In 14 Kapiteln berichtet Gerlinde Kaltenbrunner von den Anfängen als junges Mädchen in den oberösterreichischen Bergen, wo sie durch ihren Pfarrer aus Spital/Pyhrn zu ersten Touren mitgenommen wurde (Kapitel "Neugierde"), über ihre Entwicklungsstationen (auch als Krankenschwester) mit dem immer gleichen Ziel, hohe und höchste Berge zu besteigen, alles Materielle dem unterzuordnen und für ihren Lebensschwerpunkt alles einzusetzen, was sie hat - ganz einfach aus dem Grund, weil sie sich dort - auf den Bergen - am Allerwohlsten fühlt, dort bei sich ist. Kaltenbrunner beschreibt die Auseinandersetzung mit dem Berg oftmals mit einer Spannung (va Kapitel "Angst" über die Besteigung der Annapurna), dass man das Buch nicht mehr weglegen kann. Die Schilderungen über Familie, engste Freunde, Bergkameraden und Helfer kommen ebenso natürlich und authentisch im Buch zum Ausdruck, wie ich Gerlinde Kaltenbrunner bereits einmal bei einem Vortrag erleben durfte: unmittelbar, ohne Schnörksel, direkt. Es ist eine wahre Freude, dieses Buch zu lesen, um mehr über Gerlinde Kaltenbrunner und die Welt des Höhenbergsteigens zu erfahren und kann allen Interessierten nur wärmstens empfohlen werden (und so "nebenbei": unbedingt auch die Gelegenheit nutzen, einen ihrer (und ihres Mannes Ralf Dujmovits) Vorträge anzusehen!). Das Buch ist zum Teil auch witzig geschrieben, wenns etwa um das Plombieren eines Zahnes in großer Höhe geht oder die Männerwelt nicht einsehen will, dass auch Frauen äußerst "zach" sein können (Cinderella ...).