In "Cooking Mama" geht es darum, Rezepte nachzukochen. Jedes Rezept ist in mehrere Schritte aufgeteilt. Nach einer kurzen, schriftlichen Erklärung muss man mit dem Stylus das Rezept Schritt für Schritt abarbeiten. Beispiel: Der erste Schritt besteht darin, Wasser in einen Messbecher und danach in einen Kochtopf zu füllen, der zweite darin, eine Zwiebel klein zu schneiden etc. Das Spiel wird komplett mit dem Stylus gespielt, d.h. man hackt z.B. eine Zwiebel in dem man schnell auf den Bildschirm tippt. Bei jedem einzelnen Schritt läuft eine Uhr mit, so dass man schnell sein muss. Trotzdem entsteht großartigerweise keine Hektik. Das Ganze ist im Grunde eine Aneinanderreihung von Minispielen und erinnert an "Wario Ware Touched". Jeder einzelne Schritt wird bewertet, entweder erhält man "durchgefallen", "gut" oder "sehr gut". Aus den Einzelbewertungen erfolgt am Ende, wenn man alle Schritte durch hat eine Gesamtbewertung dafür, wie man das Rezept gekocht hat. Man erhält entweder Bronze, Silber oder Gold. Gold gibt es nur, wenn man jeden Einzelschritt auf "sehr gut" geschafft hat. Es dauert somit schon eine Weile, bis man bei allen Rezepten Gold erreicht hat. Das Spiel ist demnach für Anfänger genau so geeignet wie für Profis. Die Einzelschritte können auch solange man will geübt werden, bevor man anfängt zu kochen.
Von vornherein sind 10 Rezepte spielbar. Es werden aber mit jedem durchgespielten Rezept mehr. Insgesamt gibt es 120 Rezepte freizuspielen. Da man schnell reagieren muss und angespornt wird, die Rezepte auf Gold zu schaffen, entsteht ein gewisser Suchtfaktor. Außerdem kann man noch die einzelnen Schritte (Zwiebel hacken, Fleisch schneiden, Soßen anrühren, Teig kneten) auf Rekorde spielen und schauen, wie weit man kommt oder wieviel man schafft. Und man kann die Rezepte miteinander kombinieren.
Mängel gibt es nur wenige: Die knallbunte Manga-Grafik und der aufdringlich glückliche Sound sind Geschmackssache. Einige Rezepte muss man einige Male spielen, weil sie schwer sind. Und es gibt auf Dauer wenig Abwechslung. Viele Rezepte ähneln sich sehr. Man kann keine eigenen Rezepte spielen oder erfinden. Wer außerdem hofft, durch das Spiel kochen zu lernen, liegt verkehrt: Man lernt eigentlich nichts, es geht nur um den Spaßfaktor beim Spielen.
Der größte Nachteil besteht jedoch darin, dass das Spiel komplett in Englisch ist. Alle Schritte werden auf Englisch erklärt und die Rezeptnamen sind auf Englisch. In der Bedienungsanleitung sind ein paar Schritte auf deutsch erklärt, trotzdem braucht man Englischkenntnisse, um spielen zu können. Allerdings erkennt man nach kurzer Spielzeit schon an den Bildern, was man als nächstes tun muss. Wenn man jedoch ganz genau verstehen will, was man da kocht, sollte man ein Wörterbuch neben dem DS liegen haben.
Fazit: Süchtig machendes Spiel mit Wiederspielwert. Wer einigermaßen Englisch kann, bekommt eines der besten DS-Spiele.