Das Magazin GEO Special widmet sich normalerweise den schönsten Flecken unserer Erde, gibt Tipps für Individualreisen und gut recherchierte Informationen über das jeweilige Land. Oftmals standen diese noch nie zuvor in einem Reiseführer. Diese Ausgabe behandelt auch wieder eine eher touristenarme Gegend. Nur wenige Menschen haben bisher ihren Fußabdruck in den Mondstaub drücken dürfen. Zu jedem guten Reisemagazin gehören natürlich auch Routentipps durch malerisches Gelände. Wem die Anfahrt zu lang oder gesundheitlich zu bedenklich erscheint, kann sich aber auch in einem Planetarium oder einer Sternwarte ein genaueres Bild machen. Auch dieses Heft lässt mit seinen großartigen Hochglanzbildern den Mond fast greifbar erscheinen.
Außer der wissenschaftlichen Seite über Forschung und Technik wird aber auch der Einfluss des Erdtrabanten auf die Gezeiten und Lebewesen behandelt. Er war schon in vorigen Jahrhunderten für die Entdecker eine Orientierung in unbekannten Welten und diente zur Berechnung der Zeit. Seit Menschengedenken inspiriert er zu Mythen und Aberglauben. Auch in der bildenden Kunst taucht er immer wieder auf.
Ein mit einem Augenzwinkern gestelltes Szenario, was die Erde ohne Mond wäre, rundet das Thema ab. Die Autoren behaupten, sie würde sich ungefähr dreimal schneller als gewohnt drehen, die Vegetation wäre natürlich eine andere und das Klima vermutlich auch. Bislang ist dies aber nur beängstigende Science Fiction. Bis sich der Abstand von der Erde zum Mond soweit vergrößert, dass sich daraus klimawandelnde Nachteile für unser Leben entwickeln, wird auch die Firma Sixt keine Fahrzeuge mehr One-way vermieten. Diese und weitere Themen sind als Special der GEO gut aufbereitet worden. In gewohntem Stil lädt sie den Leser ein, sich auch mal aus einer anderen Perspektive einem Thema zu nähern.