In jedem Fall lohnt sich der Kauf schon deshalb, da der Autor mit blumiger Sprache, ohne Politologen-Deutsch und mit etwas schwarzem Humor den Leser blendend unterhält. Nicht vergessen darf man freilich, WER dieser Autor ist. Hier schreibt zweifellos ein 68er. Das Reizthema Libyen wird so verarbeitet, dass für manchen bisher Ahnungslosen sich das eine oder das andere Vorurteil erledigen könnte. Wer sich allerdings tiefschürfendere aktuelle Erkenntnisse über den gegenwärtigen Zustand Libyens erhofft, mag enttäuscht werden. Immerhin: das Buch endet mit einer nachdenklich machenden Überraschung. Gaddafi - doch nicht nur ein Showstar? Libyen doch kein Schurkenstaat?