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GEO Epoche Edition 2/10: Impressionismus - Aufbruch in die Moderne 1860-1914
 
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GEO Epoche Edition 2/10: Impressionismus - Aufbruch in die Moderne 1860-1914 [Broschiert]

Michael Schaper
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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GEO Epoche Edition 2/10: Impressionismus - Aufbruch in die Moderne 1860-1914 + Geo Epoche Edition 1: Die Geschichte der Kunst: Barock - Das Zeitalter der Inszenierung 1600-1750 + Geo Epoche Edition Renaissance: Genies feiern die Schönheit 1400-1600
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Produktinformation

  • Broschiert: 130 Seiten
  • Verlag: Gruner + Jahr; Auflage: 1. (10. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3652000013
  • ISBN-13: 978-3652000017
  • Größe und/oder Gewicht: 29,8 x 23,2 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 18.676 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Auch in ihrer Technik suchten Monet & Co. neue Wege. Anders als die "Salonmaler", die vor allem der konservativen Kunstkritik gefallen wollten und darauf achteten, saubere Konturen zu malen, Oberflächen (etwa von Stoffen) präzise nachzuempfinden und dramatische Lichteffekte zu erzielen, setzten die Impressionisten (wie sie schon bald genannt wurden, auch wenn das anfangs durchaus verächtlich gemeint war) auf kurze Pinselstriche und formlose Tupfer und auf ein viel helleres Spektrum der Farben. Sie lösten die Umrisse so weit auf, dass sich manche Bildkompositionen erst aus mehreren Metern Abstand erschlossen, und vertrauten, anders als die Salonmaler, auf das natürliche Licht: Sie verließen ihre Ateliers und malten unter freiem Himmel.
Denn es ging ihnen um die Wahrnehmung des Augenblicks, darum, wie sich ein nur leicht veränderter Sonnenstand auf das Licht in ihrem Motiv auswirkte. Es ging ihnen um flüchtige Momente, um kleine, scheinbar nebensächliche Szenen, wie aus dem Augenwinkel beobachtet, die so gar nichts gemein hatten mit dem Pathos der offiziellen Kunst.
Das kam zunächst natürlich überhaupt nicht gut an.
Die Impressionisten wurden wegen ihrer "Vergehen gegen die künstlerischen Gesetze" kritisiert und verspottet, man sprach ihnen jegliches Talent ab. Es dauerte gut 20 Jahre, bis sich der neue Stil langsam durchsetzen konnte und auch die Kunstkritik begriff, dass es sich dabei um etwas ganz Besonderes handelte - nämlich um den Aufbruch in die Moderne, die fortan geprägt war von dem radikal subjektiven Blick der Künstler auf die Welt.
Heute, gut 125 Jahre später, zählen die Gemälde der Impressionisten zu den beliebtesten überhaupt im Kunstbetrieb, erzielen deren Werke Höchstpreise, sind ihre Ausstellungen überlaufen. Noch bis zum 30. Januar 2011 zeigt etwa das Museum Folkwang in Essen 80 Gemälde von Malern wie Monet und Renoir, Pissarro und Manet, und im Pariser Grand Palais ist gerade eine der umfassendsten Monet-Shows aller Zeiten zu sehen.
Möglicherweise wird Sie die Lektüre der folgenden 130 Seiten ja dazu inspirieren, eine der beiden Ausstellungen zu besuchen. Unsere Redaktion jedenfalls hat es sich fest vorgenommen.

Über den Autor

Peter-Matthias Gaede, geb. 1951 in Selters, Studium der Sozialwissenschaften in Göttingen, ist Chefredakteur von GEO. Zahlreiche Auszeichnungen.


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Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Dieses wunderbare, reich bebilderte Geo Magazin befasst sich ausgiebig mit dem Impressionismus. Der Stil wurde in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts in Frankreich entwickelt. In seiner Kulminationationszeit (von 1870 bis zu Beginn der achziger Jahre) und in der dann folgenden Richtung des Pointillismus postulierte er eine neue, in erster Linie optische Beziehung zur Malerei.

Das Magazin ist untergliedert in:
1) Die ersten Impressionisten: Eine neue Sicht der Welt
2) Anfänge: Aufbruch in die Moderne
3) Industrielle Revolution: Die Chronisten des Wandels
4) Claude Monet: Eine Welt aus Farben
5) Ausland: Jenseits von Frankreich
6) Paris: Metropole der Maler
7) Postimpressionisten: Die Revolution der Revolution
8) Vincents van Gogh: Der Zerrissene

Im ersten Beitrag werden Kurzbiografien der Maler Gustave Caillebotte (1848-1894), Alfred Sisley (1839-1899), Edgar Degas (1834-1917), Auguste Renoir (1841-1919), Édourd Manet (1832-1883), Paul Cézanne (1839-1906), Camille Pissarro (1830-1903), Berthe Morisot (1841-1895) und Claude Monet (1840-1926) vorgestellt. Von diesen Malern lernt man sehr gut abgelichtete impressionistische Werke kennen, die jeweils textlich kurz skizziert werden.

Man lernt in der Folge auch eine Reihe von Bildern der Gegner der Impressionisten kennen. Es handelt sich hierbei um Werke wie jene von Ernest Meissonier und André Rixens. Diese Maler waren von der Schule der schönen Künste geprägt. Nach den Regeln dieser Akademie schufen diese Künstler sorgfältig ausgeführte Gemälde mit historischen und mythischen Themen. Es ging ihnen darum, jedes Detail in der Kleidung und Mimik der Porträtierten wieder zu geben, (vgl.: S. 30-31). Ganz anders sind die Werke der Maler der Moderne, die bewusst nur den Moment, das Alltägliche und die Oberfläche zeigen. Die Modernität ist, wie der Dichter Baudelaire festhält "das Vorübergehende, das Entschwindende, das Zufällige." Bildlich umgesetzt wird das sehr gut von Claude Monet im Gemälde "Impression, Sonnenaufgang", (vgl.: S.29).

Zudem werden Vorbilder der impressionistischen Maler thematisiert. Es handelt sich um Künstler der Romantik, die sich Anfang des 19. Jahrhunderts schon den Normen der akademischen Malerei verweigerten. Bei diesen Malern handelt es sich um Jean -Francois Millet, John Constable, William Turner und Théodore Rousseau.

Die Impressionisten sind keine Freilicht-Künstler- auch wenn sie ab und an damit kokettieren. Monet verbringt viel Zeit im Studio. Dort vollendet er die Werke, die er im Freien begonnen hat, (vgl:S. 38).

Neben den Naturansichten, mit denen sich zahlreiche Impressionisten einen Namen machen, sind die Künstler der Moderne an Motiven, der industriellen Revolution und an denen der gesellschaftlichen Veränderung interessiert. Die Bilder berichteten von Pioniergeist, Amüsement, Rastlosigkeit, Mühsal und von der Einsamkeit, (vgl.: S.43).

Gustave Caillebotte thematisiert die negativen Seiten der Gesellschaft auf eindringliche Art, wie seine Bilder deutlich machen. Gezeigt werden aber auch Freizeitvergnügungen armer Gesellschaftsschichten. Fast jeder kennt diesbezügliche Gemälde von Auguste Renoir.

Man lernt die Bilder Monets kennen, die kaum noch Gegenstände zeigen, sondern nur noch Farben, Licht und Formen aufweisen und liest im Rahmen eines sehr gut geschriebenen Beitrags von Markus Wolff Wissenswertes über Monets Werk und Leben.

Über die Impressionisten in Russland, den USA, Skandinavien, Deutschland und England wird man auch in Kenntnis gesetzt und lernt zahlreiche Werke kennen, die stets kurz kommentiert werden. Mich beeindruckt das intensive Licht, das einige der Bilder durchflutet, so etwa Peder Severin Kroyers "Sommerabend am Südstrand von Skagen" oder auch Liebermanns "Terrasse des Restaurants Jakob".

Ganz hervorragend wird das künstlerische Wirken der Impressionisten in Paris, der Metropole der Bewegung geschildert. Dort malte Degas beispielsweise Prostituierte, Fürstinnen und Tänzerinnen, aber auch Bügelfrauen. Degas soll geradezu besessen auf diese Mädchen gewesen sein. Bereits seit seinen ersten Ausstellungen kannte man ihn als den "Maler der Tänzerinnen", (vgl.: S. 86).

Die jungen Künstler fanden sich im "Nouvelle Athénes", einem Café an der Place Pigalle, nicht nur ein, um zu essen und zu trinken, sondern um bekannte Maler zu treffen, von ihnen zu lernen und Mentoren zu finden, (vgl.: S. 86). Es ist überaus spannend zu erfahren, was sich damals in Künstlerkreisen im Einzelnen zugetragen hat.

In der Folge lernt man eine Fülle von Bildern der Postimpressionisten kennen. In den neuen Malstilen sollen Farbe und Form zumeist nur noch Gedanken und Empfindungen übersetzen. Gezeigt werden Werke von Georges Seurat, Paul Gauguin, Pierre Bonnard, Paul Signac, Mauice Denis, Henri Matisse, Edourad Vuillard und André Derain.

Bücher über Vincent van Goghs Werke habe ich einige rezensiert und halte den Beitrag von Cay Rademacher über diesen großen Künstler für außerordentlich gelungen. Lobend erwähnen möchte ich die Auswahl an Gemälden van Goghs, die seinen Beitrag begleiten. Es gefällt mir, dass Rademacher Gemälde wie "Blühende Mandelbaumzweige", Saint-Rémy, 1890, oder auch " Bäume und Unterholz", Paris 1887 und schließlich "Trauernder Alter Mann", Saint- Rémy 1890, neben anderen hervorhebt, da diese Bilder seltener in den Fokus geraten als andere, aber m.E. sehr viel über den Künstler aussagen.

Auf den letzten Seiten kann man sich einen guten Überblick über Daten und Fakten zum Thema "Die Impressionisten und ihre Zeit" verschaffen.

Wer sich über den Impressionismus informieren möchte, wird in diesem Magazin mehr finden als in manchem gebundenen Buch. Das Preis-Leistungsverhältnis ist einmalig. Die Texte sind auf hohem Niveau angesiedelt und die bildliche Wiedergabe der Kunstwerke entspricht dem Niveau von Abbildungen sehr teurer Kunstbände.

Sehr empfehlenswert.
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