2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr gutes GPS-Gerät, schwache Kamera, 14. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Garmin GPS Handgerät GPSmap 62stc, schwarz/rot, 010-00868-22 (Ausrüstung)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Nachdem das Gamin GPSmap 62s Ende 2010 in den einschlägigen Fachmagazinen mit Lobeshymnen überhäuft wurde, hat Garmin ein knappes Jahr später das 62sc und das hier renzensierte 62stc nachgelegt. Technisch unterscheiden sich die "c" Modelle durch einen größeren internen Speicher (3,5GB) um dem "Datenaufkommen" durch die Kamera Herr zu werden. Der MCX-Anschluss für eine GPS-Antenne fehlt gegenüber den kameralosen Exemplaren. Mittels microSD Karte kann der Speicher noch weiter aufgerüstet werden. Da die Kamera maximal 5MP liefert kommt man wohl allein durch Fotografieren nicht in den Speicherplatzmangel.
Nach dem Auspacken wurde das Gerät flugs über den Web-Updater auf die neueste Firmware-Version gebracht, Datenübertragung ist sowohl über USB Kabel als auch über den
Garmin USB ANT Stick f. Forerunner 50 und 405 möglich (nicht im Lieferumfang). Netterweise im Lieferumfang enthalten ist ein etwas klappriges externes Ladegerät sowie zwei recht okaye 2000 mAh NiMH Akkus.
Das Bestücken mit OpenSource Karten aus MapSource ist ebenso unproblematisch, gleiches gilt natürlich auch für die durch Garmin vertriebenen Karten (Lizenz- und Freischalteproblematik einmal außen vor). Die mitgelieferte Karte ist als Backup nicht schlecht, und beinhaltet auch einiges an Wanderwegen, ist aber zur alleinigen Orientierung beim Wandern etwas zu grob und kontrastarm. Optischen Höheninformationen sind in Form von Höhenlinien vorhanden ein "platisches" Höhenbild bleibt den käuflichen Garmin-Karten vorenthalten.
Nach dem Einschalten wird das Satelliten-Signal außerordentlich schnell gefunden, selbst nach einem Transport über 500km dauerte es <30sek. Schaltet man das Gerät am selben Ort ein, an dem man es ausgeschaltet hat, ist das Signal sofort da.
Hervorragend gelöst ist die Bedienung; wenn man einmal verinnerlicht hat, welcher der 8 Knöpfe was tut ist man ruckzuck durch die Untermenues. Die Bedienung ist zwa nicht so intuitiv wie bei einem Touchscreen wie dem Oregon oder dem Montana, aber wenn nach kurzer Einlernzeit schneller. Ein weiterer Vorteil der Knopfbedienung gegenüber dem Touchscreen ist, dass Bedienung auch mit Skihandschuhen möglich ist. Hier wäre man bei einem Touchscreen auf verlorenem Posten. Einzig bei der Eingabe von Text im Trackmanger muss man umständlich mit dem Steuerkreuz die Buchstaben annavigieren, aber so oft, als dass das negativ ins Gewicht fiele ist Texteingabe nicht erforderlich.
Papierloses Cachen klappt hervorragend, Caches von geocaching.com werden mittlerweile mit Umlauten und Hyperlinks korrekt dargestellt; verrupfter HTML-Code auf dem Bildschirm gehört der Vergangenheit an.
Der Empfang des Gerätes ist wie gewohnt über jeden Zweifel erhaben, auch in den Bergen beim Wandern mit Skiern keine Signalverluste und korrekte Trackaufzeichnung (auch wenn die im Display angezeigte Genauigkeit von 2m gefühlt übertrieben erscheint). Jedenfalls hatte ich weder bei der Wandernavigation noch beim Cachen Probleme mit der Genauigkeit des Gerätes.
Die Batterien (2500 mAh) halten je Gebrauch wie beim 62s auch hier bis 20h bei sparsamem Umgang (Displaybeleuchtung minimal, nur Tracken, kaum navigieren).
Beim Cachen oder bei der Nutzung als Fahhradtacho (mit
Garmin Fahrradhalterung für Oregon, Dakota, GPSMap 62, eTrex 10/20/30 (ok, sieht ziemlich wuchtig auf dem Lenker aus) erreicht man mit den gleichen Akkus etwa 6-8h.
Das Display ist gut lesbar, und bei maximaler Helligkeit auch bei Sonnenlicht gut lesbar. Das Problem der "grieseligen" Auflösung des Eindrucks permanenter leichter Unschärfe besteht hier wie beim 62s. Diese Unschärfe ist allerdings eher ein Schönheitsmangel, als ein ernsthaftes Problem. Dennoch sollte man sich das Displaybild vor dem Kauf einmal ansehen und für sich entscheiden, ob man damit leben kann. Ich kann :-)
Das Gerät ist sehr robust verarbeitet und kann den einen oder anderen Knuff locker ab, auch ein kurzer Regenschauer oder die -15°C die es aktuell hatte stellen das Gerät vor keine Probleme.
Der einzige Kritikpunkt ist in meinen Augen die ziemlich bescheidene Kamera. Klar will man mit so einer Kamera nur dokumentieren und sich die Bilder hinterher nicht auf Postergröße abziehen, aber das was die Kamera abliefert ist selbst bei optimalen Lichtverhältnissen auf 2005er Handyniveau. Zudem baumelt der Karabiner dauernd vor der Linse herum. Lieber Bilder mit einer "echten" Kamera machen und zuhause "nachtaggen" (Programme zum bequemen taggen finden sich z.B. bei locr)
Alles in allem ein klasse GPS und treuer Begleiter mit sehr brauchbarer Basiskarte; wer auf geogetaggete Schnappschüsse verzichten kann, sollte im Zweifelsfall eher zum "kleinen Bruder" 62st bzw. 62s aus dem Hause Garmin greifen.
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