolut ideal als Urlaubslektüre oder für ein langes verregnetes Sommerwochenende. Zum einen sind die 'Saving Graces' doch das, was man sich als Frau wünscht: Beste Freundinnen, für jede Lebenslage eine, die einem helfen, kritisieren, und einem bedingungslos zur Seite stehen. In diesem Buch wird dieser Wunsch wahr.
Zum anderen ist es der humorvolle Stil der Autorin, der einen fesselt und immer weiterlesen läßt. Wie oft muss man laut loslachen, weil die Kommentare so trocken und charakteristisch sind, dass man sie selber schon gesagt haben könnte. Dabei wird jedes Kapitel wird von einer anderen Frau erzählt. So erhält man Einblick in die verschiedenen Sichtweisen, und die Geschichte wird abwechslungsreich und interessant. Man erkennt sich selbst in diesen Frauen wieder, eben weil sie und ihre Probleme so klassisch sind.