Da noch niemand die neue Version der DVD bewertet hat, habe ich beschlossen, das zu übernehmen.
Zur Handlung des Films:
Der 24-Jährige Andrew "Large" Largeman wartet vergeblich auf seinen Durchbruch als Schauspieler, jobbt in einem vietnamesischen Restaurant und lebt vor sich hin, bis er eines Tages einen Anruf von seinem Vater bekommt: Seine Mutter ist gestorben.
Er reist in seinen Heimatstaat New Jersey ("Garden State"), um der Beerdigung seiner Mutter beizuwohnen. Wieder in New Jersey trifft er auf alte, aber auch neue, Bekannte. So zum Beispiel lernt er die quirlige Sam kennen, die sein bisher gekanntes Leben verändert.
Nicht umsonst bekommt der Film von mir fünf Sterne, denn in der schnöden und fad klingenden Idee steckt so viel mehr, als man am Anfang erwartet. So haben mich die hohe Metaphorik, sowie die vielen Einzelheiten, die erst entdeckt werden müssen, maßlos begeistert. Ich muss zugeben, dass der Film unter Garantie nichts für jeden ist und an einigen Stellen in den Augen von einigen schon langatmig und belanglos zu sein erscheint. Doch mir persönlich hat das in keiner Sekunde etwas ausgemacht, im Gegenteil. Ich habe den Film inzwischen 3 Mal gesehen und habe nach jedem Schauen das Gefühl gehabt, dass ich ihn auf der Stelle noch einmal sehen könnte, ohne, dass ich es langweilig finde.
Denn es gibt immer wieder etwas zu entdecken, was man vorher noch nicht gesehen hat und dafür liebe ich den Film. Auch großartig fand ich, dass jeder Person ein ganz individueller Charakter gegeben hat. Natürlich wurde der nicht immer deutlich, Ritter-Tim hatte zum Beispiel nur knapp 5 Minuten Screentime (schade eigentlich, Jim Parsons ist ein so talentierter Schauspieler), was mich gleich zu meinem nächsten Punkt bringt: Der Film gibt einem nicht alles, was man wissen muss. Die Haupthandlung ist klar, strukturiert und eindeutig, aber von weiteren Nebenhandlungen bekommt man Fragmente, die dazu anregen, selbst über das Mögliche nachzudenken.
Insofern unterscheidet sich der Film von dem typischen Hollywood Klischee: Es gibt Ansätze, die weitergeführt werden könnten, wie zum Beispiel den Sohn-Vater Konflikt. Wird es aber nicht.
Das von einigen kritisierte und "gezwungene" Happy End ist meiner Meinung nach vollkommen berechtigt, denn (Achtung, ab hier massive Spoiler) Andrew liebt Sam und möchte seinem trostlosen, vorherigen Leben entkommen, warum also sollte er nicht bei ihr bleiben? Und wenn man noch mal auf den Traum am Anfang des Filmes zurückblickt, lässt das viel Raum für Interpretation: Hätte Andrew seine Tabletten nicht zu Hause gelassen, hätte er keine Kopfschmerzen gehabt, nicht zum Arzt gemusst, Sam nie kennengelernt und er wäre am Ende des Filmes in das Flugzeug gestiegen. Dieses wäre abgestürzt, mit ihm und es wäre geendet wie der Film begonnen hat. Somit ist das Ende also durchaus berechtigt!
Ich könnte noch eine Menge zu dem Film erzählen, doch ich denke das reicht, um sich seine eigene Meinung zu bilden (: