Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Erfolgsrezept der amerikanischen Wissenschafts- und Bestsellerautorin Dava Sobels besteht aus einer gelungenen Mischung aus den Briefen von Maria Celeste, lebendig nachgezeichnetem Zeitgeist und der verständlichen Einführung in Fachwissen. Galileos Tochter ist eine Geschichte von der Wissenschaft, den Sternen und der Liebe, die man so schnell nicht wieder aus der Hand legen wird. --Larissa Carina Seelbach
Neue Zürcher Zeitung
rox. Vor wenigen Jahren hat die amerikanische Wissenschaftsredaktorin Dava Sobel mit ihrem Buch «Längengrad» einen so nennt es der Marktjargon «Weltbestseller» geschrieben. Und auch wenn ein verkauftes nicht notwendig ein gelesenes Buch sein muss, ist die hinter dem Bestseller stehende Logik zwingend: Der nächste muss her. Et voilà: «Galileos Tochter» heisst der neue Wurf. Zunehmend ratlos und mit wachsendem Missvergnügen haben wir uns durch dieses Buch gequält, das uns hochtrabend eine «Geschichte von der Wissenschaft, den Sternen und der Liebe» zu erzählen verspricht. Weit gefehlt. Das Ganze «liest» sich gar nicht, sondern langweilt gewaltig und mutet an wie die Nacherzählung einer Gymnasiastin, die sich gänzlich in einer von ihr romantisierten Vergangenheit verloren hat. Da ist fast alles misslungen abgesehen davon, dass die Briefe der Tochter Galileis an ihren Vater hoffnungslos konventionell und alles andere als eine Entdeckung sind. Auch mit dem Überblick über die verworrenen Wissenschaftsereignisse in Galileis Leben hat Dava Sobel grösste Mühe; da wird nichts erzählt, sondern ein längst bekanntes und schon besser beschriebenes Datum ans nächste gereiht. Kurzum: Es lohnt sich nicht einmal, sich zu ärgern. Ausser vielleicht darüber, dass nun auch der Berlin-Verlag so plan auf die Logik des Bestsellers zu setzen beginnt.
