Die Filmreihe ist sich treu geblieben. Auch diesmal ist die Geschichte poetisch angehaucht, wobei sich die Poesie in diesem Fall auf die Verzweiflung der Hauptfigur konzentriert und in Bildern von manchmal recht drastischer Brutalität daherkommt. Im Zentrum steht der Junge Lio, dessen "innerer Ursprung" erweckt wurde, sozusagen sein tiefstes, inneres Wesen. Ab diesem Moment beginnt er, Menschen zu töten und sie anschließend aufzufressen. Die einzige, die ihn aufhalten kann, ist Shiki, doch diesmal könnte es durchaus passieren, dass ihr der Gegner überlegen ist.
Poetisch ist auch die Bildsprache, vom Sountrack gar nicht erst zu reden. Damit reiht sich auch dieser Film in eine Reihe mit anderen, wie z.B. "Sin City". Die sind natürlich völlig unterschiedlich, was Handlung und Optik angeht. Beiden geht es aber um die filmische Umsetzung der comictypischen Bildsprache, der man ansieht, dass sie eigentlich gemalt ist (und nicht gefilmt) und deren stark monologische, erzählende Satzstruktur eben genau sichtbar macht, wie hier ein Comic das Laufen gelernt hat. Auch diesmal hat man übrigens wieder tolle deutsche Stimmen spendiert (z.B. DiCaprios deutsche Stimme als Lio).