Andrew, ein von sich und seinem Leben zutiefst desillusionierter junger Mann, kehrt wegen eines familiären Todesfalls nach vielen Jahren in seinen Heimatort zurück und muss sich dort mit alten Freunden, seiner Familie und vor allem der eigenen Vergangenheit auseinandersetzen.
Andrew (und dem Zuschauer) droht bei dieser Ausgangslage ein emotionaler Horrortrip, aber seine Geschichte wandelt sich im Laufe der gut 90 Minuten zu einem Herz erwärmenden Feel-Good-Movie der aller schönsten Sorte.
Andrew durchläuft bei seinem Aufenthalt viele scheinbar alltägliche Situationen, durch die er sein eigenes Dasein und Wertesystem aus einem anderen, für ihn neuen Blickwinkel wahrnimmt und überdenkt. Letztlich hilft ihm das dabei, ganz langsam wieder Vertrauen in sich selbst, seine Mitmenschen und die Zukunft zu gewinnen.
Die Kernaussage "Wenn du dich deinen Ängsten stellst, ist der schwierigste Schritt zur Überwindung bereits getan", ist nicht gerade neu, berührt aber immer wieder.
Thematisch erinnert der Film sehr an (das ebenfalls sehr gute) "Elizabethtown". Wo aber "Elizabethtown" - ganz Hollywood-like - zu Bombast und Kitsch neigt, ist "Garden State" zwar weniger spektakulär, aber damit näher dran am "echten Leben".
Sehr positiv muss zudem der skurrile Humor hervor gehoben werden, der sich durch den ganzen Film zieht. Dadurch bleibt der Film stets unterhaltsam und verhindert, dass es langweilig oder unangenehm tragisch/gefühlsduselig wird.