Aus der Amazon.de-Redaktion
In Deutschland reibt sich manch einer verwundert die Augen wenn er erfährt dass sich G.I.Joe seit Mitte der sechziger Jahre in den USA als überaus erfolgreicher Gegenentwurf zur Barbie-Puppe behauptet hat. Und das trotz diverser Merchandising Offensiven inklusive Star Wars, Harry Potter und zahlloser Superheldenfranchises. Schon der Untertitel – „An American Hero“ – lässt dem deutschsprachigen Kinderzimmerexperten die Nackenhaare zu Berge stehen. Da hilft auch die Tatsache wenig, dass Spielzeugriese Hasbro (aus dessen Sortiment auch die Transformers stammen) mittlerweile dunkelhäutige, fremdländisch-anmutende, ja selbst weibliche G.I.Joes auf den Markt gebracht hat. G.I.Jane im Zeitalter von Postfeminismus sozusagen. Jetzt also die Big Budget Variante für die grosse Leinwand.
Wie eigentlich immer in vergleichbaren Streifen geht es um nicht mehr und nicht weniger als die Weltherrschaft. Die will ein gewisser McCullon (Christopher Ecclestone), Waffenmagnat und Erzbösewicht, mit einer genetisch manipulierten Hyperarmee erreichen. Zur Seite steht ihm supersexy Girl Sienna Miller als bösartig-fiese „Baroness“. Bei einem Überfall auf ein Militärkonvoi werden vier supergefährliche Sprengköpfe erbeutet. Einzige Überlebende der Attacke sind die G.I.s Duke (Channing Tatum), nebenbei erwähnt ehemals Bettgefährte der „Baroness“, und Ripcord (Marlon Wayans). Der Gegenschlag lässt nicht lange auf sich warten. Duke und Rip werden Teil von General Hawks (Dennis Quaid) Supereinheit G.I.Joe –ja, richtig gelesen. Die namensgebende Figur ist gar keine. Aber das spielt letztlich keine Rolle. Die Sprengköpfe müssen zurückgeholt werden, so oder so.
Regisseur Stephen Sommers hatte seinerzeit mit Die Mumie einen Riesenerfolg an den Kinokassen und ist seitdem offenbar auf Spezialeffektexzesse abboniert. Bei G.I.Joe – Geheimauftrag Cobra hatte Sommers 300 Millionen Dollar zur Verfügung um richtig Gas zu geben. Immerhin wurde ein denkwürdiger filmhistorischer Rekord eingestellt: man schaffte es einhundertzwölf Autos zu demolieren und zog damit mit den Blues Brothers gleich. Aber weshalb nicht gleich 113 oder 120 Crashes? Das ist die Frage die einen nach den knapp zwei Stunden Materialschlacht nachhaltig beschäftigt. Vielleicht ist Stephen Sommers Fan der Blues Brothers und der „Car-Count“ in G.I.Joe – Geheimauftrag Cobra eine versteckte Hommage? Das wäre dann doch noch eine Bedeutungsebene die sich nicht auf den ersten Blick aufdrängt.---Thomas Reuthebuch
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Was man sieht ist was man bekommt. Buntes, lautes Popcornkino.
Bild: Die Detailschärfe ist überwältigend. Schon die Totale über New York zu Beginn zeigt, bis in welch kleinste Details die Möglichkeiten der Abbildung hinab reicht. Aber auch der Transport der Nanomites durch die waldige Gebirgskette ist von so ungemeiner Naturtreue, das man davon sofort Ausdrucke machen möchte. Die CGIs (15.00) beim Anflug der Bodenstation in der Wüste wirkt für einen solch aufwendigen Film etwas sehr nach Computergame aus 2006. Rauschen oder Artefakte treten zu keiner Zeit in nennenswerte Regionen vor. Auch bei der Kontrasttiefe gibt es nichts zu bemängeln. Dies ist natürlich den entweder perfekt ausgeleuchteten Realfilmsets oder den rein digitalen Images geschuldet.
Ton: Der Angriff des Fluggerätes bei 07.00 wird von einer fulimanten Basswelle nach der anderen begleitet. Jede Explosion gleicht einem erdbeben. Wen aber der eben getroffene LKW durch die Gegend rollt, dann geschieht dies ohne nennenswerten Druck. Das Klangbild ist zwar ungemein spektakulär, bleibt aber bei dem zugegeben nicht realen Filmsetting, ein wenig an Authentizität schuldig. Dialoge wirken ein wenig obertonarm und im Vergleich zu den exorbitanten Dynamik etwas zurückhaltend, wenn auch nur in geringem Maße.
Extras: Der erweiterte Audiokommentar bildet Infos während des laufenden Filems als PiP ein. Nett, aber nur für Hardcorefans oder Studis interessant. Die Big Gang Theory ist ein knapp 30-minütiges Making of zum Film, das sich mit den Comicvorlagen und dann maßgeblich mit den technischen Aspekten des Filmes beschäftigt. 21 weitere Minuten lang geht es dann nochmal um die Special Effects im Film. Besser könnte man das Kapitelmenü machen, in dem man den Kapiteln auch einen Untertitel gibt. --movieman.de
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Aus der ägyptischen Wüste über die Eisschollen am Polarkreis bis in die Strassen von Paris - das G.I. JOE-Team jagt die Verbrecherorganisation Cobra und ihre gefährliche Anführerin The Baroness (Sienna Miller) auf der ganzen Welt. Mit einer brandneuen Technologie versuchen sie die Welt in die Knie zu zwingen. Gerüstet mit den coolsten High Tech-Spielereien und -Waffen wie zum Beispiel einem Beschleunigungs-Kampfanzug ist G.I. JOE die letzte Verteidigungslinie gegen die Weltherrschaft