Die 3-teilige Doku erzählt die Geschichte des Ganges, Hindus heiligen Flusses. Aber auch des Landes und der darin wohnenden Menschen und Tiere. Dieser Strom ist einerseits der Lebensraum des seltenen und wenig erforschten Gangesdelfins, wie auch des Ganges-Hais. Andererseits ist er stellenweise so enorm verschmutzt, dass selbst die malariaerregenden Moskitos in seinen Tümpeln nicht mehr brüten wollen.
Der Film ist meisterhaft! Irgendwie schon der "BBC-Standard". Wer den indischen Subkontinent nie sah, hat gewisse "Vorstellungen", wie es dort aussehen müsste. "Ganges" zeigt eine ganz andere Landschaft. Die Aufnahmen sind gestochen scharf und inhaltsvoll. Eine Mischung aus "Wasser", Kultur, Geschichte und Landschaft, so fein und gelungen verwoben, dass man immer wieder vollkommen überrascht wird. Dass im Ganges bestattet wird, ist wohl allgemein bekannt. Man erwartet grundsätzlich menschenüberflutete Ufer und einen verseuchten Strom dazwischen. Aber Ganges ist mehr als dies und diese Doku-Reihe zeigt es deutlich.
Die drei Teile führen den Zuschauer vom Ursprung des Ganges im Himalaya (1. Teil), durch das Gangestal mit seinen großen Städten (2. Teil) bis zur Mündung im Bengalengolf, der sagenhaften Gangesdelta (3. Teil).
Wer die bekannten BBC-Dokumentationen, wie Planet Erde oder Galapagos kennt und schätzt, wird auch hier genussreich auf seine Kosten kommen. Der Dreiteiler wurde wortwörtlich sehr stimmungsreich umgesetzt: Das Ergebnis lässt sich sehen!
Leo Walotek-Scheidegger / 4mare.com
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