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Ein solcher Held ist Commander Taggart (Tim Allen, Hör mal, wer da hämmert). Mit einer zu allem entschlossenen Crew steuerte er vier Staffeln lang die NSEA Protector, bis sie aus dem Programm geschmissen wurden. Obwohl dies inzwischen fast 20 Jahre her ist, haben Taggart und seine Kollegen nach wie vor viele Fans, die sie kultisch verehren. Als Stargäste vieler Conventions erzählen sie ihnen immer wieder die gleichen Geschichten von ihren Erlebnissen während der Dreharbeiten -- und halten den Kult somit am Leben. Darauf sind sie angewiesen, denn mit dem Ende der Serie endeten auch ihre Karrieren.
Auf einer dieser Veranstaltungen wenden sich die Thermianer an Taggart und flehen ihn an, ihnen im Kampf gegen den bösen, reptilienartigen Sarris beizustehen, einem Schurken, der bereits ihre Heimatwelt vernichtet hat und nun auch die letzten Überlebenden jagt. Das Problem: Die Thermianer sind tatsächlich Außerirdische, die glauben, TV-Serien seien historische Dokumente. Und so ist auch Taggart für sie eine reale Figur! Natürlich kommt Taggart ihnen zu Hilfe -- auch wenn er zunächst äußerst überrascht ist, als er feststellen muss, es nicht nur mit durchgeknallten Fans zu tun zu haben.
Die Spezialeffekte sind ebenso vorzüglich wie die von Stan Winston erschaffenen Kreaturen. Regisseur Dean Parisot gelingt es perfekt, die Anhängerschaft einerseits zu verulken, um ihr andererseits ihren größten Traum zu erfüllen: All die Geschichten, die wir Woche für Woche als Abenteuer bekannter Raumschiff-Kapitäne im Fernsehen verfolgen, sind wahr (haben wir dies nicht immer gehofft eines Tages zu erfahren?!).
Getragen wird der Film von einer exquisiten Besetzung, die neben Allen unter anderem aus Sigourney Weaver in der Rolle der drallen Gwen deMarco bsteht (einer in die Jahre gekommenen Farrah-Fawcett-Kopie), Alan Rickman als frustriertem, ehemals ernst zu nehmenden Tragödien-Schauspieler, dem sein TV-Ruhm zum Verhängnis wurde, und Enrico Colantoni in der Rolle des thermianischen Anführers Mathesar, dessen sing-sang-Stimme allein als komödiantischer Meistercoup betrachtet werden kann. --Jeff Shannon
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„Galaxy Quest" ist die bislang treffenste und liebevollste Parodie auf Star Trek!
Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe Ex-Fernsehserienstars, die ihre besten Tage lange hinter sich haben. Vor Jahren mimten sie eine Raumschiffcrew, die in zahllosen Episoden Abenteuer in unendlichen Weiten erlebten. Längst ist die Serie abgesetzt, doch noch immer wollen meist jugendliche Fans ihre Helden auf SF-Conventions sehen (was diesen, bis auf den "Commander", mittlerweile schon ziemlich zum Hals raus hängt). Festgenagelt auf ihre damalige Serienrolle, hat die "Crew" seither auch kaum ein vernünftiges Engagement mehr bekommen. Da taucht eine höchst seltsame Gruppe von Fans auf und nimmt den "Commander" kurzerhand auf ihr Raumschiff mit. Es dauert eine Weile, bis der abgehalfterte Schauspieler merkt, dass dies tatsächlich ein Raumschiff ist und die "Fans" leibhaftige Aliens. Andersherum glauben die außerirdischen Besucher, dass der Commander und seine Crew ebenfalls echte Weltraumhelden sind, denn sie haben auf ihrem Planeten die ausgestrahlten Wiederholungen der Fernsehserie empfangen und halten diese für eine historische Dokumentation. Ob das mal gut geht?
Tim Allen ("Hör mal wer da hämmert") gibt hervorragend den Kirk-Verschnitt, der ständig zwischen Selbstverliebtheit und Midlifecrisis schwankt. Sigorney Weaver überzeugt als blondes, vollbusiges Seriendummchen. Besonders erwähnenswert finde ich jedoch Alan Rickman (Snape aus den Harry Potter Filmen) als Mime, der seine Serienrolle als extraterrestrischer Schiffsoffizier zutiefst hasst, sich dafür schämt und der versäumten Chance, ein großer Charakterdarsteller zu werden, nachtrauert. Alles in allem eine echt gute Besetzung.
Eine gelungene Kömmödie, mit deren Erwerb man - vor allem als SF-Fan - eigentlich nichts verkehrt machen kann.
Dieser Film nimmt alles auf's Korn, was zum Standard klassischer Science Fiction Serien, und ganz besonders Star Trek, gehört. Tim Allen mimt den übergroßen und selbstherrlichen Captain einfach herrlich. Dass seine Schauspielerkollegen ihn für ein egonzentrisches Schwein halten, stört ihn dabei kaum. Sigorney Weaver als blonde Sexbombe im Push-Up spielt die Quotenfrau, die außer gut ausehen nichts zu tun hat, und deshalb ihren Job abgrundtief hasst.Ebenso Alan Rickman. Er ist der Quotenaußerirdische, der, genauso wie Young Laredo, mehr für political correctness als andere zuständig ist. Rickman liefert hier meiner Meinung nach eine Glanzleistung ab. Es ist einfach zum Schreien, wenn er wieder einmal über seine drei Vorhängen als Shakespearedaresteller sinniert, zähneknirschend seinen Alienstandardsatz rauspresst ("Bei Repthars Hammer,...") oder auch privat seinen Alienkopf mit sich rumschleppt.
Es ist einfach unmöglich, hier auf alle Nuancen einzugehen, die dieser Film zu bieten hat. Wer Classic Trek kennt, wird den Film lieben. Den Hardcore-Trekkies sei allerdings im Vorfeld gesagt, dass ihre Serie hier schonungslos durch den Kakao gezogen wird. Ihr werdet das sicher nicht mögen. War zumindest bei meiner Freundin so... ;-)
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