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Gargoyle
 
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Gargoyle [Gebundene Ausgabe]

Andrew Davidson
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (70 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1 (31. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827007828
  • ISBN-13: 978-3827007827
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (70 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 181.042 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andrew Davidson
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Irgendwie kann sich der Ich-Erzähler in Andrew Davidsons Roman-Debüt Gargoyle die „lachhafte Vision“ nicht erklären, die ihn während einer Autofahrt überfällt. Vielleicht liegt es an den Drogen, die der Zyniker sich wieder einmal durch die Nase gezogen hat? Oder kommen die Bilder aus den Tiefen einer vorbiografischen Erinnerung? Wie dem auch sei: Plötzlich sieht der Mann einen Hagel brennender Pfeile auf sich herabregnen. Er kommt von der Fahrbahn ab, prallt fast mit einem Pick-Up zusammen, verliert die Kontrolle, stürzt in eine Schlucht –und findet sich später, grausam entstellt, im Krankenhaus wieder.

In Gargoyle trägt der Protagonist schlimmste Verbrennungen davon. Seinen Beruf wird er nicht mehr ausführen können, sein Leben scheint zu Ende zu sein, nur der Selbstmord verspricht Rettung. Doch dann tritt wie aus dem Nichts – und als eine Art Deus ex machina des dramatischen Geschehens – die ebenso faszinierende wie geheimnisvolle Bildhauerin Marianne Engel an sein Krankenbett: und die erzählt dem Kranken eine wahrhaft wundersame Geschichte, vor deren Hintergrund selbst die Vision von den brennenden Pfeilen und den angreifenden Heerscharen einleuchtend erscheint. Sie und er, sagt die Unbekannte, seien einst ein Liebespaar gewesen: im Deutschland des 14. Jahrhunderts, in dem Sie als Nonne, er aber als Söldner sein Dasein fristete. Marianne erzählt ihm von dieser Vergangenheit. Und allmählich kommt sein Lebensmut zurück: eine Reise durch Zeit und Raum, bis zum dramatischen Finale...

Gargoyles, das sind jene gurgelnden Wasserspeier an den Zinnen alter Kathedralen, die das Böse aus dem Innern fernhalten sollen. Um etwas Ähnliches – um das Böse, das bereits im Innern haust, und wie man es eventuell wieder los wird – dreht sich alles in Andrew Davidsons Roman. Der spielt geschickt mit den Versatzstücken aus Horror, Liebesroman und Fantasy – eine Mischung, die sicher nicht jeder mag. Wer sie aber mag, wird Gargoyle lieben. -- Isa Gerck

kulturnews.de

Nach meinem Unfall platzte ich auf wie ein frisch gegrilltes Würstchen. Zynisch analysiert der verdrogte Pornodarsteller den Autounfall, bei dem er fast vollständig verbrannte. Geduldig lässt er sich die abgestorbene Haut von Maden abfressen, aber insgeheim wartet er nur auf den Tag der Entlassung, an dem er sich umbringen wird. Wer will schon den Rest seines Lebens "wie das Dim Sum von letzter Woche" aussehen? Doch dann taucht eine Frau namens Marianne Engel auf, die behauptet, sie wäre im 14. Jahrhundert seine Geliebte gewesen. Er glaubt ihr nicht, aber irgendwie berührt ihn die schöne Verrückte mit den Engelsflügel-Tatoos. Sie erzählt ihm Liebesfabeln, Geschichten aus der Vergangenheit, und langsam kommt sein Lebenswillen zurück. Geschickt kontrastiert Davidson die gläubige Marianne und den zynischen Atheisten, Gegenwart und Vergangenheit. Das macht viel von der Faszination seines Debüts aus - neben seinem lebendigen Erzählstil voller literarischer Kniffe. So schickt er seine Hauptfigur während des Morphiumentzugs auf eine halluzinatorische Reise durch Dantes Höllenkreise. Am Ende steht die Einsicht, dass man die Liebe auch manchmal loslassen muss, um sie für immer währen zu lassen. "Gargoyle" ist eine dieser Geschichten, von denen man sich wünschte, sie wären wahr. (kat)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
68 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
eigentlich bin ich immer noch sprachlos, so sehr hat mich die lektüre umgeworfen. wirklich ein abgefahrenes buch. im mittelpunkt steht ein zynischer typ (pornoproduzent mit harter kindheit und exzessiver jugend), der zu beginn des romans zugekokst eine dunkle straße entlang entfährt, den bourbon zwischen die beine geklemmt - und plötzlich hat er halluzinationen (die man im verlauf des romans erst richtig versteht, alles ist in diesem buch miteinander verbunden, hat letztlich eine bedeutung), sieht pfeile auf sich zukommen. er reisst das steuer rum, rast in den abgrund, der wagen fängt feuer, und er natürlich auch. in letzter sekunde rettet ihn ein bach, und er wird mit schweren verbrennungen ins krankenhaus eingeliefert. allein diese ersten seiten sind die lektüre wert, so was sprachgewaltiges habe ich lange nicht mehr gelesen! ganz schön harter tobak. doch dann ... im kapitel drei erfährt die geschichte eine wendung durch eine schöne, mysteriöse Frau. marianne engel. sie tritt an sein krankenbett und behauptet, ihn vor siebenhundert jahren in einem kloster in deutschland kennengelernt zu haben, in engelthal. damals sei er ein söldner gewesen, der mit schweren verbrennungen ins kloster eingeliefert worden war, und sie eine nonne mit besonderen fähigkeiten. klar, die beiden wurden damals ein liebespaar und auch heute. aber wie das beschrieben wird, auf beiden erzählebenen, das ist ... einfach einzigartig! sehr berüherend, aber auch spannend, sinnlich und stellenweise komisch. für mich ganz klar einer der schönsten und krassesten liebesgeschichten, die ich in den letzten jahren gelesen habe. und dabei steckt in diesem buch noch viel, viel mehr als das. mittelalter, gargoyles, verbrennungen, eine irre höllenfahrt - und dann noch vier großartige, legendenhafte liebesgeschichten, die marianne engel dem erzähler erzählt ... lest selbst! so richtug kann man diese lektüre nicht in worte fassen. sie ist auf jeden fall ein ereignis!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von streuner
Format:Gebundene Ausgabe
Juhu, die Post ist da! Eine Büchersendung. Voller Vorfreude mache ich mich ans Auspacken. "Gargoyle!"...Na, da bin ich ja mal gespannt. Ich blättere durch die ersten Seiten und...bin geschockt! Ich habe einen Fehldruck erwischt, schießt es mir durch den Kopf. Lauter geschwärzte Stellen. Wo ist meine Lesebrille? Ah, hier! Ich schaue genauer hin. Erleichterung! Innerhalb der dicken schwarzen Balken geben sich in heller Blockschrift Wörter und Sätze zu erkennen. Mein Interesse ist sofort geweckt; ich muss auf der Stelle wissen, was Sinn und Zweck dieser schwarzen Balken ist und schon hat Andrew Davidson sein Lasso nach mir ausgeworfen und mich direkt eingefangen.
Kurz zum Inhalt:
Ein erfolgreicher und äußerst attraktiver Pornostar (der im ganzen Roman namenlos bleibt) verunglückt mit seinem Wagen unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Er trägt schwerste Verbrennungen davon und verbringt die kommenden Monate im Krankenhaus. Während sich Ärzte und Pflegerinnen um seinen Körper sorgen, malt sich der, nicht nur physisch, sondern in zunehmendem Maße auch psychisch Schwerstverletzte aus, wie er nach seiner Entlassung seinem Leben ein Ende setzen kann. Auf dem Höhepunkt der Selbstmordgedanken besucht ihn eines Tages Marianne Engel, selbst ehemalige Patientin im Krankenhaus, allerdings in der Psychiatrie. Sie erzählt ihm Geschichten und besteht darauf, dass sie vor siebenhundert Jahren ein Liebespaar waren. Sie, obwohl ganz offensichtlich verrückt, wird zu seinem ganz persönlichen Engel und...das sollten sie selbst lesen!
Mein Fazit:
Der Roman wird aus Sicht des Schwerstverletzten erzählt und die Emotionen kochen hier tatsächlich hoch. Ich denke jeder, der das Buch gelesen hat, ist tief beeindruckt von den Schilderungen der Verbrennung. Ich empfinde sie aber keineswegs als "eklig", sondern als medizinische Notwendigkeit und mein Verständnis für die Schwierigkeiten und Probleme von Verbrennungsopfern ist durch dieses Buch noch einmal ein ganzes Stück gewachsen. Besonders gut haben mir die kleinen Geschichten gefallen, die Marianne Engel dem einstigen Pornostar erzählt. Oft traurig, aber auch sehr romantisch und tröstlich. Als zum Beispiel Francesco aus seinem und Grazianas Ehering eine Pfeilspitze schmiedet, sind sicher nicht nur mir erste Tränen aus den Augen gekullert, um sich keine Seite später wieder in Lachtränen zu verwandeln. Auch die anfangs mysteriösen schwarzen Balken, die sich als seine "Rückgradschlange" herausstellen, waren treffend gesetzt und suggerierten es sei noch eine weitere Person gegenwärtig, die ihre Meinung kundtut.
Der Schreibstil ist einfach großartig und absolut mitreißend.
Dieser Debütroman von Andrew Davidson, der sich eigentlich in kein Genre so richtig einfügen will, wird mir sicher immer in Erinnerung bleiben und ist auch für mich ein Buch, dem ich mehr als fünf Sterne geben würde - ein absolutes Highlight am Bücherhimmel.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Ein Pornostar erleidet bei einem Autounfall schwere Verbrennungen und wird zum entstellten, verkrüppelten Brandopfer. Während der langwierigen, schmerzhaften Rekonvaleszenz taucht die anscheinend schizophrene Marianne Engel an seinem Krankenbett auf, Bildhauerin und Schöpferin dramatischer Gargoyleskulpturen. Sie behauptet, dass sie beide vor 700 Jahren im mittelalterlichen Deutschland ein Liebespaar gewesen seien, und dass er nun schon zum dritten Mal schwerste Verbrennungen erlitten hätte...

"Gargoyle" ist ein grandioser Roman über eine tiefe und kompromisslose Liebe, die die Jahrhunderte überdauert hat und nun ihre romantisch-tragische Erfüllung findet. Dabei gleitet der Roman nie ins Kitschige ab, denn zum einen findet der Ich-Erzähler die rechte Mischung aus aufwühlender Emotion und leichtfüßiger Distanz. Und zum anderen wird Liebe nicht als rosarotes Geschenk präsentiert, sondern der Ich-Erzähler lernt, tiefe Liebe als die andere Seite von schlimmem Schmerz und Verlust zu erkennen. Dabei erzählt "The Gargoyle" nicht eine geradlinige Story, sondern wirkt erst wie ein buntes Sammelsurium wunderbarer und seltsamer Geschichten, die sich um den wenig poetischen Aufenthalt des Ich-Erzählers in der Brandwundenklinik wie ein Puzzlestück herumranken; so beschreibt Marianne Engel ihr Leben als Nonne und Beguine im mittelalterlichen Engelsthal, und sie erzählt auch die wunderbarsten Geschichten über Fälle tragischer Liebe zu unterschiedlichsten Orten und Zeiten, doch ihre Schilderungen sind weniger romantisch als von der alltäglichen harten Realität und auch Grausamkeit gekennzeichnet (Verfolgung durch barbarische Söldner, Pesttod, lebendig begraben werden etc.). Obwohl der Roman wild durch die unterschiedlichen Geschichten springt, habe ich mich nie verloren gefühlt, sondern war bezaubert von der verwegenen Tour-de-Force durch Raum und Zeit, die sich schließlich in den letzten Kapiteln in ein harmonisches Ganzes ordnet.

Ob Marianne Engel vor 700 Jahren geboren wurde und ob sie schizophren ist - wen interessiert's, wenn ihre Erzählungen so wahnsinnig mitreißend sind und sie ein ganz wunderbarer Mensch ist, der so sehr lieben kann? Wenn ihre Liebe aus dem verzweifelten, verhärmten und zynischen Ich-Erzähler einen Menschen machen kann, der endlich sein Herz entdeckt und sein Schicksal annehmen kann?

Ein höchst bewegender Roman, der mich nicht mehr losgelassen hat. 6 Sterne.
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Vor 2 Monaten von Lexi veröffentlicht
Modernes Märchen für geübte Vielleser
INHALT

Ein namenloser Ich-Erzähler erleidet einen Autounfall und wird in einer Klinik für Brandopfer aufgenommen. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von SaraSalamander veröffentlicht
Sprachgewaltig und fesselnd...
"Gargoyle" halte ich schon wirklich für ein besonderes Buch. Schon auf den ersten Seiten war ich sehr gefesselt von der Erzählung. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Nicole W. veröffentlicht
Einfach nur fantastisch!!!
Gargoyle erzählt die Geschichte eines Mannes, der bei einem Autounfall schwerste Verbrennungen erleidet, jedoch überlebt. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von 'Buchwelten' veröffentlicht
Ein fesselndes Hörereignis mit viel Spannung, Schmerz und Liebe.
Beschreibung:

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