Galen Pfadwächter, auch unter dem Spitznamen "Wiesel" bekannt, sitzt in der Burg seines Adoptivvaters Bayard Blitzklinge und langweilt sich zu Tode. Als sein Bruder Brithelm spurlos verschwindet, begibt sich der angehende Ritter mit einer zusammengewürfelten Gruppe auf die Suche, die ihn sogar ins Unterreich führt.
Michael Williams hat mit "Weasel's Luck", bei uns als Heldenlied 5 (Unter dunklen Sternen) und Heldenlied 6 (Die Stunde des Skorpions) erschienen, einen Roman hingelegt, der voller Ironie und Sprachwitz steckt. Sein Fortsetzungsroman "Galen Beknighted" hat mit dem Problem zu kämpfen, dass die Hauptfigur am Ende des vorigen Romans eigentlich schon geläutert war. Dies hat zur Folge, dass die früher so stark von Zynismus und Eigennutz geprägten Beobachtungen Galens jetzt viel zahmer ausfallen, wodurch einiges an Humor verloren geht. Galen will hier von Anfang an das Richtige tun, wenn auch manchmal auf seine unkonventionelle Wiesel-Art, somit ist der Reiz dieser früher so einzigartigen Hauptfigur im DL-Universum stark verblasst.
Alles Übrige ist jedoch ganz auf dem Niveau des Prequels, denn die anderen Charaktere sind noch genauso schrullig, wie man sie in Erinnerung hat. Es gibt sogar eine Szene, die wirklich mit zu den ergreifendsten gehört, die ich bisher in DL-Büchern lesen konnte.
Fazit:
Fans des Vorgängerromans werden auch hier ihre Freude haben, wer jedoch mit Williams' Stil bisher nichts anfangen konnte, wird auch hier nicht bekehrt werden.