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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach phantastisch!, 24. November 2006
Gardens of the Moon ist der phänomenale Auftakt zu Steven Eriksons zehnbändigen Epos "A Tale of the Malazan Book of the fallen". Das mächtige Malazan Empire versucht den Kontinent Genabackis zu erobern. Nach dem Fall von Pale steht seinen Armeen nur noch eine freie Stadt, Darujhistan, und die Tiste Andii Armee unter der Führung von Caladan Brood im Wege. Doch ist Darujhistan erst eimal gefallen, so wird auch die Armee von Caladan Brood fallen, so glaubt Empress Laseen, die Regentin des Malazan Empires. Deshalb schickt sie die Eliteeinheit des ehemaligen Herrschers, die Bridgeburner, und den jungen Captain Paran nach Darujhistan, um den Weg zu ebnen. Doch dagegen haben nicht nur die Machthaber der Stadt etwas, sondern auch der mysteriöse Anomander Rake, Lord der Tiste Andii und Herscher über Moonspawn, einer fliegenden Festung. Zu all diesen Wirren kommen zu allem Übel auch noch mehrere Götter, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgen...
Oft wird an Steven Eriksons Saga die Komplexität und Schwierigkeit der Handlung bemängelt. Zugegeben: man muss sich erst reinfinden. Ich war zuerst auch vollkommen verwirrt, gerade wegen der vielen Rassen, Stämme und Organisationen (wer waren jetzt gleich noch mal die Crimson Guard und auf wessen Seite stand die? :-)). Aber man findet sich rein in diese Welt des Krieges und der Zwietracht, man muss nur am Ball bleiben und das wirklich ausführliche Dramatis Personae und Magie-, Ort- und Rassenerklärungen im Anhang zu Rate ziehen. Auch wenn bereits Handelsstränge gelegt werden, die erst in viel späteren Bänden aufgeklärt oder gelöst werden auftauchen, es lohnt sich wirklich, man muss nur am Ball bleiben! Aber nicht nur die genaustens durchdachte Geschichte fesselt hierbei den Leser, sondern auch der brilliante Schreibstil von Steven Erikson: er schafft es auf der einen Seite die Gräuel des Krieges mit einer derart düsteren Stimmung einzufangen, dass man beim Lesen ganz beklommen und betroffen wird, auf der anderen Seite kann schon in der nächsten Szene ein durchaus amüsantes Wortgefecht folgen. Mit unvergleichlichem Charme füllt der Autor seine Seiten, ich habe die englische Fassung nicht nur gelesen, um mein Englisch aufzupolieren, sondern weil ich persönlich die deutschen Übersetzung grauenvoll finde, die sich leider meiner Meinung nach durch einen Mangel an Gefühl negativ auszeichnet und zum großen Teil einfach lieblos wörtlich übersezt wurde oder mit einem Hang zu ungewöhnlichen, schlichtweg heute meist nicht gebräuchlichen Wörtern (s.u.). Auch wenn die englische Ausgabe durchaus schwierig zu lesen ist, kann ich den Leuten, die des Englischen mächtig sind, von der deutschen Fassung nur abraten (hinzu kommt, dass die Bücher nach dem ersten Band im deutschen in je zwei Bücher geteilt wurden, so dass man letztendlich doppelt so viel zahlt als bei den englischen Büchern (englisch: 10 Bände, deutsch: voraussichtlich 19), denn man gewöhnt sich an das große Vokabular, dessen sich Steven Erikson bedient. Gerade diese Vielfalt an Worten lässt das Geschehen wirklich zum Greifen nahe erscheinen, als stünde man direkt neben der gerade handelnden Person...
Dies ist ein weitere Pluspunkt für den Autor: ich habe noch keine Geschichte mit so vielen so gut ausgearbeiteten Charakteren erlebt, die auch völlig unterschiedlich sind: so sind sowohl Kalam Mekhar als auch Rallick Nom Assassinen, ähneln in Charakter und Auftreten tun sie sich deswegen noch lange nicht, wie dies sicherlich in vielen anderen Fantasygeschichten der Fall wäre. Es fällt einem unter einer so großen Auswahl an sympatischen Charakteren wirklich schwer einen Lieblingscharakter zu benennen. Mir fallen spontan immer mindestens vier ein, nach kurzem Nachdenken muss ich diese Liste aber drastisch erweitern. Ebenfalls erstaunlich ist, dass einem eine schwarz-weiß Einteilung der Protagonisten wie bei "Der Herr der Ringe" sehr schwer fallen dürfte. Sowohl auf der Seite des Empires, als auch in Darujhistan gibt es Sympathen und Unsympathen, jeder hat seine Gründe für seine Ideale, Vorstellungen, Gewohnheiten, Handlungsweisen etc. einzustehen. Gerade deswegen trifft es einen um so mehr, wenn einer der liebgewonnenen Charaktere stirbt. Und dies ist eine weitere erstaunliche Tatsache: Steven Erikson hat keine Angst, seine Charaktere einfach sterben zu lassen, obwohl er sie so gut ausgearbeitet hat und bestimmt einiges an Arbeit drinnsteckt. Im Krieg überleben nun mal nicht alle, das ist einfach realistisch...
Alles in allem war die sechsjährige (!) Vorbereitungszeit für sein Epos keine verschwendete Zeit: er hat eine faszinierend detailreich ausgearbeitete Welt erschaffen, kann diese phantastisch darstellen durch einen ausgezeichneten Schreibstil, der einen fesselt und direkt ins Geschehen versetzt. Eine Fülle liebevoll beschriebener Charaktere auf beiden Seiten der Kontrahenten haucht der Welt ihr Leben ein und lässt einen wirklich mitfiebern. Ein geniales Werk, das ich nur jedem wärmstens empfehlen kann.
P.S. Meine Meinung zur deutschen Übersetzung, falls jemand gerne ein Beispiel hätte:
"Empress Laseen" ist "Imperatrix Laseen". Also mal ehrlich: ich kannte das Wort erst, nachdem mir jemand gesagt hatte, dass es so tätsächlich im Duden stünde, aber wer sagt das schon? Ich hab noch nie wass von Imperatrix Elisabeth oder so gehört, auch nicht über die Kaiserinnen im alten Rom, die in deutschen Geschichtsbüchern, man staune, Kaiserin genannt werden. Wie wärs damit gewesen? Oder eingedeutscht Imperatorin?
"Quick Ben" wird zwar zu "Der schnelle Ben" (ja, der Artikel steht immer dabei, das klingt ganz toll und ich glaube nicht mal, dass mit quick in diesem Fall schnell gement ist), "Tattersail" aber wieder zu "Flickenseel". Was nun? Entweder ich übersetze alle Namen wörtlich oder lasse es ganz. Sail ist das Segel. Oder ist Seel jetzt wieder ein altdeutsches Wort für Segel? Muss ich dringend mal nachschauen... wahrscheinlich muss ich dankbar sein, dass "Anomander Rake" nicht zu "Anomander Kratzeisen" oder "Anomander Neigungswinkel" wurde. Wie wäre es mit Namen einfach stehen lassen und eine Fußnote mit Anmerkung zur wörtlichen Bedeutung, wie oft bei den Übersetzungen von Terry Pratchet geschehen, wenn etwas nicht so eindeutig mit einem Wort übersetzbar ist. Bei "Whiskeyjack", der mit "Elster" übersetzt wurde, könnte auch das Getränk eine Rolle spielen, so lange man nicht weiß, wie genau Whiskeyjack zu seinem Namen gekommen ist, der ihm von seinem Ausbilder beim Militär gegeben wurde, sollte man den namen einfach so stehen lassen um die Doppeldeutigkeit zu erhalten (Whiskeyjack ist eine kleine Elsterart). Bei sechs Jahren wird Steven Erikson sich dabei bestimmt was gedacht haben.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
A long-winded but good beginning to a new series., 22. Juli 2004
Empress Laseen and her Claw assassins rule absolute. However, Anomander Rake, Lord of the Tiste Andii, gives a few bloody confrontations. Through all the blood shed and death, Laseen still looks to other lands, her mind set to conquer. The High Mage Tayschrenn betrays his troops. He has no idea that Tattersail, the sorceress in command of the Second Army's wizard cadre, knows of his betrayal. She watches her men die, seethes, and plans. At her side, unwanted, is a marionette. Its wooden body holds the soul of the wizard Hairlock. Hairlock is a wild card. He faces even the mule-sized Hounds of Shadowthorne. But Tattersail wonders if he is friend or foe, sane or not. The old Emperor's élite, known as the Bridgeburners, are led by Sergeant Whiskeyjack. The have a "recruit" named Sorry, around the age of fifteen, whose very presence makes the troop's mage tremble. She is believed to be a pawn of the gods. **** These are but a few of the characters this novel follows. The plots are many, with even more sub-plots. The story jumps around often, making it difficult to keep up with what is happening and where. Yet each section is full of magical battles, as well as, battles by blade. As things get hot, the book shifts to "Part Two" with new characters to learn and more plots to view. They will eventually all mesh together for even bigger and more exciting battles. All-in-all, this is an action packed fantasy, though long-winded at times, that will ignite your imagination as few others. ****
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Deadhouse Gates, 19. September 2000
As Bantam, for some inexplicable reason, persists in delaying publication of Steven Erikson's books in the States, I wanted to announce for those of you listening---and for those of you who are unfamiliar with the author but should be---that the sequel to "Gardens of the Moon has been released in Britain, and is available through amazon.co.uk. And yes, in many ways it is even better than the original. If you prefer fantasy that draws upon the familiar, the tried and true as well as tired conventions, a storyline that is easily recognized and with which you are already well acquainted, with a main character whose adventures you can readily follow and a plot that is simple and linear, this is not the book for you. Shifting between a rich and varied cast of characters, with events taking place at a pace that at times leaves the reader breathless, this vivid and multifaceted tale contains enough material to fill another author's ten books. And, despite all the twists and turns confronting the narrative, rarely does the story ever lag or falter, instead hurtling on through a world so richly imagined and textured that any other writer must look on in wonder and envy---I know I certainly do. Stephen Donaldson has hailed the author's imagination as being "vast in scope" and "almost frighteningly fecund." I could not agree more. This is a work that demands the reader's attention: so much is taking place that if you blink you may miss it. Though at times the author's prolific weaving of plot threads and imaginative furies can almost overreach themselves, never once is the reader left long dangling, instead swept back into the maelstrom of events and worlds that not so much unfold as rush to be revealed, anticipation racing over every page. Even in rare moments, when the narrative's aims seem unclear, the vivid writing holds one spellbound. Quite an accomplishment, and not for the faint of heart. Without a doubt, one of the best books of the year. There's a new voice in fantasy, one as ringing and exuberant and clear as a legion's clarion call, and it belongs to Steven Erikson.
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