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In diese Szenerie der trostlosigkeit platzt der lebende Albtraum aller Ordnungsfanatiker und beherrschten Menschen: Samantha. Von nun an zieht etwas Hektik, Leben, Energie und Gefühl in Largemans Leben und den ganzen Film. Langsam aber sicher wird Large aus seinem medikamentösen Winterschlaf erweckt und man bekommt mit, wie aus diesem verpeilten etwas tatsächlich ein Mensch wird.
Der Film ist eine Mixtur aus Gesellschaftssatire, Coming-of-Age Movie und romantischer Komödie. Am Ende des Films hat man ähnlich wie Andrew eine Odyssee durch einen Alltag mit Tiefen und Höhen, lustigen und seltsamen Momenten, charakteren die nerven und sympathisch sind. Das Leben selbst in seiner pursten Form gibt sich die Ehre auf der Leinwand - und man denkt: vielleicht wird ja doch alles wieder gut. Ein wahrer Feel-Good-Movie abseits des Mainstreams. Besonders Beeindruckend ist, das Zach Braff Drehbuch, Regie und Hauptrolle übernimmt. Natalie Portland schafft es hier mit diesem Film eindrucksvoll zu beweisen, das man nicht auf ewig zu einer riesigen Mainstream Rolle verdammt sein muss. Wer war nochmal Prinzessin Leiah?
Besondere Erwähnung verdienen hierbei natürlich die Schauspieler: Zach Braff als durch Psychopharmaka emotional eingerosteter Nachwuchsschauspieler, Sir Ian Holm als dessen frustrierter und unterkühlter Vater, Peter Sarsgaard als der liebenswürdige Taugenichts-Freund aus Andrews Jugend, und allen voran natürlich Nathalie Portman als die quirrlige neue Liebe in Andrews Leben - mal ehrlich: wer hatte Portman sonst noch nach den letzten 3 Star-Wars-Filmen als Schauspielerin bereits für immer abgeschrieben? Hier beweist sie aber gekonnt, dass sie nicht nur schön und begabt ist, sondern auch äusserst lustig sein kann.
Auch wenn der Film gegen Ende doch ein wenig sentimental wird (das Problem ist ja, dass die Selbstfindung von Andrew praktisch keine Handlung hat und deshalb wohl jedes Ende irgendwie künstlich wirken würde), kann ich den Film wirklich nur wärmstens empfehlen, besonders all jenen, die gerne absurden Humor, Romantik und Drama vereint sehen.
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