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Kundenrezensionen

120
3,7 von 5 Sternen
Gangs of New York
Format: Amazon Instant VideoÄndern
Preis:5,99 €
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Januar 2011
...mit diesen Worten endet das großartige Epos von Scorsese und hat zumindest mich tief beeindruckt zurückgelassen. Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich den Film das erste mal im Kino sah und auch heute ergeht es mir noch so.

Bereits 1977 wurde in einer US Zeitschrift GANGS OF NEW YORK als Marin Scorseses nächster Film angepriesen. Es sollte dann aber über 25 Jahre dauern bis es der Film endlich auf die Leinwand schaffte. Dafür wurde man nach dieser langen Wartezeit nicht enttäuscht, den trotz mancher Kritik ist der Film für mich persönlich einer der besten überhaupt.
Mit Leonardo DiCaprio und Daniel Day Lewis hatte Marin Scorsese auch zwei Hauptdarsteller die einen Film schon fast alleine tragen. Für mich gehört DiCaprio schon seit Jahren zum Besten was wir aus Hollywood geboten bekommen.
Über die Besetzung von Cameron Diaz als Taschendiebin Jenny kann man streiten. Ich finde Sie macht Ihre Sache ganz ordentlich obwohl ich wohl nie ein großer Fan von Ihr werde. Auch in den Nebenrollen hat Scorsese mit Liam Neeson, Brendan Gleeson oder John C. Reilly große Kaliber aufgefahren. Vor allem Brendan Gleeson sei hier zu erwähnen, ein Schauspieler der vom Namen her gar nicht so bekannt ist aber seit Jahren in großartigen Filmen mit dabei ist. Zu sehen war Gleeson unter anderen in Harry Potter 5-7, Königreich der Himmel, Troja oder auch Unterwegs nach Cold Mountain.

Der irische stämmige Amsterdam Vallon (Leonardo Di Caprio) muss als kleiner Junge mit ansehen wie sein Vater (Liam Neeson) bei einem blutigen Straßenkampf in den New Yorker Bezirk FIVE POINTS getötet wird. Nach 16.Jahren kehrt Amsterdam zurück um Rache für seinen Vater zu nehmen. Durch List, Instinkt und Kampfeslust gewinnt er allmählich die Sympathie von BILL THE BUTCHER, dem Mörder seines Vaters. Dieser regiert mit eiserner Hand über die FIVE POINTS und wird dabei sowohl von Polizei als auch Politik gestützt.

Martin Scorsese fasziniert uns mit einer düsteren, blutigen und packenden Geschichtslektion. Für Ruhepausen während der Straßenschlachten sorgt Amsterdams Liebe zur Taschendiebin Jenny (Cameron Diaz).
GANGS OF NEW YORK ist für mich persönlich einer der größten Filme unserer Zeit und braucht den Vergleich mit großen Klassikern nicht zu scheuen. Ich denke auch, das der Film irgendwann noch zu der Ehre kommt die Ihm gebührt.
Nun aber zur BLU RAY selbst. Bereits 2008 gab es eine erste BLU RAY dieses Films. Diese stellte zwar eine Verbesserung zur DVD war, hatte aber noch reichlich Luft nach oben. Diese Neuauflage stellt eine klare Verbesserung dar und ich denke dass man in Sachen Bild- und Tonqualität nun das Maximum herausgeholt hat. Man bekommt ein gestochen scharfes Bild, welches aber von der Qualität her in den dunklen Szenen etwas nachlässt. Der Ton scheint auch eine Verbesserung zur Erstauflage darzustellen, aber um das zu beurteilen fehlt mir die technische Ausstattung.

Die BLU RAY verfügt über ein Wendecover, wobei mir persönlich das Cover der Erstauflage etwas besser gefallen hat. Leider hat man beim Bonusmaterial nicht mehr zugelegt und so gibt es die bereits bekannten Extras. Was hier einfach fehlt ist ein ausführliches MAKING OF.

So gibt es leider nur das Bonusmaterial, das bereits bekannt ist:
* Audiokommentar von Regisseur Martin Scorsese
* Production-Designer Dante Ferreti über das Design und die Entstehung der Kulissen
* Führung mit Martin Scorsese durch die Original-Kulissen
* 360-Grad-Virtual-Set-Tour durch die Original-Kulissen
* Das Kostüm-Design
* Die Geschichte der 'Five Points'
* Discovery Channel-Show 'Die wahren Gangs of New York'
* Musik-Video von U2 'The Hands That Built America'
* Trailer

Das ist in Sachen Bonus zwar solide, aber es fehlt eben immer noch ein gutes MAKING OF. Meine Wertung zu dieser Disc sieht folgendermaßen aus:
Film - 5 Sterne
Bild/Ton - 4 Sterne
Bonus - 3 Sterne
Ergibt für mich eine Wertung von 4 Sternen für diese BLU RAY. Eigentlich sehr schade, dass es keine Dokus zur Entstehung dieses Epos gibt, das wäre wohl gerade hier sehr interessant gewesen. Trotz kleiner Kritikpunkte eine sehr ordentliche BLU RAY eines großartigen Films.
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ausstattung:
- Wendecover
- die obligaten Audiokommentare, allerhand Selbstbeweihräucherung der Mitwirkenden
- ein Rundgang durch die Kulissen des Films (mit zusätzlichen 360° Fotos) mit Scorsese, welcher mitunter etwas spröde ist, aber interessante Hintergrundinfos liefert
- das Set-Design, beeindruckend, denn man hat die komplette Gegend der Five Points in Originalgröße nachgebaut und nicht - wie heute üblich - vor blauen Bettlaken gespielt und dann am Computer ergänzt

Bild:
Gut bis sehr gut, gute Schärfe, viele Details, gutes Bild auch bei dunklen Szenen, keine Klötzchen, Ränder und andere digitale Mankos, kurz und gut: auf hohem Blu-ray Niveau.

Ton:
Kräftig, nuanciert, ausgewogen (man versteht die Dialoge, wird aber nicht aus dem Sofa gehauen, wenn es mal zur Sache geht. Man kann also die Nachbarn schonen, ohne die ganze Zeit die Fernbedienung des Verstärkers zu umklammern).
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 2. Oktober 2007
Aus zeitlicher Distanz würde ich den Film anders beurteilen, als zu seinem Erscheinen vor 4/5 Jahren.
Damals war ich trotz der sehr guten Machart des Films etwas enttäuscht, weil ich seit "Zeit der Zärtlichkeit" eigentlich jeden Film von Scorsese dahingehend einordne, dass er speziell dafür realisiert wurde, dem Regiegott endlich den wohlverdienten Oscar zu bescheren.
"Kundun", "Aviator", "Gangs of New York" und auch "Departed" mit dem es ja nun auch endlich geklappt hat.
Dabei habe ich beim ersten Male doch übersehen, was für ein brilliantes, geschlossenes Werk "Gangs of New York" wirklich ist, vorausgesetzt man vergisst für kurze Zeit den Scorsese der grandiosen Mafiafilme und Boxerbiographien und lässt sich auf den Jäger der fast schon verloren geglaubten Filmstatue ein.
Der Film erzählt in gewaltigen Bildern die Entstehung der Metropole New York City, eine Geschichte der Bandenkriege in der Stadt um 1860 bis hin zum historischen Gemetzel "Draft Riots", die Rebellion der armen Bevölkerung gegen die Zwangsrekrutierung für den Bürgerkrieg, bei dem sich die Upperclass mit 300 Dollar davon freikaufen konnte.
Dem Betrachter bietet der Film eine wahrhaft geniale Kulisse des damaligen New Yorks, alles detailgetreu von den Gebäuden bis zu den Kostümen. Da kommt wahrlich schon eine Versessenheit wie bei Visconti ans Licht. Eingebettet in diese historische Umgebung ist die Rachegeschichte von Amsterdam (di Caprio) an dem Mörder seines Vaters. Dieser Mörder Bill Cutting "The Butcher" wird gespielt von einem grandios agierenden Daniel Day Lewis. Hört sich alles konventionell an, die Umsetzung ist aber dank beider Schauspieler eine regelrechte Meisterleistung, denn "Gut" und "Böse" lösen sich auf und verschmelzen sogar teilweise. So hegen beide durchaus neben dem unbändigen Hass eine Art Zuneigung zueinander, die den ganzen Stoff dann wirklich zu einem grandiosen Meisterwerk werden lassen.
Der Film war zwar ein Blockbuster, trotzdem hatte er gleich danach durch eine grosse Enttäuschung des Mainstreampublikums mit herben Kritiken zu kämpfen, die ihm sehr spontan das Attribut des Flops einbrachten.
So blieb ihm dann auch der Oscarregen versagt, trotz einer Vielzahl von Nominierungen.
Ich müsste mich schwer täuschen, aber ich denke dieser Fílm wird wie beispielsweise "Heavens Gate" von Cimino auch erst Jahre später sehr wohl noch die grosse künstlerische Akzeptanz erhalten, die er zweifelsohne verdient.
Scorsese hat ein Epos geschaffen, dass den amerikanischen Traum mit den Fleischermessern des Butchers zerstückelt, am Ende stehen die Gräber und zeigt uns die Skyline Manhattans in diversen zeitlichen Abständen, die Nation wurde geboren und hat sich immer wieder entwickelt.
Der Film dauert 160 Minuten und es ist einer dieser Film, bei dem ich mir jetzt richtig wünsche, dass dieser Directors Cut mit noch längerer Laufzeit endlich veröffentlicht wird. Und hoffentlich zuerst im kino, denn diese grossen Bilder brauchen die grosse Leinwand, für die heimische Glotze ist der Film zu gross.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2013
In GANGS OF NEW YORK bringt uns Martin Scorsese die Geschichte von Amsterdam (Leonardo DiCaprio) der sich an William Cutting aka Bill the Butcher (Daniel Day-Lewis), der seinen Vater getötet hat, rächen will. Eine simple Rachegeschichte, wäre da nicht der geschichtliche Kontext, in den sie eingebettet wurde. Scorsese richtet seinen Fokus nämlich in Wirklichkeit auf New York, die Stadt in der er geboren wurde, ihre Einwohner sowie ihre Struktur im Jahre 1863. In diesem Zusammenhang wird die Stadt zum wahren Protagonisten bzw. zur wahren Protagonistin und die Story aus Wut, Rache und Erlösung sowie sämtliche Charaktere werden von Scorseses Blick in die Stadt immer wieder in den Hintergrund gedrängt. Es wird ganz klar, dass Amsterdam, der Butcher und all die anderen Charaktere auch, für ihn nur Figuren in einem großen kulturellen und historischen Schachspiel sind, das ewig währt.

Die Bildqualität ist bis auf ganz wenige softe Aufnahmen von exzellenter Qualität. Ich hatte während der gesamten Laufzeit den Eindruck, ein lebendig gewordenes Gemälde zu sehen. Nie hat GANGS OF NEW YORK besser ausgesehen. Einfach fantastisch!

Die 7.1 DTS HD Master Tonspur der Originalfassung bringt nicht nur frische und äußerst lebensecht klingende Dialoge, sondern hat auch jede Menge akustische Feinheiten für die Surroundlautsprecher parat. Diese Tonspur wartet mit nahezu permanenten Umgebungsgeräuschen auf und wenn das Geschehen auf der Leinwand heftiger wird, kommen auch der Sound und der Subwoofer präzise nach vorne und auf den Punkt. Eine sehr schöne Tonspur! Leider kommen die deutschen Untertitel bei vielen Szenen immer ein wenig zu früh, was ich als sehr störend empfand. So etwas habe ich noch bei keinem Film erlebt. Bei der deutschen 7.1 DTS HD Master Tonspur sind die üblichen Abstriche hinsichtlich Dynamik und Feinzeichnung hinzunehmen.

Die energetischen Schauspielerduelle, die sich beiden Mimen DiCaprio und Day-Lewis liefern, gehören für mich zu den schönsten Momenten des Films. GANGS OF NEW YORK kommt mit einer großen Empfehlung für die Leute, die einen sehr großen Bildschirm haben oder eben eine Leinwand, denn da gehören diese gewaltigen Bildkompositionen hin, um ihre Wirkung zu entfalten. Zudem sollte der Originalfassung der Vorzug gegeben werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 3. Oktober 2007
Aus zeitlicher Distanz würde ich den Film anders beurteilen, als zu seinem Erscheinen vor 4/5 Jahren.
Damals war ich trotz der sehr guten Machart des Films etwas enttäuscht, weil ich seit "Zeit der Zärtlichkeit" eigentlich jeden Film von Scorsese dahingehend einordne, dass er speziell dafür realisiert wurde, dem Regiegott endlich den wohlverdienten Oscar zu bescheren.
"Kundun", "Aviator", "Gangs of New York" und auch "Departed" mit dem es ja nun auch endlich geklappt hat.
Dabei ich beim ersten Male doch übersehen, was für ein brilliantes, geschlossenes Werk "Gangs of New York" wirklich ist, vorausgesetzt man vergisst für kurze Zeit den Scorsese der grandiosen Mafiafilme und Boxerbiographien und lässt sich auf den Jäger der fast schon verloren geglaubten Filmstatue ein.
Der Film erzählt in gewaltigen Bildern die Entstehung der Metropole New York City, eine Geschichte der Bandenkriege in der Stadt um 1860 bis hin zum historischen Gemetzel "Draft Riots", die Rebellion der armen Bevölkerung gegen die Zwangsrekrutierung für den Bürgerkrieg, bei dem sich die Upperclass mit 300 Dollar davon freikaufen konnte.
Dem Betrachter bietet der Film eine wahrhaft geniale Kulisse des damaligen New Yorks, alles detailgetreu von den Gebäuden bis zu den Kostümen. Da kommt wahrlich schon eine Versessenheit wie bei Visconti ans Licht. Eingebettet in diese historische Umgebung ist die Rachegeschichte von Amsterdam (di Caprio) an dem Mörder seines Vaters. Dieser Mörder Bill Cutting "The Butcher" wird gespielt von einem grandios agierenden Daniel Day Lewis. Hört sich alles konventionell an, die Umsetzung ist aber dank beider Schauspieler eine regelrechte Meisterleistung, denn "Gut" und "Böse" lösen sich auf und verschmelzen sogar teilweise. So hegen beide durchaus neben dem unbändigen Hass eine Art Zuneigung zueinander, die den ganzen Stoff dann wirklich zu einem grandiosen Meisterwerk werden lassen.
Der Film war zwar ein Blockbuster, trotzdem hatte er gleich danach durch eine grosse Enttäuschung des Mainstreampublikums mit herben Kritiken zu kämpfen, die ihm sehr spontan das Attribut des Flops einbrachten.
So blieb ihm dann auch der Oscarregen versagt, trotz einer Vielzahl von Nominierungen.
Ich müsste mich schwer täuschen, aber ich denke dieser Fílm wird wie beispielsweise "Heavens Gate" von Cimino auch erst Jahre später sehr wohl noch die grosse künstlerische Akzeptanz erhalten, die er zweifelsohne verdient.
Scorsese hat ein Epos geschaffen, dass den amerikanischen Traum mit den Fleischermessern des Butchers zerstückelt, am Ende stehen die Gräber und zeigt uns die Skyline Manhattans in diversen zeitlichen Abständen, die Nation wurde geboren und hat sich immer wieder entwickelt.
Der Film dauert 160 Minuten und es ist einer dieser Film, bei dem ich mir jetzt richtig wünsche, dass dieser Directors Cut mit noch längerer Laufzeit endlich veröffentlicht wird. Und hoffentlich zuerst im kino, denn diese grossen Bilder brauchen die grosse Leinwand, für die heimische Glotze ist der Film zu gross.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Martin Scorsese legt hier wieder ein filmisches Schwergewicht vor, in dem er sich mit der heute wenig bekannten Vergangenheit New Yorks im goldenen Zeitalter der europäischen Einwanderung in die USA beschäftigt. Packend erzählt er die Geschichte zweier Gangs, die mehr Einfluss auf das öffentliche Leben haben als der Bürgermeister und die Polizei. Der Mythos der Einwanderung und des Amerikanischen Traums wird dabei von einer sehr anderen Seite beleuchtet als üblich. Ein spannender Historienstreifen voller Handgreiflichkeiten und Dreck. Sehr authentisch.

AUSSTATTUNG: Bei aller Begeisterung für die authentische Darstellung der historischen Umgebung darf man natürlich nicht vergessen, dass es sich hier um ein fiktionales Werk mit allen dazu gehörenden Übertreibungen und Unterlassungen handelt. Deshalb ist es besonders schön, dass eine halbstündige "Discovery Channel"-Dokumentation auf dieser blu-ray für Klärung der tatsächlichen Hintergründe sorgt. Weitere Specials und Einblicke in die Entstehung des Werks sorgen für die erwünschte Abrundung des Filmerlebnisses.

TECHNIK: Für das Alter des Films liegt hier ein stets ordentliches HD-Bild vor, das an vielen Stellen auch in den sehr guten Bereich vordringt. Der Vorsprung zur DVD rechtfertigt hier ganz klar das HD-Medium, gerade aufgrund der vielen Massenszenen, die in niedriger Auflösung sichtbar leiden. Nicht so auf dieser blu-ray - gut gemacht.

FAZIT: Ein beeindruckendes Stück historisch inspirierter Unterhaltung in sauberer blu-ray-Form.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. März 2010
Martin Scorsese gehört schon lange zu den Topregisseuren Hollywoods, doch was er mit Gangs of New York auf die Leinwand gezaubert hat, gehört zum besten, was ich seit Jahren gesehen habe. Aber vorsicht, der Film ist nichts für schwache Nerven, denn er enthält einige sehr brutale Szenen.

Scorsese wuchs in dem New Yorker Stadtteil Little Italy auf und interessierte sich schon früh für die Geschichte seiner Heimatstadt. In den siebziger Jahren fiel ihm dann das Buch "Gangs of New York" von Herbert Asbury in die Hände und Scorsese war begeistert von dem Stoff. Nach fast 30 Jahren Entwicklungszeit gelang ihm endlich dieser große Wurf, der zugleich ein wuchtiges Mahnmal der amerikanischen Geschichte darstellt. Die Besetzung hätte nicht besser gewählt werden können. Was Leonardo Di Caprio und Daniel Day-Lewis hier abgeliefert haben, kann man kurz und knapp als brillant bezeichnen. Aber auch Cameron Diaz, hatte die Chance zu zeigen, dass sie zurecht zu Hollywoods best bezahlten Schauspielerinnen gehört und hat diese Chance eindrucksvoll genutzt.

Die DVD ist von außerordentlicher Klarheit und Schärfe und auch die Extras lassen nicht zu wünschen übrig.
Tipp: Wer "There will be Blood" mochte, wird "Gangs of New York" lieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nachdem ich ihn mir vor geraumer Zeit in einem Elektonikmarkt gekauft hatte musste ich ihn mir hier noch einmal bestellen. Denn der erste Kauf war ein voller Griff in die Kloschüssel. Die DVD wurde dermaßen genial verpackt und zu gekleistert, dass ich beim besten Willen die Laufzeit nicht sehen konnte. Hab vor dem Kauf extra noch nachgefragt, das nette Menschlein hatte in seinem schlauen Computer rein geäugt und mir bestätigt, dass es sich um die Orginalversion Uncut handelt.

Zuhause angekommen habe ich Bauklötze gestaunt. Laufzeit von grade mal 103min. Sofort zurück und umgetauscht. Gab zwar ein Prozedere aber ich habe nicht locker gelassen. 14,99€ für eine zerhackte Version, das habe ich nicht eingesehen!

Zuvor noch veräppelt werden, da ging mir irgendwie der Hut meilenweit hoch!

NUN ZU DIESER SPECIAL EDITION HIER:

Bei der Lieferung wurde die DVD mit anderem Krempel zusammen gepackt. Unterwegs ist der Boden des Kartons auseinander geklafft und die DVD ging irgendwo verschütt incl. Lieferschein. Hab den ramponierten Karton vor dem Öffnen fotografiert und per Mail an Amazon gesendet. Die haben mir dann sofort erneut eine DVD zu gesendet.

Die ist dann bei mir angekommen, welch ein Glück.

Hier einen herzlichen Dank an die unkomplizierte Abwicklung, Super Service!

Der Film ist absolut sehenswert. Packend, spannend, ergreifend und auch ziemlich brutal.

In seiner Art wirklich ein Meisterwerk, einzigartig.

Die Bild-und Tonqualität ist erste Sahne.

Extras werden auf eine seperaten DVD auch noch angeboten:

- Audiokommentar vom Regisseur Martin Scorsese
- Produktion Designer Dante Feretti über das Design und die Entstehung der Kulissen
- Führung mit Martin Scorsese durch die Orginal-Kulissen
- 360Grad Virtualset-Tour durch die Orginal-Kulissen
- Das Kostüm-Design
- Die Geschichte der „FIVE-POINTS“
- Discovery Channel-Show „die wahren Gangs of New York“
- Musik-Video von U2 „The Hands That Built America“
- Kino-Trailer&Teaser-Trailer
- DVD Programmvorschau

….......aber halt mal, da war doch noch was?

Wollte mir vor geraumer Zeit die DVD auf dem Notebook anschauen. Das interne Laufwerk mutierte erst zum Rasenmäher und danach ertönte ein ziemlich derber, hässlicher durchdringender Summton.

Dachte zuerst, das war es jetzt und das Laufwerk ist Schrott.

Andere DVD rein und die startete normal!

Dann wollte ich es wissen, externes DVD-Laufwerk angepfriemelt und wieder das Gleiche. Dann mit einem externen Blueray-Laufwerk getestet und wieder das gleiche Spiel!

Bei meinem Kumpel seinem DVD-Player ist die auch nicht gelaufen. Dann getestet auf meinem zweiten Notebook, ebenfalls nicht. Auch bei Bekannten ist die DVD in keinem einzigen Notebook oder im Laufwerk des PC`s gestartet.

Entweder die DVD ist mit einem Fluch belegt oder einem Kopierschutz?

Wie es aussieht habe ich mit dieser DVD irgendwie die Seuche an der Backe!

Ansonsten glatte 5 Sterne aber so nur 4, leider.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 1. Oktober 2008
Aus zeitlicher Distanz würde ich den Film anders beurteilen, als zu seinem Erscheinen vor 4/5 Jahren.
Dabei habe ich in dieser ersten Einschätzung doch übersehen, was für ein brilliantes, geschlossenes Werk "Gangs of New York" wirklich ist, vorausgesetzt man vergisst für kurze Zeit den Scorsese der grandiosen Mafiafilme und Boxerbiographien und lässt sich auf ein üppiges, ausuferndes Historienepos ein.
Der Film erzählt in gewaltigen Bildern die Entstehung der Metropole New York City, eine Geschichte der Bandenkriege in der Stadt um 1860 bis hin zum historischen Gemetzel "Draft Riots", die Rebellion der armen Bevölkerung gegen die Zwangsrekrutierung für den Bürgerkrieg, bei dem sich die Upperclass mit 300 Dollar davon freikaufen konnte.
Dem Betrachter bietet der Film eine wahrhaft geniale Kulisse des damaligen New Yorks, alles detailgetreu von den Gebäuden bis zu den Kostümen. Da kommt wahrlich schon eine Versessenheit wie bei Visconti ans Licht. Eingebettet in diese historische Umgebung ist die Rachegeschichte von Amsterdam (di Caprio) an dem Mörder seines Vaters. Dieser Mörder Bill Cutting "The Butcher" wird gespielt von einem grandios agierenden Daniel Day Lewis. Hört sich alles konventionell an, die Umsetzung ist aber dank beider Schauspieler eine regelrechte Meisterleistung, denn "Gut" und "Böse" lösen sich auf und verschmelzen sogar teilweise. So hegen beide durchaus neben dem unbändigen Hass eine Art Zuneigung zueinander, die den ganzen Stoff dann wirklich zu einem grandiosen Meisterwerk werden lassen.
Der Film war zwar ein Blockbuster, trotzdem hatte er gleich danach durch eine grosse Enttäuschung des Mainstreampublikums mit herben Kritiken zu kämpfen, die ihm sehr spontan das Attribut des Flops einbrachten.
So blieb ihm dann auch der Oscarregen versagt, trotz einer Vielzahl von Nominierungen.
Ich müsste mich schwer täuschen, aber ich denke dieser Fílm wird wie beispielsweise "Heavens Gate" von Cimino auch erst Jahre später sehr wohl noch die grosse künstlerische Akzeptanz erhalten, die er zweifelsohne verdient.
Scorsese hat ein reifes Werk geschaffen, dass den amerikanischen Traum mit den Fleischermessern des Butchers zerstückelt, am Ende stehen die Gräber und zeigt uns die Skyline Manhattans in diversen zeitlichen Abständen, die Nation wurde geboren und hat sich immer wieder entwickelt.
Der Film dauert 160 Minuten und es ist einer dieser Film, bei dem ich mir jetzt richtig wünsche, dass dieser Directors Cut mit noch längerer Laufzeit endlich veröffentlicht wird. Und hoffentlich zuerst im kino, denn diese grossen Bilder brauchen die grosse Leinwand, für die heimische Glotze ist der Film zu gross.
Einer der besten 10 Filme dieses Jahrzehnts.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juli 2004
Scorsese hat hier ein völlig unbekanntes Kapitel Geschichte ausgebuddelt. New York vor der Zeit der grossen Wolkenkratzer aber längst nach der Vertreibung der wahren "Natives"
Dass auf den Strassen NY's Gangs das Sagen haben wissen wir seit Filmen wie the Warriors, the Wanderers or the Cross and the switchblade, aber wie dieses Bandenwesen seinen Anfang nahm wird wohl kaum jemandem bekannt gewesen sein.
Der Tatort: Five points, das verkommendste Quartier NY's, die Protagonisten "Dead Rabbits" eine Gang irischer Einwanderer gegen die "Natives": keineswegs Indianer sondern einfach solche die schon ein wenig länger im Land sind.
Viele Bühnenbilder muten fiktionsmässig an, so etwa der Anfang... Als ich ihn zum ersten Mal zufällig im Flugzeug (ohne Ton) über einen Bildschirm flimmern sah, hielt ich ihn in der Tat für eine Fantasy oder SF Streifen.
Der Film ist spannend doch stellenweise etwas langatmig dafür derart blutrünstig und brutal dass man angewidert wegschaut. Hier habe ich schon dass Gefühl dass der Regisseur arg übertrieben hat.....ob es so viele Tote bei Bandenkämpfen gegeben hat ??? - dafür heilen die Wunden in Amsterdams (Di Caprio) Gesicht wunderlich schnell und lassen kaum Spuren zurück.
Die Schauspieler erachte ich als "1a", vor allem Daniel D. Lewis gefällt mir als skrupelloser Bandenführer. Also insgesamt absolut sehenswert, allerdings sollte man sich an die Altersangabe strikte halten.
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