Wir haben uns den Mäher letztes Jahr gekauft, mit einem zweiten Akku, weil wir insgesamt ca. 600-700 m² zu mähen haben. Wir waren das hohe Gewicht und den Lärm des Benzinmähers und die Fummelei mit dem Kabel des Elektromähers leid.
Akkuleistung: Wir kommen mit dem ersten Akku mindestens auf 300-350 m², nach dem Mähen der Gesamtfläche ist der zweite Akku noch nicht leer.
Schnittergebnis: Ein Spindelmäher schneidet bekanntermaßen das Gras ab wie mit einer Schere, im Gegensatz zum herkömmlichen Sichelmäher, der es abhackt. Dies tut dem Rasen sehr gut, es entsteht ein gleichmäßiger, dichter grüner Teppich. Es kann schon mal passieren, dass der Mäher einzelne Halme herunterdrückt und dann nicht auf Anhieb abschneidet, ggf. geht man noch einmal aus einer anderen Richtung über so eine Stelle. Mit dem Gesamtergebnis sind wir jedenfalls äußerst zufrieden, so schön war der Rasen noch nie.
Dieser Mäher ist übrigens der erste und bisher einzige, der das Gras in unserer Regenwasserversickerungsgrube und vor allem an deren Seitenhängen ordentlich mähen kann, ohne dabei Macken in die Fläche zu hauen.
Handhabung: Der Mäher ist im Vergleich zu herkömmlichen Elektromähern relativ leicht. Das Schieben geht leicht, das Herausheben des Fangkorbs zum Entleeren ist etwas umständlich, aber mit etwas Routine kein Problem. Das Aufstecken und Herunternehmen des Akkus geht sehr leicht.
Geräuschentwicklung: Deutlich leiser als ein durchschnittlicher Elektromäher.
Wartung: Das Saubermachen ist etwas umständlich, wie bei allen Spindelmähern, da man die einzelnen Klingen der Spindel säubern muss. Man sollte es immer sofort nach dem Mähen machen, so lange das Gras noch feucht ist und man es einfach abwischen kann. Bisher mussten wir den Schnitt (das Untermesser) nicht nachstellen, aber irgendwann wird das wohl fällig. Das Verfahren hierzu ist in der Anleitung gut beschrieben.
Hinweis: Wenn das Gras sehr hoch steht und man dann zu schnell mäht, kann es sein, dass der Mäher zwischendurch wegen Überhitzung des Akkus ausschaltet. In diesem Fall muss man die Schnitthöhe ändern bzw. langsamer mähen.
Der Mäher lässt sich auch ohne Motorantrieb verwenden, die Spindel wird dann wie bei herkömmlichen Handrasenmähern von den Rädern angetrieben, allerdings ist dann das Mähergebnis nicht ganz so gut, weil die Spindel langsamer dreht, notfalls geht das aber schon.
Zusammenfassung: Unser bisher bester Mäher, sehr empfehlenswert.
Nachtrag 21.07.2010:
Wenn das Schnittergebnis nicht so gut ist, sollte man mal bei laufender Spindel gaaaanz langsam schieben und beobachten, ob Halme zwischen Spindel und Untermesser hindurchgezogen, aber nicht abgeschnitten werden. Falls dies so ist, muss das Untermesser nachgestellt werden. Ideal ist die Einstellung, wenn man die Spindelklingen mit einem leichten (!) Schabegeräusch (kein Klappern oder Schlagen) am Untermesser vorbeiziehen hört (das ist im Übrigen auch genau das Geräusch, das mir von früher von den Hand-Spindelmähern noch im Ohr ist). Die korrekte Einstellung hat einen großen Einfluss auf das Mähergebnis.
Bei der Hitze mähen wir derzeit mit relativ hoher Schnitthöhe (37), und der Rasen sieht toll aus.