Der versprochene Funktionsumfang dieser Fernsteuersteckdose verdient seine fünf Sterne. Die Steuerung erfolgt vollständig per SMS (z.B. #01# = ein, #02# = aus). Jedes Kommando wird durch eine Antwort-SMS bestätigt.
Obwohl sich in der Realität einige Einschränkungen ergeben, erfüllt die Steckdose für mich einwandfrei ihren Zweck. Der lose mitgelieferte Temperatursensor lässt sich in das Kästchen eingestecken. Ich verwende ihn nicht und kann deshalb über die damit verbundenen Funktionen nichts aussagen.
Die Anleitung ist in Teilen unverständlich. Die Beschreibung des Timers (verzögertes Ein/Aus) ist konfus. Um heraus zu bekommen, wie der eingebaute Timer wirklich funktioniert, muss man einige Zeit (und SMS) investieren.
Der Alarm bei Verbraucheränderung funktioniert nicht.
Es gibt einen USB-Dataport, der leider nicht dokumentiert ist. Ein PC fragt beim Anschluss nach einem nicht vorhandenen Treiber.
Es ist genial, dass die DRH-301 auch bei Stromausfall ungefähr 1 Minute weiter arbeitet und in dem Fall noch eine SMS abschicken kann. Die Meldungen bei Wiederkehr der Stromversorgung lässt sich übrigens nicht abschalten. Bei häufigen Stromunterbrechungen werden also ungefragt viele SMS verschickt.
Wenn der Strom ausfällt und der Verbraucher ausgeschaltet ist, schaltet er trotzdem bei Wiederkehr der Stromversorgung mal kurz ein.
Das eingebaute Schaltrelais trennt leider nicht beide Netzkontakte sondern nur einen. D.h. der angeschlossene Verbraucher ist im Zustand AUS nicht immer stromlos. Ob gerade der spannungsführende Steckerpin geschaltet wird, hängt von der Einsteckrichtung der DRH in die Steckdose ab. Ich empfehle deshalb, im ausgeschalteten Zustand mit einem Spannungsprüfer festzustellen, ob der DRH-Ausgang spannungsfrei ist. Wenn nicht, herumdrehen! Das gesamte Gerät ist schutzisoliert, nicht aber der Temperatursensor.
Im regelmäßigen Verkehr fallen eine ganze Menge SMS an. Das ist nur dann preisgünstig, wenn steuerndes Handy und Steckdose SIM-Karten aus dem selben Netzt besitzen. Bei Prepaid Karten lässt sich der Kontostand nicht abfragen. Mann muss also mitrechnen, wann dieser erschöpft ist.