Ich benutze seit Jahren ein Garmin 60CSX und erinnere mich gut an die Zeiten der ersten Firmware:
- Ungenauigkeiten beim Empfang
- Kurze Akkulaufzeit
- Kein Unterschied zwischen ein- und ausgeschaltetem WAAS/Egnos
- Gespeicherte Tracks ohne Zeit- und Höheninformationen
- Ein speichern der Tracks nur auf dem internen Speicher möglich
- Karten durften nur eine bestimmte Größe haben
- Städte konnten nicht nach Namen gesucht werden
- Eigene POIs wurden mit falschem Symbol dargestellt
und... und... und...
Allgemein
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Schaut man sich nun die größten Mankos des Colorado an, so ist sie Liste ähnlich lang, einige Dinge sind sogar identisch.
Das einzige was sich geändert hat ist die vieleicht zu Recht gesunkene Bereitschaft der Kunden solche Missstände hinzunehmen.
Der Kunde erwartet 2009 ein "fertiges" Gerät ohne Fehler und ohne Macken. Und dieser Wunsch wird vom Colorado eindeutig nicht erfüllt... Vom 60Csx der ersten Stunde allerdings ebenso wenig. Das 60csx wurde allerdings immer hoch gelobt, das Colorado von Anfang an verteufelt.
Schaut man sich die hier zu lesenden Rezensionen genau an, so fällt auf, daß die meisten Negativen von der Firmware 2.51 oder davor ausgehen. Seitdem hat sich aber einiges geändert. Mittlerweile ist Version 2.90 draußen und ich erkenne mein Colorado kaum wieder. Abstürze gibt es nicht mehr, und auch wenn sie nie an die des 60csx rankommen wird so hat sich die Akkulaufzeit enorm verbessert. Für die, die das Seitenweise Umschalten des 60csx vermissen, gibt es mittlerweile die Möglichkeit eben auf diese Navigationsart umzusteigen (Einstellungen->Schnelltasten->Optionen->Seitenschleife verwenden).
Es hat sich einiges getan seit Einführung des Geräts. Anderes wiederum war von Anfang an dabei und findet meiner Meinung nach zu wenig Anerkennung in allen negativen Rezensionen. Wieder anderes wird verteufelt ohne den Nutzen überdacht zu haben.
Batterieabdeckung
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Zum Beispiel die Batterieabdeckung: Oftmals wird behauptet sie sei nur mit brachialer Gewalt zu öffnen und die des 60csx sei um längen besser. Das ist Blödsinn! Mir ist das 60csx genau 2 mal hingefallen und jedesmal ist die Abdeckung gebrochen (Hartplastik und sehr dünn an der Unterseite des Geräts) - Beim Colorado hat man dazu gelernt. Die Abdeckung ist aus weichem Material und umhüllt gut die Hälfte des Geräts. Brechen ist so gut wie ausgeschlossen.
Und nun ein kleiner Tipp zum Öffnen: Legt das Gerät mit dem Display nach unten und der Antenne auf euch gerichtet in eure Handfläche. Legt nun den Handrücken dieser Hand in die Handfläche der anderen. Nun müsst ihr nur noch mit beiden Daumen die Abdeckung abschieben. Das läßt sich sogar mit Handschuhen und Einhändig machen, völlig problemlos und einfacher als beim 60csx.
Nachtrag vom 24.03.2009:
Es hat sich gezeigt, daß es ein Problem mit der Dichtung der Batterieabdeckung gibt. Diese lockert sich mit der Zeit und wird dann beim Schließen unweigerlich zwischen Gerät und Batterieabdeckung gequetscht. Dieses Problem taucht nicht bei jedem, aber bei vielen Geräten auf. Dieser Umstand ist Konstruktionsbedingt, eine Lösung nicht in Sicht. Prinzipiell müsste ein erneutes Einkleben der Dichtung mit geeignetem Kleber Abhilfe schaffen.
Die Dichtigkeit des Geräts wird dadurch allerdings nicht beeinflusst wie manch einer behauptet. Das Dichtungsgummi erschwert lediglich das Schließen der Batterieabdeckung und sitzt anschließend an falscher Stelle. Dicht ist das Gerät aber weiterhin.
Display
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Aufgrund der nicht grade hellen Erscheinung kann der Interessierte Seitenweise darüber lesen, wie schlecht das Display ist. Das es aber das Erste ist, was aufgrund von Größe und Auflösung, wirklichen Überblick ermöglicht, wird dabei so gut wie immer unterschlagen.
Die Kartendarstellung hat einen Quantensprung gemacht. Straßennamen werden sogar bei der Topo-Karte angezeigt und dank Atkis Höhendaten werden Berge mit künstlichem Schatten dargestellt, sodass für Laien schwer lesbare Höhenlinien ein wenig an Bedeutung verlieren.
Ebenso ist die Darstellungsgeschwindigkeit gestiegen. Sie ist immer noch recht träge, aber mindestens doppelt so schnell wie beim 60csx.
Wherigo
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So gut wie nie lese ich hier was über das schlicht und einfach grandiose "Wherigo" (einfach mal googlen oder wikipedia). Garmin setzt damit einen Meilenstein in der Unterhaltungsbranche. Einfach gesagt: GPS-Gestützte Computerspiele, nicht weniger steckt dahinter. Momentan wird diese Technologie fast ausschließlich zu Geocaching-Zwecken benutzt, doch steckt weit mehr dahinter.
Garmin hat mit Wherigo durch GPS einen Weg gefunden die virtuelle mit der realen Welt zu verbinden und für Unterhaltungszwecke zu nutzen. Mich würde es nicht wundern, wenn es in den nächsten Jahren auch kommerzielle Spiele geben wird, die GPS mit in den Ablauf einbinden.
Track und Genauigkeit
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Ein anderer Punkt der oft kritisiert wurde ist die Genauigkeit. Auch mein Colorado neigt dazu oftmals ziemlich daneben zu liegen, vor allem zu Fuß. ABER: das Problem ist keinesfalls "Ungenauigkeit". Das Gerät ist weit genauer als das 60csx. Es kann nur vorkommen, daß ein Track nach dem Anschalten für gewisse Zeit bis zu 40 Meter neben dem eigentlich gelaufenen Pfad liegt.
Erläuterung: Gehe ich z.B. einen perfekten Kreis mit 100Meter Radius. Dann zeigt das Colorado diesen Kreis ebenfalls nahezu perfekt mit 100Meter Radius an, aber er liegt bis zu 40 Meter neben dem eigentlich abgelaufenen.
Das ist ein großer Unterschied zu "Ungenauigkeit". Ungenau wäre das Gerät, wenn der Kreis falsch dargestellt wäre, einen zu großen oder zu kleinen Radius hat, Knicke im Track sind usw... Das ist aber nicht der Fall.
Ärgerlich, daß dieser - ich nenn das mal - Versatz noch nicht behoben wurde, aber er zeigte sich bei mir - wenn überhaupt - ausschließlich nach dem Einschalten des Geräts für maximal 40min. Danach korrigiert das Gerät und der Track ist so genau wie ich ihn mir beim 60csx oft gewünscht hätte.
Im Internet findet man recht viele Vergleichs-Trackaufzeichnungen (Oregon, Colorado, 60csx o.a.) die einem das Colorado 300 ziemlich vermiesen.
Dabei ist folgendes zu beachten: Das C300 bietet die Möglichkeit wie ein Autonavigationsgerät sozusagen mit magnetischen Straßen zu arbeiten. Diese Option ist für die Navigation im Auto sehr hilfreich und läßt sich Ein- und Aus-Schalten. Je nachdem ob ihr im Auto oder zu Fuß unterwegs seid führt sie zu einer miesen oder guten Trackaufzeichnung.
Kurze Erläuterung: Bei eingeschaltetem Modus "Auf Straße zeigen" versucht das Gerät euch permanent in Richtung einer Straße zu "ziehen". Mitten in der Wildnis ergibt das keinen Sinn und dementsprechend schlecht sieht dann die Trackaufzeichnung aus.
Ortsbestimmung
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Im Stillstand, oder bei kaum Bewegung hat das Colorado ebenfalls die bessere Methode zur Ortsbestimmung als das 60csx. Schlicht: Es friert den Track einfach ein. Es gibt kein wildes Umhertanzen des Tracks. Er bleibt an ein und dem selben Punkt, bis man sich wieder in Bewegung setzt. Allerdings gibt es genau in diesem Moment wo das Gerät quasi aus dem Dornröschen-Schlaf gerissen wird die größten Abweichungen. Aber immer noch weit weniger als beim 60csx, was mitunter dann schonmal einen Hopser von etlichen 10Metern macht, weil es begreift doch woanders zu stehen, als der Umhertanzende Track es vermutet hat.
Was zunächst negativ auffällt ist das nicht vorhandene Mitteln. Gab es beim 60csx noch die Möglichkeit beim Setzen eines Wegpunkts die aktuelle Position solange wie gewünscht zu mitteln, fehlt dies beim Colorado. Jedoch kann ich mich nicht erinnern diese Funktion auch nur einmal sinnvoll eingesetzt zu haben.
Autonavigation
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Natürlich gibt es keine Sprachausgabe und eine LiveView wie etwa beim Navigon 5110, die einem bei Autobahnausfahrten genau zeigt wo es lang geht, gibt es ebenfalls nicht.
Die Routingfähigkeit ansich hat mich allerdings so überzeugt, daß ich mein Navigon seit einiger Zeit garnicht mehr nutze.
Track Up, North Up, Isometrische Ansicht, Beliebig einstellbarer Zoom während der Fahrt, Planung der Route am PC, mit 2 Karten die Möglichkeit der Navigation auf einer Topokarte (natürlich nur in dem Maße wie es die Routingfähige Karte zuläßt) usw usw... das alles beherrscht das Colorado ohne Probleme zu machen.
Mögliches Fehlverhalten bei langen Routen:
Wenn ihr eine geführte Route fahrt und von dieser Abweicht, sollte das Gerät normalerweise die Route neu berechnen. Wenn die Route allerdings sehr lang ist, kann es vorkommen, daß das Gerät einfach aus geht, also abstürzt. Diesen Bug habe ich bis jetzt allerdings nur bei Routen festgestellt, die länger als 600Km waren.
POIs bzw.
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