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Karajan, Wolfgang Meyer Audio CD
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Johannes Brahms
  • Audio CD (7. März 1989)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon Production (Universal)
  • ASIN: B000001GA9
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 559.744 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
SongInterpret Länge Preis
Anhören  1. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 1. Chor: "Selig sind, die da Leid tragen"Berliner Philharmoniker11:32EUR 2,39
Anhören  2. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 2. Chor: "Denn alles Fleisch, es ist wie Gras"Berliner Philharmoniker14:46EUR 2,40
Anhören  3. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 3. Solo (Bariton) und Chor: "Herr, lehre doch mich"Eberhard Waechter11:45EUR 2,39
Anhören  4. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 4. Chor: "Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth!"Berliner Philharmoniker 5:43EUR 0,99
Anhören  5. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 5. Solo (Sopran) und Chor: "Ihr habt nun Traurigkeit"Gundula Janowitz 8:15EUR 0,99
Anhören  6. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 6. Solo (Bariton) und Chor: "Denn wir haben hie keine bleibende Statt"Eberhard Waechter12:33EUR 2,39
Anhören  7. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 7. Chor: "Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben"Berliner Philharmoniker12:13EUR 2,39


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Andachtsvoll und innig 13. Februar 2007
Von Karl-Heinz Friedgen TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Ganz im Gegensatz zu meinem Vorrezensenten habe ich überwiegend positive Eindrücke von Karajans Brahms-Requiem gewonnen.
Als diese im Mai 1964 im Großen Musikvereinssaal zu Wien gemachte Aufnahme 1965 erstmals erschien, hatte ich nur eine Alternative in meiner Plattensammlung: Rudolf Kempes zu Recht legendäre Berliner Produktion von 1955 (mit Elisabeth Grümmer und Dietrich Fischer-Dieskau als Solisten). Später machte ich noch die Bekanntschaft mit den Aufnahmen von Klemperer, Sir Georg Solti, Lorin Maazel, Giuseppe Sinopoli und Bruno Walters alter New Yorker Einspielung von 1954. Auch Karajans Remake von 1976 (für EMI, mit Anna Tomova-Sintow und José van Dam) liegt mir vor. Richtig ist, daß Karajans 1964er Produktion den Versionen von Kempe, Klemperer und Bruno Walter, so unterschiedlich auch diese sind, in etlichen Punkten nachsteht, aber über alles gesehen rechne ich seine hier zur Diskussion stehende zu den im oberen Spitzenfeld anzusiedelnden Aufnahmen. Wohl nicht umsonst wurde sie 1965 mit dem renommierten "Grand Prix du Disque" und noch einigen anderen Preisen ausgezeichnet. Es stimmt einfach nicht, daß der Wiener Singverein schlecht und "wie vom Blatt" singt. Sein Vortrag ist vielmehr sauber und flexibel. Über sängerische Eleganz kann man bei einem solch riesigen Chor sicherlich trefflich streiten, und es ist auch nicht von der Hand zu weisen, daß die Textdeutlichkeit an manchen Stellen zu wünschen übrig läßt, was aber mehr der Aufnahmetechnik als dem Chor anzulasten sein dürfte. Ich habe den Eindruck, daß der Chorleiter Reinhold Schmid seine Formation bestens vorbereitet hat und auch Herbert von Karajan, der ja für seinen Klangfetischismus, auch und gerade bei Vokalmusik, bekannt und bei den Sängern gefürchtet war, einen solch unkompetenten Verein, wie ihn mein Vorrezensent beschreibt, nicht zum Einsatz hätte kommen lassen. Nun zu Gundula Janowitz. Vielleicht fehlt ihr ein wenig der ätherische Ton, den ihre Kollegin Elisabeth Schwarzkopf bei Klemperer anschlägt, aber ihr Vortrag ist auch hier wieder von geradezu überirdischer Schönheit, und ihre engelreinen Töne berühren Herz und Sinn. Dagegen halte ich Eberhard Waechter, so gut er auch singt, doch im Vergleich zu Dietrich Fischer-Dieskau eindeutig für "zweite Wahl." Man weiß, daß Herbert von Karajan eine sehr enge Beziehung zum Brahms-Requiem hatte, schon in seiner Aachener Zeit (1934-1942) hatte er es in seinem Repertoire, und seine Wiener Aufnahme von 1947 (EMI) mit Elisabeth Schwarzkopf und Hans Hotter zählt bis heute zu den raren "Schallplattenklassikern." Wie sollte es möglich sein, daß ein so überragender Künstler wie er auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft ein Werk wie dieses in einer solch grottenschlechten Aufführung auf den Markt gebracht hätte? Noch ein Wort zu Karajans Tempi: Sie sind zwar ruhig und getragener als bei den meisten seiner Kollegen, aber nirgends zerdehnt oder gar schwerfällig. Ich war im Gegenteil höchst erstaunt, daß Karajan für das Werk noch nicht einmal eine Minute länger braucht als Rudolf Kempe in seiner Berliner Aufnahme; in einigen Sätzen ist er sogar noch etwas rascher.
Zum Schluß noch eine Anmerkung zur technischen Realisation: Die Mängel in der Textdeutlichkeit wurden schon angesprochen, ansonsten kann man der Aufnahme nur bescheinigen, daß das Orchester und auch die Solisten gut eingefangen wurden und die digitale Bearbeitung der Produktion gut bekommen ist. Das beigefügte Textheft ist in Ordnung, es enthält auch den vollständigen Text des Requiems mit dreisprachiger Übersetzung.
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4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwach, schwach, schwach! 18. November 2003
Von vully TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Bitte nicht vom großen Namen Karajan blenden lassen: Diese Aufnahme gehört zu den schwächsten des Brahms-Requiems überhaupt:

Karajans Tempi sind extrem langsam, er zerdehnt das Werk bis zur Unkenntlichkeit. Dazu ist - wie bei ihm in späten Jahren üblich - das Orchester im Verhältnis zu Chor und Solisten zu laut, spielt auch dynamisch nicht flexibel genug. Karajan betont einen dunklen, vollen, weichen Klang und geht dafür über die rhythmischen Feinheiten des Werkes hinweg: Der zweite Satz etwa müsste federnd, geheimnis- und unheilvoll klingen, wird aber zu einem schwerfälligen Gestampfe, einem unpräzisen Klangbrei.

Dazu komm der mangelhafte Chor: Der Wiener Singverein - ein Laienchor, den Karajan leider in allen seinen Aufnahmen geistlicher Werke einsetzte - singt unsauber, unflexibel, unelegant, unverständlich. Da gehen sämtliche Feinheiten verloren, man hat manchmal das Gefühl, da werde vom Blatt gesungen. Besonders schlimm der völlig missglückte erste Einsatz des "Selig sind die Toten."

Das alles verstärkt einen Eindruck, der eigentlich bei diesem Stück niemals aufkommen dürfte, wenn es gut musiziert wird: Langeweile!

Selbst die berühmten Solisten können die Aufnahme nicht retten:

Die sonst so wunderbare Gundula Janowitz scheitert wie viele berühmte Sängerinnen an der Arie "Ihr habt nun Traurigkeit:" Das Stück liegt sehr hoch, und muss durchgehend piano und legato gesungen werden. Hier geht es der Sängerin mit ihrer damals schon recht dramatischen Stimme wie vielen Kolleginnen: Sie klingt eng und angestrengt statt leicht und überirdisch.

Einzig Eberhard Waechter erreicht normales Niveau, singt die Bariton-Partie sehr natürlich und kraftvoll.

Das allein rettet diese Aufnahme jedoch nicht. Wer unbedingt das Brahms-Requiem von Karajan dirigiert haben möchte, soll bitte die nicht sehr fromme, aber intensive und temperamentvolle EMI-Aufnahme von 1948 nehmen.

Ansonsten empfehle ich Rudolf Kempes Berliner Aufnahme (EMI mit den Berliner Philharmonikern, dem Chor der Hedwigs-Kathedrale, Fischer-Dieskau und der wunderbaren Elisabeth Grümmer - sehr uneitel, einfach und innig) oder - für Entdecker - Gardiners Aufnahme auf alten Instrumenten (präzise, transparent, spannend, dramatisch).
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