Mit "Ganz Rom in 7 Tagen" legt Karl-Wilhelm Weeber, der für qualitätvolle Veröffentlichungen zur römischen (Kultur-)Geschichte bekannt ist, einen unterhaltsamen Reiseführer durch das antike Rom des 2. Jahrhunderts n.Chr. vor. Aufbauend auf der Fiktion, sich an ein römerzeitliches Zielpublikum zu richten, werden nicht nur unterschiedliche Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen (wie Wagenrennen und Gladiatorenspiele) geschildert, sondern auch Tipps zu Einkaufs- und Unterkunftsmöglichkeiten gegeben. Als Bildmaterial sind v.a. Karten und Rekonstruktionsdarstellungen eingebunden, die einen Eindruck vom antiken Stadtbild vermitteln.
Neben der Stadtschilderung finden sich recht geschickt eingeflochten auch kulturhistorische und ereignisgeschichtliche Informationen, die für den Laien einen netten, lockeren Einstieg in die römische Welt darstellen können. Der Fachmann wird wenig neues entdecken, aber darüber trösten der humorvolle Schreibstil und der Charme der Fiktion hinweg; gut unterhalten wird man allemal.
Einzelne wohl eher auf Flüchtigkeit als auf Unwissenheit beruhende Fehler (so wird etwa an einer Stelle Vespasian statt Domitian als Bruder und Nachfolger des Titus genannt) trüben den positiven Gesamteindruck kaum.