Ihren Artikel jetzt
eintauschen und
EUR 5,99 Gutschein erhalten.
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Anhören Wird wiedergegeben... Angehalten   Sie hören eine Probe der Audible-Audioausgabe.
Weitere Informationen
Dieses Bild anzeigen

Gargantua und Pantagruel Taschenbuch – 3. August 1974


Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Taschenbuch
"Bitte wiederholen"
EUR 14,55
10 gebraucht ab EUR 14,55 1 Sammlerstück ab EUR 24,90
Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 853 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 12 (3. August 1974)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458317775
  • ISBN-13: 978-3458317777
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 431.886 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Gargantua und Pantagruel
OT Gargantu et Pantagruel OA 1532–64 DE 1575Form Roman Epoche Renaissance
In dem satirisch-fantastischen fünfteiligen Romanzyklus Gargantua und Pantagruel verbindet François Rabelais mit bemerkenswerter Fabulierkunst Gelehrsamkeit und Volksweisheit, Spaß und Geist und fordert die Menschen zur Abkehr vom scholastischen und dogmatischen Denken auf.
Entstehung: Rabelais arbeitete über 20 Jahre an der Pentalogie. Das fünfte Buch erschien postum und ist vermutlich ursprünglich ein Teil des dritten bzw. vierten Buchs gewesen.
Inhalt: Nach Art der Ritterromane erzählt Rabelais die merkwürdig anmutenden Abenteuer der beiden Riesenkönige Gargantua und Pantagruel. Pantagruel ist durch immerwährenden Durst und enormen Appetit zu einer grotesk-gewaltigen Lebensführung genötigt, die allerdings auch mit einem unmäßigen Bildungshunger und Studieneifer verbunden ist. Diese Grundannahmen, die zum Teil auf alte Volksbücher und auf das berühmte Vorbild der Chansons de Geste aus dem Mittelalter zurückgehen, gestatten Rabelais, die Geschichte seiner beiden Helden und ihres Freundes Panurge (griech., der mit allen Wassern Gewaschene) mit einer an Episoden überreichen, sich assoziativ fortsetzenden Handlung zu verbinden.
Rabelais verknüpft populäres Erzählgut mit freier Fantasie, Legenden, Sagen und Seemannsgarn. Die unbekümmert wirkende sprachlich herausragende Präsentation ist dabei ebenso wichtig wie die erkennbaren Handlungsstränge, die teilweise sogar in den Hintergrund treten können. So wird die Frage, ob Panurge nach seiner Heirat von seiner Frau betrogen werden könnte, zum Ausgangspunkt einer weitläufigen Satire (Stichwort R S. 888) auf den Wissenschaftsbetrieb.
Struktur: Die eingehende Bildung sowie Erfahrung des Autors bilden das Fundament der Pentalogie, deren Stoff der Autor in den Klöstern und Bildungsstätten des Landes erworben und gesammelt hat. Montpellier, Lyon, aber auch Straßburg, Briancon, Grenoble oder Metz hat Rabelais besucht, erlebt und in seinem vielfältigen Frankreichbild mit einer im dritten und vierten Band immer stärker anekdotisch zerfallenden Romanhandlung verbunden. Besonders genau schildert Rabelais seine Heimat an der Loire, die zu jener Zeit a1s Kernland der Valois-Herrscher der Mittelpunkt des Königtums war. Das Land um Chinon ist Schauplatz des absurden Picrocholine-Krieges. Der tapferste in dieser Auseinandersetzung ist Bruder Jean, ein nicht sehr frommer Mönch, der zum Lohn von Gargantua die Abtei Thelème zugesprochen erhält. Sie ist das deutlichste positive Wunschbild des Werks, eine ideale Bildungsstätte in der jeder tun kann, wie ihm beliebt und in die nur schöne Menschen aufgenommen werden.
Da das Werk deutliche satirische Porträts wirklicher Personen enthält, hat man auch hinter den fantastischen Namen historische Persönlichkeiten vermutet: Grandgousier sei Ludwig XII., Gargamella Anna de Bretagne, Gargantua Franz I., Pantagruel demnach Heinrich II. und der verschlagene Panurge der Kardinal von Lothringen, ein Günstling Heinrichs II. In der Gestalt des Bruders Jean sahen Kundige den Kardinal du Bellay, den reichen und mächtigen Gönner des Dichters.
Wirkung: Die Wortschöpfungen, Anspielungen und Verballhornungen, für die neben eben den antiken Sprachen auch das Rotwelsch Pate stand, haben sich über den Übersetzer Johannes Fischart auch im deutschen Sprachraum verbreitet. Das Werk begründete den Ruhm des Dichters und fand viele Nachahmer. H. Sch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Rabelais, François frz. Schriftsteller *1494? La Devinière bei Chinon, †9.4.1553 Paris Gargantua und Pantagruel, 1532-64 François Rabelais ist vor allem als Schöpfer seines fünfbändigen Romanwerks Gargantua und Pantagruel bekannt geworden, dessen streckenweise fantastische Handlung ihm Gelegenheit gibt, Kirche und Bildungswesen des spätmittelalterlichen Frankreich satirisch anzugreifen und die geistigen Errungenschaften der jungen Renaissance dagegenzusetzen. Der Vater von Rabelais, ein Advokat, legte sein Vermögen in einem Landgut, einem Gasthof, möglicherweise auch einer Apotheke an. Für den geistlichen Stand bestimmt, absolvierte Rabelais sein Noviziat in La Baumette bei Angers, damals die Bildungsstätte großer Familien. Nach einem schweren Verstoß gegen die Regeln der Franziskaner durfte Rabelais zu den dem Humanismus zugewandten Benediktinern wechseln, wo er seine literarische Bildung vertiefen konnte und vom Neuplatonismus mit der zentralen Position des Menschen im Universum beeindruckt war. Später wurde Rabelais Weltgeistlicher sowie Sekretär und Gesellschafter reicher Prälaten aus großen Familien, was ihn für längere Zeit nach Rom führte. 1526/27 begann Rabelais ein Studium der Medizin in Montpellier neben eigenen Vorlesungen über antike Gegenstände, die ihn berühmt machten. Fortan hatte er durch die Medizin die Möglicheit zu einer weltlichen Existenz, indem er als Arzt in Lyon arbeitete. Einkünfte einer Pfarrei in Le Mans enthoben ihn materieller Sorgen, doch mehrten sich die Angriffe auf sein seit 1552 in Teilen publiziertes und vielfach nachgedrucktes Werk Gargantua und Pantagruel, u.a. von Johannes Calvin (1509-64). Der "uomo universale" schrieb auch medizinische, juristische und militärtechnische Abhandlungen. Berühmt, umstritten und in Paris gefeiert, starb Rabelais im April 1553 in der Seinestadt. Biografie: F.R. Hausmann, François Rabelais, 1979

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

5.0 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Siehe die Kundenrezension
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 29. April 2005
Format: Taschenbuch
François Rabelais hat sich seinen Ruf als "Zotenreißer, gottloser Spötter und grotesker Dreck-Apotheker" (Hermann Hesse) redlich verdient. Sein Opus magnum "Gargantua und Pantagruel" aus dem 16. Jahrhundert schäumt geradezu über vor Lebenslust und derben Späßen in Fäkalsprache, Sauf- und Zechgelagen, plastisch ausgemalter Körperlichkeit und grotesken Situationen. Erzählt wird die Geschichte der beiden Riesen Gargantua und Pantagruel, eines Vater-Sohn-Gespanns, das ... - aber die äußere Handlung tut wenig zur Sache. Die Riesen sind lediglich Aufhänger für eine ins Gigantische gesteigerte Beschreibung von Obszönitäten, skurrilen Episoden und seltsamen Ereignissen. Abschweifung ist Programm: Die Reise zum Orakel der göttlichen Flasche, die immerhin drei der fünf Bücher des Gesamtwerks ausmacht, gerät zu einer Aneinanderreihung der Lebensgewohnheiten seltsamer Inselbewohner. Hier paart Rabelais überbordende Sprachkunst mit beißendem Spott auf seine Zeitgenossen, die Justiz und die Kirche. Ob sich hinter dem lustvollen Riesenroman ein tieferer Sinn versteckt? Darüber streiten die Forscher noch heute. Der Universalgelehrte Rabelais selbst hätte sicher einen Heidenspaß an der schon Jahrhunderte währenden Verwirrung, die er unter seinen Erben angerichtet hat.
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen

Ähnliche Artikel finden