so würde ich den Roman in 2 Worten beschreiben...
Zuallerst mal würde ich jedem empfehlen noch mal in die letzten beiden Bände reinzuschauen, denn dieser schließt nahtlos an. Ich hab mich beim Einstieg schwer getan, denn es ist viel Zeit vergangen seit den letzten Veröffentlichungen.
Monk und Hester stehen vor ihrem persönlichen Waterloo: Monk möchte die Arbeit seines Mentors bei der Wasserpolizei zu einem würdigen Ende bringen und stellt den Kinderhändler Jericho Phillips. Diesem wird der Prozess gemacht. Rathbone übernimmt, auf Bitte seines Schiwegervaters Ballinger, die Verteidigung des unangenehmen Zeitgenossen, an dessen Schuld er nicht zweifelt, dennoch ist er der festen Überzeugung, dass die Beweisführung Monks lückenhaft ist. Exzellent wirft er Monk und Hester Befangenheit vor und Phillips wird aufgrund berechtigeter Zweifel freigesprochen. Monk ist am Boden zerstört, hat er sich so sehr in Durban getäuscht? Er beginnt dessen Leben unter die Lupe zu nehmen, unterstützt von Hester und diversen Freunden der Portpool Klinik.
Eine akribsiche Kleinarbeit beginnt ..... bei der sich höchst eindrucksvoll Abgründe der viktorianischen Dopplemoral auftun...
Meine Meinung: wieder mal ein exzellentes WErk Anne Perrys, die es wie kein anderer versteht hinter die heile Fassade der viktorianische Gesellschaft zu blicken. Die Charaktere sind bis auf die kleinste Nebenfigur wubderbar gezeichnet, mit einer emotionalen Tiefe die ihresgleichen sucht. Sie versteht es hervorragend die Ängste, Sehnsüchte und moralischen Verfehlungen dem Leser nahe zu bringen. Man fiebert mit, lässt sich hineinziehen und ist auf des Ende gespannt...
Kritikpunkte:
Manchmal scheint sie ZU sehr in die Tiefe abzugleiten, es grenzt ans Pathetische...
Ich würde mir mal wieder ein anderes Setting wünschen jenseits von Durban und Klinik...
Manchmal ist der ganze Roman und vor allem die beidem Bücher davor zu dunkel und düster ...
Auf keinen Fall würde ich empfehlen mit diesem Roman- ich glaube es ist der 16., in die Reihe einzusteigen...
WAs mir weiterhin nicht gefallen hat, ist der Einsteig, die Jagd auf Phillips: Diese ist zu lang und detaillreich. Auch ansonsten lebt der Roman von der akribischen Faktensuche.
Interessant ist das Duell zw Rathbone und den Monks, sowie die innere Zerrissenheit der Proagonisten, versagt zu haben.
ERgo: Ich war nicht ganz so begeistert wie von früheren Romanen, an manchen Stellen zieht sich die Handlung und verliert sich in Detaills und grenzt mitunter ans Pathetische.
Trotzdem 5 Sterne, denn Anne Perrys Roman bewegt sich weit über dem Mainstream Thriller.
****EXZELLENT & MITREIßenD **** ÄUßERST EMPFEHLENSWERT*** mit der TEndenz 4,5 Sternen ***
Äußerst empfehlenswert, für den etwas anspruchsvolleren Leser, ein Roman der zum Nachdenken anregt