Autor Achim Hiltrop liefert auf der Basis bekannter, aber durchaus bewährter Zutaten einen kurzweiligen und unterhaltsamen SiFi-Roman ab.
Man nehme einen sympathischen Helden, ehemaliger, hochdekorierter Soldat, der verraten wurde und flüchten muss. Ihm zur Seite stellt man ein mit einigen netten Extras ausgestattetes Raumschiff, das zugleich noch über einen halbwegs intelligenten und durchaus auch zur Komik neigenden Bordcomputer verfügt. Was bleibt den beiden anderes übrig, als sich als Schmuggler oder Söldner zu verdingen und so den Lebensunterhalt zu verdienen. Und angesichts dieser Umstände erstaunt es kaum, dass unser Held, Clou Gallagher, all zu oft das Pech auf seiner Seite hat und nicht nur seine Verdienstmöglichkeiten sich als schwierig herausstellen. Nein, zu allem Überfluss gibt es da auch noch den einen oder andern Kopfgeldjäger, verschlagene Außerirdische, interstellare Gangster, gewiefte Ingenieure, reizvolle Frauen und nicht zuletzt den rachedurstigen Erzfeind, der nie aufgibt.
Der Roman umfasst drei abgeschlossene Geschichten rund um Gallagher, deren Inhalte sich aus der Kurzbeschreibung von Amazon ergeben. Der Autor schreibt sehr gradlinig und klar, baut auf eine Menge Action und eine angenehme Portion Humor und schafft so einen gelungenen, spannenden und vor allem auch kurzweiligen Roman. Nachdem mir während des Lesens hier und da ein Vergleich zwischen Gallagher und Han Solo (und Boba Fet usw.) durch den Kopf schoß, ergab sich eine gewisse Bestätigung durch den abschließenden Hinweis, dass Achim Hiltrup ein begeisterter Star Wars Fan ist.
Aber wie gesagt, wer auf bewährte Inhalte setzt, der kann eigentlich nichts verkehrt machen. Den Stern Abzug gibt es, weil die Grundidee irgendwie schon mal da war, aber der Unterhaltung tut das keinen Abbruch. Mir hat "Gallaghers Mission" sehr gut gefallen und der Teil 2 wartet schon auf dem Kindle. Wer auf kurzweilige SiFi rund um einen sympathischen Helden steht, der dürfte hier richtig liegen.