... für jeden der ein kompatibles Garmin Produkt besitzt und sein Training gezielter gestalten und einfacher überwachen möchte.
Ich verwende den Sensor an meinem Rennrad in Verbindung mit einem Garmin Forerunner 305.
Die Montage des Sensors geht schnell und einfach. Der Sensor wird mittels zweier Kabelbinder auf der Kettenstrebe montiert. Wer seinen Rahmen schonen will sollte vielleicht noch etwas (z.B. Lenkerband) unterlegen, um Kratzer durch die Kabelbinder zu vermeiden. Die beiden mitgelieferten Magnete werden an der Kurbel und in den Speichen des hinteren Laufrades montiert. Die Verwendung des Speichenmagnets bei Aero-Laufrädern (z.B. Xentis Mark1) ist nicht möglich.
Im Handbuch wird empfohlen erst alles locker zu montieren, anschließend den Sensor auf die Magnete auszurichten und dann alles zu befestigen.
Nach der Montage kann man den GSC 10 durch einige Pedal- und Laufradumdrehungen kalibrieren. Dabei blinkt die Reset-Taste des Sensors bei jedem Durchlauf eines Magneten in der entsprechenden Farbe. Nachdem der Sensor kalibriert ist blinkt die LED nicht mehr auf. Der Radumfang wird automatisch ermittelt, sobald der Forerunner auf den Sensor eingerichtet ist und ein GPS-Signal empfängt.
Als Nutzer muss man lediglich den Sensor im Menü aktivieren, der Rest geschieht automatisch.
Die Übertragung der Trittfrequenz funktioniert problemlos und ohne Aussetzer. Die Reichweite des Signals ist mehr als ausreichend. Der GSC 10 verrichtet seine Aufgabe zuverlässig.
Die von meinem Vorredner aufgeführten Mängel kann ich nicht nachvollziehen. Die feste Arretierung des Sensorarms empfinde ich nicht als negativen Kritikpunkt sondern eher als positive Eigenschaft. V.a. als Mountainbiker sollte man die Fixierung des Sensorarms mittels einer Schraube begrüßen, denn eine einfacher lösbare Verbindung würde sich bei Erschütterungen eventuell lösen und so eher zum Bruch des Sensorarms oder einer Beschädigung der Laufräder führen. Das Problem, dass der Sensorarm beim Laufradwechsel in die Speichen geraten kann hatte ich bisher bei keinem meiner Laufräder.
Sobald das GPS-Signal aussetzt übernimmt der Sensor mit Hilfe des vorher ermittelten Radumfangs zusätzlich die Geschwindigkeitsmessung. Außerdem tut er dies auch, wenn der Forerunner auf "Hallenverwendung" eingestellt wird. So kann man auch beim Rollentraining im Winter seine Geschwindigkeit - sofern dies von Interesse ist - überwachen.
Alles ist allem ist der GSC 10 Geschwindigkeits- und Trittfrequenz-Sensor eine gute aber teure Erweiterung für die GPS-Trainingsgeräte von Garmin. Für ein gezielteres Rennradtraining ist der Sensor gut zu gebrauchen. Die Überwachung der Trittfrequenz kann außerdem in Trainings integriert werden, so dass man gewisse Vorgaben erfüllen und in vorher definierten Trittfrequenzbereichen bleiben muss. Auf einem Mountainbike würde ich ihn nicht einsetzen, da mich hier die Überwachung von Geschwindigkeiten und Trittfrequenzen weniger interessiert, als die gefahrene Strecke.
Allgemein zu den im vorherigen Post angesprochenen Problemen:
Der GSC 10 hat nichts mit der Höhenmessung und dem GPS-Signal des Forerunners zu tun. Grundsätzlich kann man sagen, dass der SiRFstarIII auch im Wald problemlos funktioniert. Bei extrem dichter Belaubung kann die Signalstärke zurückgehen, aber Aussetzer hatte ich im Wald mit dem Forerunner 305 noch nie. Die Höhenmessung des Forerunners ist - bedingt durch die fehlende barometrische Höhenmessung - schlecht. Das ist aber ein grundsätzliches Problem der Ermittlung der Höhe durch dieses Gerät, da jede Sekunde ein Messpunkt ermittelt wird und sich pro Messpunkt ein Fehler von bis zu +- 25m (laut Garmin) ergeben kann. Die Höhenmessung ist auch unter freiem Himmel nicht besser.