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Der verkrüppelte Maddox Barbarossa gräbt sich in die rätselhafte Vergangenheit seines potenten Vaters und Gottwesens Nicodemus, seines übermächtigen, beinahe irrealen Muttergeschöpfes Cesaria, deren unsterblichen Sohn Galileo und dessen Verstrickungen mit dem mächtigen Menschengeschlecht der Gearys. Stein um Stein trägt Maddox ab. Irgendwann, so in der Mitte dieses Familienpanoramas, hält er Fragmente eines Mosaiks in den Händen, zusammenhanglos und offenbar unbedeutend: Fischer in einem urzeitlichen Dorf namens Atva. Die Hinrichtung pädophiler Mönche. Der Prophet Zelim in der gelobten Stadt Samarkand. Der Brief eines Mannes, der den Tod auf einem Schlachtfeld des amerikanischen Bürgerkriegs vor Augen hat. Ein Stummfilmstar, der bis nach Deutschland von der Liebe des Magnaten Laurence Geary verfolgt wird, der so reich ist, dass er den genauen Wert seines Besitzes nicht kennt. Sein Enkel George Geary, dessen Leiche im Wagen an einem Strand von Long Island liegt. Dessen Mutter Loretta, die mit ihren düsteren Prophezeiungen eines Astrologen das Ende der Familie beschwört. Rachel Pallenberg, die Lorettas Sohn Mitchell heiratet und dabei den Glauben an die Liebe verliert und sich in eine alte Hütte auf einer fernen Insel zurückzieht. Galileo Barbarbossa, der das Leben selbst nicht mehr liebt und auf seiner Barke Samarkand über die Weltmeere irrt. Last not least Maddox selbst, Zeugnis eines Intermezzo Nicodemus mit einer Menschenfrau. Maddox, der seine Frau Chiyojo an seinen nimmersatten Vater Nicodemus verloren und damit beider Tod heraufbeschworen hat.
Es ist unglaublich, aber so aussichtslos das Bemühen Maddox' beziehungsweise Barkers erscheint, zum Schluß findet alles ein einziges Ende. Über 900 Seiten sind verflogen wie nichts. An dieser Stelle soll mein Lob deshalb auch der Übersetzerin Waltraud Götting gelten, der es vorzüglich gelungen ist, Barkers einzigartige Fabulierfreude ins Deutsche zu übertragen. --Marcel Feige
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein etwas anderer Barker-Roman,
Rezension bezieht sich auf: Galileo. (Taschenbuch)
Galileo ist ein Buch, wie ich es von Clive Barker nicht erwartet hätte. Wer die "Bücher des Blutes" gelesen hat und die ersten 200 Seiten von "Galileo" liest, weiss was ich meine.Galileo ist sicher kein Horrorroman, sonder vielmehr eine Fantasyerzählung, die eindeutig poetisch-romantische Ansätze enthält. Es ist vom Inhalt eines der komplexesten und aufwendig erzählten Bücher von Barker. Er legt viel Wert auf detaillierte Characktere und deren Sinnebene. Mir hat das Buch gerade wegen der ausschweifenden, abenteuerlichen und auch spannenden Erzählweise gefallen. Das Buch ist halt kein typischer Barker und wird deshalb die Fans seiner einfacher konstruhierten, aber bluttriefenden Vorgängerbücher enttäuschen. Doch Leser, die einen Hang zu großen Epen und aufwendigen Erzählungen haben, und auch schon Stephen Kings "dunklen Turm" mochten, werden Galileo verschlingen! Ich lege mich fest: Eindeutig das beste Barker-Buch und eines der besten Bücher, die ich gelesen habe. Kaufen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Für Freunde der frühen Werke von Barker eher uninteressant,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Galileo. (Taschenbuch)
Wie bei allen Büchern die ich bisher von Barker gelesen habe, begann auch in Gallileo die Story sehr vielversprechend. Am Schluß fragte ich mich jedoch: Was soll das? Wenn ich mir ein Buch von Clive Barker kaufe erwarte ich Spannung, die mit Elemeten von Horror, bzw. Fantasy gespickt ist und keinen fantasy-angehauchten "Fakeln im Sturm Abklatsch". Insofern kann ich allen Freunden von Gyre, Imagica und Co nur raten, die Finger von diesem Buch zu lassen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Phantastische Familiensaga,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Galileo. (Taschenbuch)
Eine Familiengeschichte a la 'Dallas' oder 'Denver Clan' (oder für die Jüngeren unter uns: 'Melrose Place'), vermischt mit übernatürlichen Elementen; erzählt in einem Stil, der seinesgleichen sucht. Ein echter Glücksfall für den Leser. Es ist nicht einfach, die Zeitspanne, in der die Geschichte spielt, zu bestimmen. Die Barbarossas, ein Clan (fast) unsterblicher götterähnlicher Gestalten, gibt es schon seit dem Anbeginn der Zeit. Die Gearys, vergleichbar mit der Kennedy-Familie, stossen im ersten Weltkrieg hinzu. Das Schicksal beider Familien ist eng miteinander verknüpft und es ist unglaublich spannend, herauszufinden, wie alles zusammenhängt und wo es hinführt. Die Einzelereignisse erinnern teilweise an eine Soap-Opera, teils aber auch an die guten alten Gothic-Horror Geschichten der 40er und 50er Jahre. Eine ungewöhnliche Mischung, die sich nicht leicht beschreiben läßt. Die Bandbreite der Geschichte läßt sich wohl am besten durch einen Satz des Erzählers, eines Mitglieds der Barbarossa-Familie, verdeutlichen: "What must I do, in the time remaining? Only everything." Na wenn das alles ist ...? Clive Barker ist damit auf jeden Fall über Nacht zu einem meiner absoluten Lieblingsautoren geworden.
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