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Ganz allein
 
 
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Ganz allein [Gebundene Ausgabe]

Gregoire Solotareff
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Moritz (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389565082X
  • ISBN-13: 978-3895650826
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 7 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 29,2 x 21,4 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.391.314 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Wasserscheue Frösche und mutige Hasen

Tiere in Bilderbüchern

Lange bevor die Zeit der Puppen und Legosteine anbricht, bevölkern ganze Horden mehr oder weniger wilder Tiere die Betten und die Phantasien der Kinder. Doch nicht nur manches Kinderzimmer gleicht einem Zoo, auch in den Bilderbüchern ist oft der Bär los. Ob aus Plüsch oder Pappe, zum Anfassen oder Anschauen – Tiere nehmen einen ganz besonderen Platz in der Erfahrungs- und Vorstellungswelt der Kinder ein.

Die ausgeprägte Vorliebe, die Bilderbuchautoren und -illustratoren für Tiergeschichten hegen, kommt nicht von ungefähr. Denn die Möglichkeit, Tieren Vernunft und Sprache zu verleihen und ihnen menschliche Charaktereigenschaften zuzuschreiben, birgt einen doppelten Reiz. Einerseits bietet sie die Chance, den kleinen wie den grossen Menschen in ihren alltäglichen Irrungen und Wirrungen einen Spiegel vorzuhalten. Andererseits kann aber dieselbe Massnahme zugleich auch den Grundstein legen zu einer Gegenwelt, in der die Vorstellungen von der Ordnung der Natur und den Regeln der Gesellschaft in ihr Gegenteil verkehrt werden. Mehr noch als im realen Leben sind in den tierischen Bildergeschichten die Dinge nicht so einfach, wie sie aussehen. Nicht jedes Schwein ist dumm und jeder Wolf böse. Und wer sagt denn, dass es keine wasserscheuen Frösche gibt oder dass eine Pythonschlange auf Blasmusik nicht allergisch reagieren kann. Einmal ganz abgesehen davon, dass es nicht einzusehen ist, warum ein Krokodil nicht der beste Freund einer Ente oder die Lieblingsspeise eines Tigers Sahnetorte sein sollte.

Hinter derlei auf den ersten Blick zunächst nur amüsanten Tableaus steht jedoch zumeist ein fein dosierter tieferer Sinn. Dass der nicht immer tierisch ernst daherkommen muss, haben schon Klassiker wie Hilaire Belloc vorgemacht. Sein 1896 erschienenes «Biesterbuch für kleine böse Wichte», das erst im vergangenen Herbst seine deutsche Erstausgabe erlebte, zelebriert im Stil gereimter Merkverse solch haarsträubend absurdes «Wissen» über Lebens- und Verhaltensweisen von Haus- und anderen Tieren, dass jedem halbwegs aufgeweckten Kind der naive Glaube an das Gesagte im Lachen vergeht. Vom Mammut bis zur Mikrobe reicht das von Lord Basil Blackwood (alias B. T. B.) auf dilettantisch-karikierende Weise strichelnd ins Bild gesetzte Bestiarium, dessen Titel im übrigen schon durchblicken lässt, dass des Autors Ironie vor seinen Lesern nicht haltmacht und er nicht nur den Tieren, sondern auch den lieben Kleinen einiges zutraut. Die Lust an Parodie und Anarchie, die Bellocs Biesterbuch auszeichnet, ist auch heute – trotz der Patina, die Sprache und Bilder über hundert Jahre nach der Erstpublikation des Buches angesetzt haben mögen – insofern ernst zu nehmen, als hier weder versucht wird Kinder zu belehren noch allein die Entgrenzung ihrer Phantasie zu betreiben, sondern dass auf fast übermütige Weise die Freude am Zweifel geweckt wird.

Einen Hang zur Anarchie kann auch Grégoire Solotareff nicht verleugnen. Seinen Durchbruch als Bilderbuchautor und -illustrator schaffte er 1987 mit der Geschichte eines kleinen Hasen, der als Dieb und Bankräuber Karriere macht, nur um das Image des lieben Häschens loszuwerden. In seinem neuesten Buch, «Ganz allein», in dem ein kleines Hasenmädchen einen grossen dunklen Wald durchwandert, um herauszufinden, ob man im Leben allein ist oder nicht, zeigt er sich eher von der heiter-nachdenklichen Seite. Das Erstaunliche an diesem Buch ist, dass der Autor das Gewicht seiner Darstellung weniger auf die äussere Aktion als auf die innere Befindlichkeit seiner kleinen Heldin legt. Zweifel, Neugier, Angst, Offenheit, Zuversicht und Freude, all diese Regungen finden ihren Ausdruck in der satten, warmen Farbigkeit der Bilder. So bewegt wie diese Gefühlswelt ist auch der Pinsel des Illustrators, der in breiten Strichen Bilder von märchenhafter Einfachheit entwirft. Manche von ihnen wirken wie Bühnenprospekte, andere erscheinen wie ein Fenster, durch das man einen Blick in eine andere Welt wirft, wieder andere verdunkeln sich bis zur Undurchschaubarkeit. Allen aber ist eines gemeinsam: sie erscheinen als Spiegel der Seele.

In ähnlicher Weise versteht wohl auch Tomek Bogacki sein Bilderbuch «Ich hass dich! Ich mag dich!», das in unserem Zusammenhang insofern bemerkenswert ist, als der in New York lebende polnische Illustrator die Rebellion der Kleinen gegen die Grossen, das Zerrspiel zwischen Abhängigkeit und Freiheit und die unmittelbare Nähe von Hass und Liebe anhand zweier Tiergestalten erzählt, die als archetypisch zu bezeichnen sind. Ein grosses, rundes, behaartes Wesen und sein kleiner, spitzköpfiger, glatter Widerpart erleben gemeinsam die Höhen und Tiefen einer Beziehung, deren Ungleichgewicht sich auch optisch unmissverständlich niederschlägt. Allein durch die Fülle seiner Gestalt steht das grosse dem kleinen Tier als Übermacht gegenüber. Aber das Mehr an Raum, das jenes beansprucht, bietet dem kleinen Wesen eben auch die Möglichkeit des Schutzes und der Hilfe. Und so nimmt die Freundschaft ihren Anfang.

Weit weniger schwergewichtig hat Nadia Budde ihre höchst vergnügliche Tierscharade «Ein zwei drei Tier» angelegt, in der sich, nach Art eines Abzählreims aufgerufen und in einer Reihe drapiert, so manch bekanntes Vieh in ganz ungewohnter Rolle präsentiert. Das Schwein trägt Locken, die Ziege hebt ab, und am Ende stehn wir mit dem ganzen Getier. Frech der Strich, witzig die Reime, kess die Gestalten. Und Moral gibt es keine? Vielleicht doch, eine kleine. Die Tiere sind auch nicht besser als die Menschen, zumindest in den Bilderbüchern.

Ursula Sinnreich

Kurzbeschreibung

Bella will es wissen: Ist man allein im Leben? Papa, Mama und Bruder - alle antworten ihr unterschiedlich. Und so beschließt si durch den riesengroßen Wald zu gehen - ganz allein.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vielleicht "unrund" aber... 24. August 2002
Von Ein Kunde
schadet es denn, wenn Bücher Fragen entstehen lassen? Gerade Bilderbücher sind ein guter Einstieg in Gespräche mit Kindern. Das Buch kann eine Brücke sein für Kinder, die Probleme "in sich hineinfressen" und Schwierigkeiten damit haben, sich emotionale Hilfe zu holen.
Meine Tochter (4) war auf Anhieb begeistert.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Die Idee und Lösung des Buches sind nett, die Umsetzung für Kinder aber ist nicht ganz gelungen. Die Geschichte ist nicht 'rund' , d.h. es gibt Passagen, die nicht im erkennbaren Zusammenhang stehen. Die Geschichte tw. für Kinder schwer begreiflich erzählt. Eltern sind für Erklärungen gefordert.
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Hallo, ich suche ein gutes ,einfühlsames Buch zum Thema Verlaufen 0 18.06.2008
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