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' Für Gans America Gehe ich nich Wieder bei die Solldaten ...': Briefe des Ochtruper Auswanderers Theodor Heinrich Brandes aus dem amerikanischen Bürgerkrieg 1862/63
 
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' Für Gans America Gehe ich nich Wieder bei die Solldaten ...': Briefe des Ochtruper Auswanderers Theodor Heinrich Brandes aus dem amerikanischen Bürgerkrieg 1862/63 [Gebundene Ausgabe]

Antonius Holtmann


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Theodor Heinrich Brandes
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Kurzbeschreibung

Krieg sei nichts anderes als Humbug, schrieb der deutsche Amerikaauswanderer Heinrich Brandes an seine Frau Catharina. Und doch ist er freiwillig und stellvertretend in den Krieg gegangen. Brandes wollte das erreichen, was er sich bislang vergeblich von Amerika erhofft und was ihm Amerika auch versprochen hatte: in Frieden zu arbeiten und ohne Not mit seiner Familie zu leben. Er wollte sich seinen amerikanischen Traum erfüllen.
Am 16. Juli 1863 sollte der Tagelöhner Heinrich Brandes in Ehren aus der Armee entlassen werden. Sechs Wochen vor dem Entlassungstermin schrieb er seiner Frau, daß er sie und die Kinder bald wiedersehen werde und seinem Bruder, daß er im Herbst ins heimatliche Ochtrup (Westfalen) zurückkehren wolle. Zwei Wochen später ist er in einem Lazarett im Sumpfgebiet des Yazoo-Flusses bei Vicksburg gestorben.
Antonius Holtmann schildert in einer ausführlichen Einleitung die Lebenssituation der Familie Brandes im westfälischen Ochtrup und macht deutlich, warum in jenen Jahren Tausende den Schritt in das unbekannte Amerika wagten. Er beschreibt die Lage der Auswanderer in ihrer neuen Heimat und erläutert die Ursachen des amerikanischen Bürgerkrieges. Der Hauptteil des Buches besteht aus Heinrich Brandes' Briefen. Diese Briefe entzaubern, nicht zuletzt dank der sorgfältigen Kommentierung, den blutigen Krieg von seinem heroischen Pathos und werfen ein eindrucksvolles Schlaglicht auf Mentalität und Lebenswirklichkeit der einfachen Soldaten.

Der Autor über sein Buch

"Krieg ist nichts anderes als Humbug."
Krieg ist nichts anderes als Humbug, hat Heinrich Brandes seiner Frau geschrieben. Und doch ist er freiwillig und stellvertretend in den Krieg gegangen. Er wollte sich ermöglichen, was Amerika versprach und was er sich bisher vergeblich von Amerika erhofft hatte: in Frieden bescheiden und ohne Not mit seiner Familie zu leben. Der Tagelöhner Heinrich Brandes hat mit diesen Briefen an seine Frau und mit seinem elenden Sterben bei Vicksburg darauf verwiesen, dass mit dem Glauben an die Notwendigkeit nicht nur dieses Bürgerkrieges Möglichkeiten verschüttet wurden, die nicht der toten Helden und nicht der vergessenen Opfer bedurft hätten. Heinrich Brandes gehört zu den "Millionen von Opfern, die in allen Jahrhunderten an unsäglichen Gräueln zugrunde gingen, . . .dem Vergessen anheimgefallen, nicht verzeichnet in den Annalen der Weltgeschichte. . . .Schreiben bedeutet unter anderem auch am Ufer entlang gehen, stromaufwärts fahren, schiffbrüchige Existenzen auffischen und Strandgut wieder auffinden, das sich an den Ufern verfangen hat, um es zeitweilig auf einer Arche Noah aus Papier unterzubringen" (Claudio Magris). Dieses Buch verstehe ich als eine solche Arche Noah.

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