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Garp und wie er die Welt sah
 
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Garp und wie er die Welt sah [Taschenbuch]

John Irving , Jürgen Abel
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (84 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 656 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 50 (4. November 1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499150425
  • ISBN-13: 978-3499150425
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (84 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.202 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Irving
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Garp war von Natur aus ein Geschichtenerzähler", sagt der Erzähler in John Irvings packendem Roman, und meint damit den Protagonisten des Buches, den Romanautor Garp, der mit Irving einiges gemeinsam hat. "Er konnte sich eine Sache nach der anderen ausdenken, und alles paßte irgendwie zusammen." In Irvings Klassiker (so bezeichnet in einer Ausgabe des amerikanischen Verlages Modern Edition und mit neuem Vorwort des Autors) gibt es viele verrückte Charaktere und grotesque Szenen, und dennoch ist jede Szene irgendwie realistisch und jede Person irgendwie lebendig. Zwar finden sich sicher viele Romanautoren aus Irvings Generation, die einen Roman mit einem Romanautor als Protagonisten besetzt haben, dessen Leben und Bücher sich sowohl gegenseitig als auch im vorliegenden Buch spiegeln. Transsexuelle Football-Spieler, Revolverhelden, die sich gegenseitig das Hirn rausschießen, mehrfacher Ehebruch, Bären auf Einrädern, wahnsinnige Feministinnen, die sich die Zunge aus Mitgefühl mit dem gefeierten Opfer einer scheußlichen Vergewaltigung abschneiden -- bei Irving jedoch werden sie alle zu Menschen. Selbst der Bär paßt ins Buch. In einer Schlüsselszene verführt Garps Frau gerade einen jungen Mann, als Garp seine jungen Söhne mit einem rücksichtslosen Autotrick erfreut (eine der wenigen Szenen, die auch in der Filmversion auf wunderschöne, unheimliche und herzzerbrechende Weise realisiert sind). Viele Autoren wären schon mit der Situationskomik zufrieden gewesen, doch bewahrt Irving die Ganzheit dieser Szene, indem der Rest des Buches darauf aufbaut.

Die Frage, wie es der Autor schafft, mit solch einer tödlichen Mischung aus Slapstick und Horror bei den Lesern durchzukommen, läßt sich nur folgendermaßen beantworten: das Buch spiegelt genau das wieder, was wir tagein tagaus erleben, mit dem Unterschied, daß Irving eine Kunst daraus macht. In den Worten von Garp ist das Leben "eine verbotene Seifenoper", und wer kann ihm da schon widersprechen? Wer Garp zwanzig Jahre nach dessen Erstveröffentlichung liest, ist verblüfft, auf welch elegante Weise Irving seine bizarre und komplexe Geschichte strukturiert. So z.B. die beiden bekanntesten Episoden des Buches, die vom "Under Toad" ("toad" bedeutet "Kröte" im Englischen und ähnlich klingt auch "tow" das soviel wie "Sog" oder auch "ziehen" bedeutet ) und Garps Geschichte von "The Pension Grillparzer", die wie ein bernsteinfarbenes kafkaeskes Insekt durch den Roman hindurchschimmert. Als Garp seinen Sohn vor dem "undertow", dem Unterstrom, des Meeres warnt, stellt sich sein Sohn ein Monster vor, den "Under Toad", eine Art Kröte, das unter den Wellen lauert um ihn in die Tiefe zu ziehen. Dieses eher erheiternde Mißverständnis wandelt sich bald in etwas Bedrohliches, sobald der Leser die Parallele zu einem Traum in "The Pension Grillparzer" erkennt, in dem der Tod prophezeit wird. Garps letzte Worte sind "Es ist wie ein Traum!" Und Irving, der in Wien studiert hat, machte sich die Ähnlichkeit des englischen "Toad" mit dem deutschen "Tod" zunutze. Bei so viel Tod ist Garp dennoch vor allem eine lebhafte Geschichte und gleichsam eine Bereicherung für die Literatur und für unser Leben. Wie Garps stottender Lehrer es ausdrückt: "voll von Wah-ah-Wahnsinn und Trauer". Das Buch ist nicht nur eine Bereicherung für die Literatur, sondern bereichert auch unser Leben. --Tim Appelo -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Garp und wie er die Welt sah
OT The World According to GarpOA 1978 DE 1979 Form Roman
Der Roman um das Leben des Schriftstellers T. S. Garp und seine feministische Mutter Jenny Fields wurde ein Weltbestseller und begründete den anhaltenden Erfolg des Autors John Irving, der sich hier als einer der großen zeitgenössischen Erzähler Amerikas bewies.
Inhalt: Das Leben des Titelhelden beginnt außergewöhnlich. Die pragmatische Krankenschwester Jenny Fields will ein Kind, aber keinen Mann. Also nutzt sie die Erektion des im Zweiten Weltkrieg schwer verwundeten Bordschützen Garp für ihre Zwecke und gibt dessen Namen an ihren so gezeugten Sohn weiter. Als dieser schulpflichtig wird, nimmt sie eine Stelle als Krankenschwester in der für ihn vorgesehenen Schule in New Hampshire an. Gegen Ende der Schulzeit verliebt sich Garp in Helen Holm, die Tochter seines Ringkampftrainers. Sie bestärkt ihn in seinem Wunsch, Schriftsteller zu werden, doch muss Garp erkennen, dass es ihm noch an der notwendigen Lebenserfahrung mangelt. Also reist er nach Europa und macht in Wien einige Erfahrungen, die ihn zum Schriftsteller reifen lassen; er schreibt seine erste gelungene Geschichte. Doch auch die mitgereiste Mutter hat ein Buch geschrieben – ihre Autobiografie mit dem Titel »Eine sexuell Verdächtige« hat durchschlagenden Erfolg und macht sie zur Leitfigur der Frauenbewegung.
Garp gründet nach seiner Rückkehr aus Europa mit Helen eine Familie, die Söhne Walt und Duncan werden geboren. Beruflich kann er sich als Autor etablieren. Garp könnte ein harmonisches Leben führen, wäre da nicht die ständige Konfrontation mit dem Ruhm seiner Mutter sowie die Auseinandersetzung mit den »Ellen-Jamesianerinnen«, einer Gruppe von Feministinnen, die sich aus Solidarität mit einer als Kind Vergewaltigten die Zunge abschneiden. Unterstützung findet Garp bei seinem langjährigen Freund Roberta, einem transsexuellen ehemaligen Footballspieler.
Garps Familienleben wird jäh zerstört, als sich ein Unfall ereignet, bei dem Walt stirbt, Duncan ein Auge einbüßt, Helens Liebhaber seinen Penis verliert und Garp einen Kieferbruch davonträgt. Die Ehe mit Helen gerät in eine tiefe Krise, die erst durch die Geburt der Tochter Jenny überwunden wird. Als Helens Vater stirbt, übernimmt Garp dessen Posten als Ringkampftrainer; nach der Ermordung seiner Mutter setzt er sich für ihre feministischen Ziele ein. Im Alter von 33 Jahren wird er beim Ringkampfunterricht von einer Ellen-Jamesianerin, einer ehemaligen Bekannten, getötet.
Struktur: Der Roman vereinigt alle typischen Elemente von Irvings Erzählen – den tragikomischen Ton, groteske Elemente, skurrile Charaktere, die gewaltsame Zerstörung eines harmonischen Familien- und Berufslebens, den Bruch gesellschaftlicher Tabus und schließlich den Schriftsteller als Protagonisten der Handlung.
Wirkung: Der Roman wurde nicht zuletzt durch einen intensiven Werbefeldzug zum Bestseller. Die Verfilmung gleichen Titels von 1982 mit Robin Williams und Glenn Close in den Hauptrollen leistete dem großen Erfolg weiteren Vorschub. S. D.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein zeitloses Meisterwerk ist John Irving mit seinem vierten Roman aus dem Jahr 1978 gelungen. Im Prinzip befasst sich der Roman mit der bewegten Lebensgeschichte des (fiktiven) Schriftstellers T.S. Garp. Garp, Sohn einer Krankenschwester und späteren Frauenrechtlerin namens Jenny Fields, wächst ohne Vater auf, da dieser, ein schwerverletzter Soldat, selbst den Zeugungsakt in seinem Dämmerzustand zwischen Leben und Tod gar nicht wahrnimmt. So verbringt der Junge seine Kindheit und Jugend an einer Privatschule, an der seine Mutter als Schulschwester tätig ist. Während dieser Zeit entdeckt Garp seine drei Leidenschaften: ringen, laufen und die Literatur. So ist es kaum verwunderlich, dass er früh den Entschluss fasst, Schriftsteller zu werden. Nach seinem Schulabschluss geht er mit seiner Mutter für mehrere Monate nach Wien. Dort entstehen die Autobiographie von seiner Mutter, die Jenny Fields zu einer reichen und berühmten Frau und der ersten Feministin machen sowie eine erste Kurzgeschichte von Garp, die vor unbekümmerter Phantasie nur so sprüht.
Später hat Garp, der eine Literaturprofessorin heiratet und drei Kinder bekommt, immer größere Probleme, sich erneut etwas so phantasievolles wie seine erste Geschichte zu ersinnen. Dazu hat er die Welt und ihre Randexistenzen zu gut kennengelernt. Auch seine Familie bleibt von Schicksalsschlägen nicht verschont. Schon bald bestimmt die quälende Sorge um seine Liebsten sein gesamtes Leben...

Unterhaltsamer und bewegender kann ein Roman eigentlich nicht sein. "Garp und wie er die Welt sah" ist eine Art Vorreiter für eine Flut von Büchern und Filmen á la "Forrest Gump". Allerdings reicht keines dieser Imitate an die Qualität von Irvings Buch heran. Das liegt daran, dass Irving es brilliant meistert, traurige Szenen mit skurillem Humor anzureichern und so ad absurdum zu führen und kleine Dinge genau zu beobachten. Hinzu kommen natürlich noch die wunderbaren Figuren, die man schnell ins Herz schließt, so wie die Transsexuelle Roberta Muldoon (vormals Robert Muldoon und Footballprofi bei den Philadelphia Eagles) oder der böse, inkompetetnte Lehrer Stewart "Fat Stew" Percy.
Neben einer Lebens- und Familiengeschichte ist "Garp und wie er die Welt sah" ein bewegendes Plädoyer für die Menschlichkeit und ein Hohelied auf die Familie, die Garp wie nichts anderes auf der Welt am Herzen liegt.
Alles in allem ist dieser Roman absolut großartig und unbedingt lesenswert.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mit „Owen Meany", „Gottes Werk und Teufels Beitrag" und dem „Hotel New Hampshire" ist „Garp und wie er die Welt sah" einer meiner liebsten Irving Romane. Ein echter Irving, vollgestopft mit skurrilen Charakteren, die alle ein Stück von einem selbst enthalten. Sechs oder sieben Haupthandlungsorte und unendliche Nebenschauplätze, die man alle lieb gewinnt, an denen man sich selbst geborgen fühlt, die einem die zahlreichen Verluste und Schicksalsschläge, die Garp, dem Protagonisten widerfahren, schmerzlicher werden lassen. Es geht um die Angst vor dem Tod von Kindern - wenn man selbst Vater oder Mutter ist - bzw. im übertragenen Sinne um die Angst vor dem Tod von irgendjemanden, den man liebt, der plötzlich vom arglistigen „Sog" gepackt wird und für immer aus dem Leben verschwindet und man selber hatte so eine dunkle Vorahnung. Es geht um das Vorsichtigsein und darüber, dass das nicht genug ist.
Die Fülle an Informationen und Inhalten hängt nicht nur an den 635 Seiten des Romans und Irvings Fähigkeit auf diesen Seiten eine neue kleine Welt zu erschaffen, sondern v.a. daran, dass man in fast jedem Satz unabhängig von der Handlung im Ganzen ruhen kann, ihn in Bezug auf Garp aber auch - wenn man ein wenig autobiographisch über Irving informiert ist - auf den Autor selbst beziehen kann oder die Satzinhalte in sein eigenes Leben einfügen kann.
Ich habe „Garp und wie er die Welt sah" in 6 Tagen verschlungen und würde am liebsten sofort noch mal von vorne anfangen, denn es gibt auf diesen 635 Seiten noch so vieles zu entdecken.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
reine Geschmacksache 30. Dezember 2006
Format:Taschenbuch
Dies war mein erstes John-Irving-Buch und ich finde seinen Erzählstil anfangs doch sehr gewöhnungsbedürftig. Schon allein aus dem Grund, weil man immer wieder darauf wartet, dass endlich mal etwas passiert. Wenn man jedoch von dem äußerst außergewöhnlichen Unfall absieht, ist die ganze Geschichte eine Aufeinanderreihung von teilweise skurrilen, aber keinesfalls weltbewegenden Geschehnissen. Im Grunde nicht mehr als eine etwas ungewöhnliche Familienbiografie.

Der große Pluspunkt des Buches ist jedoch die sehr sympathische Darstellung der Protagonisten, deren Leben man von ihrer Kindheit an verfolgt und bei denen einem gar nichts anderes übrig bleibt, als aufgrund ihrer Schwächen oder absurden Details mitzufühlen.

Leider werden hier auch mal wieder alle Männer als unterleibgesteuerte, mutmaßliche Ehebrecher usw. dargestellt, die Frauen umgekehrt natürlich zum Großteil als die bedauernswerten Opfer.

Ein durchaus interessantes Buch, das mein Interesse allerdings nicht so sehr geweckt hat, um nun unbedingt noch mal etwas von John Irving zu lesen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
interessant
Neben "Gottes Werk...." eines seiner besten Geschichten. Man fühlt mit Garp und seiner Familie mit. Aber auch sehr traurig und ab und zu etwas skuril. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von manja lesesucht veröffentlicht
zu 95% interessant und fessenld
Ich hatte wieder einmal in der Bibliothek zugeschlagen. Ich dachte, wer schreibt solche Roma, die dann 19 CDs ergeben?

John Irving, tat es und tat es gut. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Ohrwurm veröffentlicht
Eine sehr eigenwillige Sicht der Dinge
Ueber den Roman von Irving wurde bereits an anderer Stelle ausfuehrlich debattiert, so dass ich mir eine weitere Inhaltsangabe an dieser Stelle spare. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von faustino888 veröffentlicht
Garps vergebliches Ringen um eine gute Erzählung
"Ein Roman ist nur ein Platz zum Speichern all der wichtigen Dinge, die ein Romancier im Leben nicht benutzen kann. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von jury veröffentlicht
Enttäuschung
Ein Zeitungsartikel über John Irving hat mich veranlasst, den "Bestseller" Garp zu lesen. Der Stil, in dem geschrieben wird, ist anschaulich aber sehr langatmig. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Elke Wolff veröffentlicht
Das einzige Buch im Regal ...
... sollte - wenn man wirklich nur eines im Regal hat! - John Irvings Meisterwerk "Garp" sein. Und wenn Platz für ein zweites ist: "Das Hotel New Hampshire" ist genauso gut!
Vor 23 Monaten von federhalter veröffentlicht
Wunderbar
Hab eher zufällig das Besuch über den "besonderen" Schriftsteller Garp in die Hände gekriegt. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von joerg.82 veröffentlicht
Ambivalent
"Garp" stand schon so lange auf meiner "Unbedingt-lesen"-Liste. Nun habe ich es endlich geschafft und bin ... ernüchtert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. April 2010 von Anke Przybilla
Ein empfehlenswertes Buch
Für Irving-Neulinge unbedingt zu empfehlen. Ein herrliches Buch für den Urlaub oder einen vergnüglichen Feierabend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. März 2010 von Nicole Weber
Wunderbar..
Selten hat mich ein Buch so sehr berührt. Ich habe Tränen gelacht und Tränen geweint. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Januar 2010 von Claudia
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