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Garden Ruin
 
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Garden Ruin

Calexico Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (31. März 2006)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: City Slang (Universal)
  • ASIN: B000ELL7GG
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Cruel 3:59EUR 0,99
Anhören  2. Yours And Mine 2:29EUR 0,99
Anhören  3. Bisbee Blue 2:47EUR 0,99
Anhören  4. Panic Open String 4:09EUR 0,99
Anhören  5. Letter To Bowie Knife 3:03EUR 0,99
Anhören  6. Roka 3:42EUR 0,99
Anhören  7. Lucky Dime 2:31EUR 0,99
Anhören  8. Smash 3:45EUR 0,99
Anhören  9. Deep Down 4:31EUR 0,99
Anhören10. Nom De Plume 3:17EUR 0,99
Anhören11. All Systems Red 6:09EUR 0,99


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de Redaktion

Garden Ruin packt einen nicht sofort -- so der erste Eindruck. Aber das geht ja nun nicht, Calexico und ein schlappes Album, das passt nicht zusammen. Nicht nach Feast Of Wire und schon gar nicht nach Hot Rail. Also wieder und wieder reinhören, auf Detailsuche gehen, die Stimmungen aufsaugen, Texte analysieren und siehe da: Garden Ruin ist wieder ein gutes Album von Joey Burns und John Convertino.

Die beiden Musiker aus Tucson / Arizona haben mittlerweile Giant Sand verlassen und die neuen zeitlichen Freiräume genutzt. Sie arbeiteten, spielten oder tourten mit Wilco, Iron & Wine, Nancy Sinatra, Nicolai Dunger, Neko Case oder dem Gotan Project, tauchen in Collateral, dem Film von Michael Mann, auf. Dann waren da immer wieder politische Gespräche mit Fans in Europa. So etwas hinterlässt Eindrücke wie Einflüsse. Gepaart mit der nicht neuen Erkenntnis, dass man ja älter und (hoffentlicht) erfahrener wird, dass eine Band im Stillstand bald eine tote Band ist, haben Calexico Justierungen vorgenommen.

Im welt- und genreumspannenden Klang-Cosmos mit seinen bekannten und immer wieder genannten Elementen aus Fado, Chansons, Italo-Western, Jazz, Gypsy-Musik, mexikanische Bläser, Folk oder Country war noch immer Platz für Neulinge und Erneuerungen. So gibt es jetzt mit JG Foster einen Produzenten, kein Track ist ein Instrumental, die Mariachis und Streicher mussten etwas Raum an Backing-Gesang abtreten. Durch mehr Pop-und Rock-Elemente sind viele Songs griffiger, melodiöser und flüssiger geworden. Für alle Stimmungslagen haben Calexico wieder etwas parat: „Panic Open String“ oder „Yours And Mine“ für die Melancholiker, „Smash“ für die Träumer, „Letter To Bowie Knife“, „Deep Down“ und das grandiose „All Systems Red für die Liebhaber härterer Kost.

Parallel zur Veränderung in den Arrangements haben Calexico, die Re-Inkarnation der sensationellen Gruppe Love, auch inhaltlich zugelegt und die politischen Gedanken und Emotionen im Entstehungsprozess von Garden Ruin in die Texte einfließen lassen. So thematisiert „Cruel“ Umweltzerstörung und in dem finalen „All System Red“ attackieren Calexico mit so nicht gekannter Wut einen nicht gerade beliebten US-Präsidenten. Ohne ihn wäre die Welt zwar um einige Probleme ärmer, dafür ist die Pop-Kultur - welch schwacher Trost - um etliche Songs reicher geworden. Jetzt hat er schon Calexico gegen sich aufgebracht und sie zur Hochform getrieben. Der Mann versteht es, sich namhafte Feinde zu machen. --Sven Niechziol

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67 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Trompeten raus, Balladen rein - die tolle neue Calexico, 19. Februar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Garden Ruin (Audio CD)
Diese Platte wird für manchen Calexico-Hörer ein Schock sein. Fast alles ist ganz anders. Nur noch 11 Songs in 40 Minuten, statt 16 in 60. Keine Instrumentals, kaum jazzige Sound-Experimente oder atmosphärisch-flimmernde Wüstenrock-Schnipsel. Nur wenig Bläser, schon gar keine rasanten Doppeltrompeten-Sätze von Wenk/Valenzuela.

Stattdessen: Große Songs, so konzentriert und "auf den Punkt" gespielt wie noch nie in der zehnjährigen Band-Geschichte. Ein Joey Burns, der als Sänger besser ist als je zuvor (das deutete sich ja schon auf "Feast of wire" und den letzten Tourneen an). Akustik- und E-Gitarren, die über den bisher viel bescheideneren Beitrag zum Gesamtbild Calexicos weit hinausgehen - teils zart-melodisch, teils episch ausgreifend (Neil Young lässt bei "Deep down" und "All systems red" grüßen).

Man kann die Konsequenz von Burns/Convertino und ihren Mitstreitern nur bewundern, trotz der stetig zunehmenden Popularität als TexMex-Mariachi-Folkrock-Band nochmal den Kurs zu ändern. Dass sie sich nicht zu einer munteren Party-Kapelle degradieren lassen, was beim vierten Album mit ähnlicher Richtung gedroht hätte.

Stattdessen bietet "Garden ruin" (neu sind übrigens auch der Cover-Künstler und der Produzent J.D. Foster) edel gewirkte Americana-Balladen (wunderschön: "Yours and mine", "Smash"), lupenreinen Pop ("Bisbee blue"), das wie ein Steely-Dan-Song federnde Westcoast-Highlight "Lucky dime", Chansoneskes ("Nom de plume") oder die schon genannten Rocker mit fantastischer Gitarren-Wucht am Schluss. Dem alten Sound am nächsten kommt noch "Roka" mit seinen feinen Bläsersätzen.

Die Texte sind auf gewohnt hohem Niveau, angesichts der tiefen Verachtung für die US-Politik von George Bush jedoch noch etwas wütender als früher. Vielleicht dachten Calexico ja auch, dass bittere Wahrheiten eher in ruhigen Songs als in ausgelassener Fiesta-Atmosphäre präsentiert werden sollten, und schalteten deswegen ein, zwei Gänge zurück.

Die neue Calexico-CD überwältigt womöglich nicht schon beim ersten Mal (mir ging es beim ersten Hören meines Vorab-Exemplars nicht anders). Aber dann entdeckt man immer mehr Fein- und Schönheiten, verneigt sich vor dem Einfallsreichtum, der Virtuosität und dem Mut dieser großartigen Gruppe. Und bald weiß man, dass "Garden ruin" ein mehr als würdiger Nachfolger für das epochale "Feast of wire" geworden ist. Hut ab vor der zur Zeit wohl besten Rockband der Welt!

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Calexico geht neue Wege, 14. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Garden Ruin (Audio CD)
Das was die Band mit diesem Album geschaffen hat, ist nicht selbstverständlich - und schon gar nicht für Calexico!

Calexico, bekannt für Texmex-Wüstenrock geht nach mehr als einer Hand voll Alben ganz neue Wege: Weit weg vom Mariachi hat sie ein erstklassiges Rockalbum aufgenommen. Besonders hervorzuheben sind der Opener "Cruel", das in einer Explosion gipfelnde "All Systems Red" und das mit Salvador Duran aufgenommene "Roka".

Eine Weiterentwicklung, die man der Band einfach nur gönnen muss. Der vorige Rezensent scheint sich an genau dieser zu stören: Ich empfehle ihm, ein Calexico-Konzert zu besuchen. Da kommt er nach wie vor auf seine Kosten, weil die Band nicht ihre alten Lieder vergessen hat.
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Stillstand ist der Tod - Calexico sind mutig., 15. Mai 2006
Von 
Wolfgang Gerr "Gazonganer Postrocker" (Fulda oder Nordenham, jenachdem) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Garden Ruin (Audio CD)
Bevor Sie diese Rezension weiterlesen, sollten Sie wissen, dass ich diese CD noch nicht sehr oft gehört habe und sie vielmehr einen zweieinhalb-ten Eindruck beschreibt, als eine detaillierte Rezension darstellt. Und vorab: Die CD ist es wert; kaufen oder zumindest irgendwo ausleihen und oft hören!

Aber eine so idiotische 1-Stern-Rezension (Produktseite der Limited Edition mit DVD) kann ich nicht auf mir und will ich nicht auf Calexico sitzen lassen.

Sie ist so lang, weil sie so lang sein muss, und geht auf Calexicos Geschichte zurück, weil Garden Ruin in zwar nicht gleichwertiger Balance in die Vergangenheit blickt, wie sie ihren Schwerpunkt auf die ungewisse Zukunft setzt, aber doch genug Hommage an die bisherigen Calexico bietet, um nicht nur als vollwertiges, sondern vielleicht sogar als bestes Calexico-Album bezeichnet zu werden.

Eine kurze Geschichte zu Calexico aus meiner Perspektive: Irgendwann kamen sie über meinen Bruder (der qualitativ wie quantitativ den höchsten Input in den musikalischen Teil meines Gehirns darstellet) in mein Ohrwurmzentrum, etwa zu der Zeit, in der ich mich von handelsüblicher Kiffermucke distanzieren wollte. Und siehe da, entspannender, origineller, teils psychedelisch anmutender (gewisse Substanzen? Ähem, ich doch nicht.), aber immer verdammt guter Country-artiger Rock, der einem Leone-Western hätte entstammen können. Damals also ideale musikalische Untermalung für mein Kino hinter geschlossenen Augen (etwaige Inhalte meiner Blutbahn überlasse ich ihrer Phantasie).

Irgendwann habe ich mich tiefergehend mit Calexico beschäftigt, mir große Teile ihrer Discographie zugelegt (inklusiver genialer Live-DVD) und sie Lieben gelernt. Als ich Garden Ruin das erste Mal in einem Elektronikmarkt probegehört habe, war ich mehr als enttäuscht. Ich habe in ein paar Lieder reingehört, mir keine Zeit genommen und zu schnell weitergeskippt. Großer Fehler. Garden Ruin ist wie guter Wein (bzw. gutes Bier ...). Man muss ihn reifen lassen, genüsslich konsumieren und darf sich vom zuerst vielleicht obskur anmutendem Bei-/Nachgeschmack nicht irritieren lassen, sondern muss auf ihn eingehen. Denn dann erkennt man seine wahre Stärke:

Garden Ruin ist Weiterentwicklung. Progressiv. Progressive Rock. Progressiver vielleicht als The Mars Volta, während sie mit Tool schlafen und im Hintergrund Pink Floyd läuft. Denn was ist schlimmer, als ein drittes Album (das angeblich schwierigste einer angehenden Bandgeschichte), das fast genauso klingt, wie die zwei erfolgreichen Vorgänger? Genau, ein viertes!

Calexico können stolz auf ihre lange Vergangenheit zurückblicken, denn sie haben großartiges geschaffen. Und manche mag es verwundern, und viele mag es abschrecken, und noch mehr mögen es nicht mögen, dass man jetzt in Calexico-Liedern diese Indie-E-Gitarren hört, die bei anderen Indie/Alternative/Postrock-Bands die Wall of Sound, den Klangteppich, oder wie auch immer man es bezeichen mag, verfeinern und im orgastischen Höhepunkt vollenden und das ganze in ein fulminantes Feuerwerk ausufern lassen – alles drei war zuerst bei mir der Fall, doch jetzt bin ich verliebt. In meiner persönlichen Vorstellung vom Begriff Postrock hat das neue Calexico-Album einen Ehrenplatz für Originalität. Und wenn ich im Rahmen dieser Rezension nicht (viel) auf einzelne Lieder eingehe, dann hat das einen Grund: Macht euch eure eigenen Gedanken. (Und: ich hab’s noch nicht oft genug gehört, um einzelne Lieder herauszukristallisieren oder gar bestimmten Melodien zuzuordnen. Aber auch das mit den eigenen Gedanken.)

Wer unbedingt Anspieltipps brauch: Letter to Bowie Knife (Poppig, Upbeat, Alternative Sommerhymne?), Deep Down (das Ende: Wow!), All Systems Red (Solche Aggressionen bei einer sonst so ruhigen Band kann nur ein Mensch der Welt hervorrufen: Bush junior. Außerdem ein grandioses Finale für dieses grandiose Album).

Calexico ist wie Sex, Das Erste Mal ist vielleicht enttäuschend, doch dann wird es zur schönsten Sache der Welt. Also, gebt dem neuen Album Zeit, habt keine Vorurteile, tretet ein in die Ruine im Garten und legt euch ins Gras. Das legale mit dem Ungeziefer drauf.

In einem Satz:

Calexico haben viel hinter sich, aber noch mehr vor sich. Ich möchte gerne ein Teil davon sein.

Das waren zwei Sätze. Egal.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
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