Sprüche, Metaphern, Zitate aus seinen, Arno Schmidts, Büchern drangen in unsere tagtägliche Sprache ein, und das nicht aus Gründen der Idolatrie, sondern weil vieles so schlagend präzise war und ist: wir schlossen uns damit Wirklichkeit auf. Noch eine Erzählung wie Ernst Petz' "Galgenbett mit Arno Schmidt" zeugt davon, daß da einer fruchtbar Schmidts "Leviathan" und "Enthymesis" gelesen hat, nicht nur weil auch hier am Ende ein Dokument übrigbleibt, der die Wahrheit des Erzählten verbürgende "Bericht eines Patienten" (vgl. die "Fetzen" mit Gekritzeltem, die von den letzten Stunden der Opfer des Leviathan bei Schmidt uns künden), sondern die nervös intermittierende Sequenz von Gesehenem, Gedachtem und Gefluchtem, die Innere-Monolog&Tagebuch-Suada des Bandscheiben- und Migräneopfers, der genervt-aggresive Gestus des Notierten, das von Pessimismus und Lebendigkeit im Hin und Her schneller Stimmungsschläge kündet - das hat Schmidt'sches Temperament.