dieser Ausspruch wird Karl I.(1516-1556) von Spanien nachgesagt. Sein Reich umspannte den ganzen Globus. Spanisch-Amerika, die Phillipinen und die europäischen Besitztümer bildeten das erste weltumspannende Imperium. Danach kam nicht mehr viel. Zwar wollten seine Nachfolger 1588 mit der Armada den aufstrebenden Konkurrenten England niederringen, aber bekanntlich scheiterte das Unternehmen. Bis Ende des 18.Jhd. war man dann nur noch auf Schadensbegrenzung,d.h. Besitzstandswahrung bedacht. Das funktionierte aber nicht immer. Napoleon löschte dann in seinem Spanienfeldzug 1807/08 die Habsburger auf dem Thron aus und inthronisierte seinen Bruder. Während dieser Zeit nutzten die Kolonien die Schwäche des Mutterlandes und erlangten die Unabhängigkeit.
Danach war nichts mehr von der einstigen Weltgeltung Spaniens übriggeblieben.
Geo Epoche schildert den Aufstieg und Fall des spanischen Imperiums in gewohnt mitreißender, begeisternden Art. Bildteile wechseln mit interessanten Essays ab und verstehen es immer wieder, den Leser zu begeistern. Die für mich einprägsamsten Kapitel waren die der Schlacht 1212 gegen die Mauren, um deren Expansion zu stoppen und dann nach und nach in der Reconquista das span. Festland zu befreien.Das wurde im span. Superjahr 1492 erreicht und das Herrscherpaar Isabella und Ferdinand schickten in diesem Jahr einen bis dato unbekannten ital. Seefahrer Christoph Kolumbus auf seine Reise. Die Schätze seines neu entdeckten Kontinents machten die weitere Großmachtstellung Spaniens erst möglich.
Beeindruckt haben mich auch die Kapitel über Potosi, der wichtigsten Silbermine, in der die Indios zu Tausenden zugrunde gerichtet wurden oder auch der Untergang der Armada. Bislang unbekannte Details, wie das ungünstige Wetter trugen genauso zur Niederlage bei, wie die englische Flotte.
Kurzum, die Ausgabe ist ihr Geld wert. Jeder Geschichtsinteressiert wird das Heft wahrlich verschlingen.