Kurzbeschreibung
Michail Botwinnik (1948 bis 1957, 1958 bis 1960, 1961 bis 1963)
1911 in St. Petersburg geboren, war Michail Botwinnik seit seiner Jugend ein überzeugter Kommunist, der es später verstand, sich bestens mit dem Stalin-Regime zu arrangieren. Als Professor der Elektrotechnik beschäftigte er sich auch mit Computerschach, doch berühmt wurde der Patriarch, wie ihn alle nannten, als Begründer der legendären Sowjetischen Schachschule, in die er raffiniertes Eröffnungswissen, exzellente Endspieltechnik und die Kunst der psychologischen Vorbereitung einbrachte. Botwinnnik starb 1995 in Moskau.
Wassili Smyslow (1957 bis 1958)
Im Gegensatz zu Botwinnik wirkt der positionelle Schachstil Wassili Smyslows leicht und anmutig. 1921 in Moskau geboren, hat er sich auch nie dem Kornmunismus verschrieben, sondem eine Religiosität bewahrt, die das Wiederaufleben der russischen Orthodoxie vorwegnahm. Als Sänger, der es beinahe in die Bolschoi-Oper geschafft hätte, weiß er, wovon er spricht, wenn er sagt: "Der Schachkünstler muss breit und kreativ nach neuen Wegen suchen". Smyslow lebt in Moskau.
Über den Autor
Garri Kasparow, geboren 1963 in Aserbaidschan, ist ehemaliger Weltmeister im Schach und heute russischer Politiker. Er gründete unter anderem das oppositionelle Bündnis "Das Andere Russland", welches zu den russischen Parlaments- und Präsidentenwahlen 2007/08 antrat. Heute ist er ein erfolgreicher Redner und Unternehmensberater, der sich auch für Menschenrechte und freie Wahlen in Russland engagiert.