Eigentlich ein schweres Buch. Es kreist immer um dieselbe Erfahrung des Autors, und das Schlimme daran, der Autor findet aus dem ganzen, so scheint es mir, keinen Ausweg. So changiert er immer zwischen einem existentialistisch angehauchten Lebensphilosophie, oder besser: einem lebensphilosophisch angehauchten Existentialismus, und einem - vor allem gegen Ende des Buches hin - religiös verschatteten Überlebensskeptizismus. Dass trotz der zweifelsohne das Leben des Autors prägenden Erfahrungen im Konzentrationslager von diesem keine Perspektive für eine Philosophie oder besser Lebensbewältigung, fern von sowohl religiöser wie auch antireligiöser Art, gefunden werden konnte, ist zwar nachvollziehbar, nichtsdestotrotz droht die Lektüre des Buches dadurch aber zu einen metaphysischen Hamsterrad zu führen, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint